Archive for September, 2012

dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN – Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende

Rösler stellt Bedingungen für Fusion von EADS und BAE Systems BERLIN/MÜNCHEN – Die Genehmigung einer Fusion der Luftfahrt- und Rüstungskonzerne EADS und BAE Systems ist nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) an mehrere Bedingungen geknüpft. Dazu zähle, dass das Gleichgewicht zwischen Deutschland und Frankreich nach einem Zusammenschluss erhalten bleibt und Deutschland keine Einbußen als Produktionsstandort hinnehmen muss.ROUNDUP: Siemens-Chef Löscher will Sparpläne im November bekanntgeben MÜNCHEN – Siemens -Chef Peter Löscher bereitet die Beschäftigten des Weltkonzerns wegen der schwierigen Wirtschaftslage auf ein neues Sparprogramm mit dem Abbau zahlreicher Arbeitsplätze vor. Anfang November würden die Pläne der Öffentlichkeit vorgestellt, kündigte Löscher in der ‘WirtschaftsWoche’ an. Über den Zeitplan und die Inhalte des Siemens-Sparprogramms wird seit Wochen spekuliert. Die Gespräche sind nach Darstellung von Löscher aber noch nicht abgeschlossen. ‘Wir erarbeiten zurzeit ein Effizienzprogramm, mit dem wir unsere Strategie und unsere finanziellen Zielsetzungen unterlegen werden und unser 2011 erreichtes Anspruchsniveau dauerhaft sichern wollen.’ Zahlen zur Größenordnung des Stellenabbaus nannte er nicht. Entlassungen will der Konzern mit seinen weltweit mehr als 400.000 Beschäftigten aber vermeiden. ‘Das war noch nie unser Ansatz und wäre viel zu kurz gedacht’, hatte Löscher vor wenigen Wochen in der Mitarbeiterzeitschrift gesagt.IPO/Siemens: Osram-Aktien zusätzlich zu Dividende MÜNCHEN – Die Siemens-Anteilseigner sollen die Aktien der Lichttochter Osram zusätzlich zur Dividende erhalten. Die Osram-Ausschüttung werde die Dividende nicht ersetzen, auch nicht teilweise, sondern erfolge zusätzlich, zitiert der ‘Focus’ einen Siemens-Sprecher.Kreise: Xstrata will Glencore-Angebot annehmen – Zugeständnisse ZUG – Kurz vor Ablauf der Entscheidungsfrist im Übernahmepoker zwischen dem schweizerisch-britischen Bergbaukonzerns Xstrata und dem weltgrößten Rohstoffhändler Glencore zeichnet sich laut Kreisen eine Einigung ab. Im Gegenzug für Zugeständnisse in Bezug auf Boni und die Machtverhältnisse im Management des Unternehmens werde Xstrata seinen Anteilseignern das Angebot zur Annahme empfehlen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag unter Berufung auf Kreise. Genauere Details wollte die Quelle nicht nennen, hieß es weiter. Sprecher der beiden Unternehmen lehnten demnach einen Kommentar ab.’Focus’: Commerzbank will Privatkundengeschäft umbauen FRANKFURT/MÜNCHEN – Die Commerzbank will nach einem Bericht des Magazins ‘Focus’ ihr Privatkundengeschäft neu aufstellen. Die derzeit 1200 Filialen sollten in Finanzberatungs- und reine Service-Niederlassungen unterteilt werden, berichtet die Zeitschrift. Im Papier ‘Strategie 2016′ sei auch eine Ausdehnung der Öffnungszeiten vorgesehen, zum Beispiel zur Mittagszeit oder freitags nach 14.00 Uhr. Zudem sollen persönliche Berater künftig nach Filialschluss für Stammkunden telefonisch erreichbar bleiben. Die Commerzbank mit Sitz in Frankfurt äußerte sich am Samstag nicht zu dem Bericht. Ein neues Konzept werde im November vorgestellt, sagte ein Sprecher. Das Privatkundengeschäft soll laut Medienberichten im Zentrum des Sparkurses stehen, an dem die Bank derzeit feile. Auch über einen Stellenabbau in dem Bereich wird spekuliert.Fuchs Petrolub zufrieden mit drittem Quartal – langfristig lässt Dynamik nach FRANKFURT (dpa-AFX) – Für den Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub ist das jüngst beendete Quartal wie erwartet gelaufen. ‘Wir sind mit bisherigen Verlauf des dritten Quartals zufrieden und sind voll im Plan’, sagte der Finanzchef Alexander Selent der ‘Börsen-Zeitung’ (Samstagausgabe). Langfristig rechnet der Manager mit einer nachlassenden Wachstumsdynamik.Toyota: Auto mit Brennstoffzelle würde heute 100.000 Euro kosten DÜSSELDORF – Fahrzeuge mit alternativen Antrieben haben auf dem Massenmarkt noch einen langen Weg vor sich. Ein Elektroauto mit Brennstoffzelle würde nach Einschätzung von Toyota derzeit 100.000 Euro kosten. Zum Vergleich: So teuer ist heute zum Beispiel die Luxuskarosse Mercedes-Benz S 500. ‘Das ist kein Preis, mit dem man an den Markt gehen kann’, sagte der Chef der Antriebsentwicklung bei Toyota Europa, Gerald Killmann, dem Magazin ‘Wirtschaftswoche’. Die Kosten müssten dazu um mindestens 30 oder 40 Prozent sinken.SAP hat grünes Licht für Ariba-Kauf WALLDORF/SUNNYVALE – Der Software-Riese SAP hat grünes Licht aller Wettbewerbshüter für die 4,3 Milliarden Dollar (3,35 Mrd Euro) schwere Übernahme des Cloud-Anbieters Ariba. Nach der Zustimmung auch des US-Justizministeriums soll der Deal nun in der ersten Oktober-Woche abgeschlossen werden, teilten die Unternehmen am Wochenende mit. Der im Mai angekündigte Zukauf gilt als wichtiger Schachzug im Ringen mit dem Erzrivalen Oracle .Daimler beruft neuen China-Chef STUTTGART – Der Stuttgarter Autobauer Daimler wechselt seinen China-Chef aus. Konzernsprecher Jörg Howe bestätigte am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa einen Bericht der ‘Automobilwoche’, wonach der langjährige Vertriebsleiter für China, Klaus Maier, durch Japan-Chef Nicholas Speeks ersetzt werde. Die Fachzeitung schreibt unter Berufung auf Unternehmenskreise, Daimler ziehe damit Konsequenzen aus den enttäuschenden Absatzzahlen in China. Howe widersprach: ‘Aus unserer Sicht ist das ein turnusmäßiger Wechsel.’ Der 50-jährige Maier, der sechs Jahre China-Chef war, werde nach Stuttgart zurückkehren. Wer die Nachfolge von Speeks (53) in Japan antrete, sei noch nicht klar.ROUNDUP/ ‘Spiegel’: Garantiefall bei HSH Nordbank wahrscheinlicher HAMBURG – Die Wahrscheinlichkeit, dass die HSH Nordbank Teile der staatlichen Milliarden-Bürgschaft in Anspruch nehmen muss, ist nach Informationen des ‘Spiegel’ weiter gestiegen. Die Bank wies dies jedoch zurück. Das Magazin berichtet, in einer vertraulichen Sitzung des Ausschusses Öffentliche Unternehmen der Hamburgischen Bürgerschaft habe Bank-Chef Paul Lerbinger eingestanden, dass die Chance, die Bürgschaft bis zum Jahresende ziehen zu müssen, bei über 50 Prozent liegt. Ein ‘streng vertraulich’ gestempelter HSH-Bericht klingt laut ‘Spiegel’ ähnlich. Es könne ‘nicht ausgeschlossen werden, dass tatsächliche Zahlungsausfälle in einer Höhe anfallen, die zur Inanspruchnahme der Garantie führen’.^Weitere Meldungen:- ‘FAS’: Stephan Gemkow wird neuer Celesio-Aufsichtsratschef- ROUNDUP: EU-Kommission nimmt Apple-Garantie unter die Lupe- Presse: EnBW will Beschäftigte in ‘tariffreie Bereiche’ auslagern- Ramsauer lehnt Kaufprämie für Elektroautos weiter ab- Fotodienstleister Cewe Color setzt auf neue Geschäftsfelder- Probleme mit der Kabinenluft – Lufthansa entwickelt Warngerät- Twitter will Europa-Geschäft bevorzugt ausbauen- Ergo-Chef verspricht volle Transparenz – Reisen nur mit Ehepartnern- ROUNDUP/Autobranche: Kaufprämie für E-Autos ‘nicht erste Priorität’- Sony-Musikverlag bremst Apples Internet-Radio- Insolvenzverwalter: Wenig Hoffnung für Neckermann-Gläubiger- Samsung kommt Aufhebung des US-Verkaufsverbots für Tablet näher- Daimler-Vorstand: Nur noch selten schwerwiegende Regelverstöße- Ex-Bankvorstand Gribkowsky beginnt mit Entschädigung der BayernLB- Acer glaubt an Absatzschub durch Windows 8- ROUNDUP: Motorolas Patenterfolg gegen Microsoft weiter blockiert- Lufthansa-Caterer will mehr Essen in der Bahn servieren- EU-Razzia bei Metall-Recyclingfirmen- Rund 15 Millionen Euro für Schlecker-Insolvenzverwalter- Vertriebsvorstand verlässt Ergo Lebensversicherung- Ex-EnBW-Chef Goll bescheinigt Land Fehler beim Aktien-Kauf- VW ruft 6.700 Touran-Vans mit Erdgasantrieb zurück°/stbKundenhinweis:ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

Reisende müssen nach Intercity-Unfall weiter mit Wartezeit rechnen

STUTTGART (dpa-AFX) – Nach dem Intercity-Unfall am Stuttgarter Hauptbahnhof müssen Reisende weiter mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Wie die Bahn Sonntagabend mitteilte, wird der Fernverkehr in Süd-Nord-Richtung teilweise umgeleitet. Der Regionalverkehr Richtung Karlsruhe, Heidelberg, Heilbronn/Neckarelz/Würzburg, Freudenstadt und Rottweil/Singen ist noch immer beeinträchtigt. Nach Angaben der Bahn sind die umgekippten Waggons inzwischen wieder auf die Schienen gestellt worden. ‘Techniker der DB arbeiten mit Hochdruck an der Instandsetzung der Oberleitung und der Gleise’, hieß es. Für den Zugverkehr stehen 11 von 16 Gleisen zur Verfügung. Der S-Bahn-Verkehr läuft schon länger wieder planmäßig. Zur Information der Bahnkunden sind zusätzliche Servicemitarbeiter im Einsatz. Die Reparatur der Gleise dauert voraussichtlich die kommende Woche über an. Am Samstagmittag war ein Intercity kurz nach der Abfahrt im Stuttgarter Hauptbahnhof entgleist. Dabei wurden am Samstag sieben Fahrgäste leicht verletzt./skf/DP/stb

Kreise: Xstrata will Glencore-Angebot annehmen – Zugeständnisse

ZUG (dpa-AFX) – Kurz vor Ablauf der Entscheidungsfrist im Übernahmepoker zwischen dem schweizerisch-britischen Bergbaukonzerns Xstrata und dem weltgrößten Rohstoffhändler Glencore zeichnet sich laut Kreisen eine Einigung ab. Im Gegenzug für Zugeständnisse in Bezug auf Boni und die Machtverhältnisse im Management des Unternehmens werde Xstrata seinen Anteilseignern das Angebot zur Annahme empfehlen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag unter Berufung auf Kreise. Genauere Details wollte die Quelle nicht nennen, hieß es weiter. Sprecher der beiden Unternehmen lehnten demnach einen Kommentar ab. Die Frist für das Glencore-Angebot von gut 35 Milliarden US-Dollar, läuft am Montag Morgen um 8.00 Uhr ab. Das Angebot wurde bereits einmal erhöht, nachdem sich der Golfstaat Katar, der Xstratas zweitgrößter Anteilseigner ist, gegen die Offerte ausgesprochen hatte. Zuletzt hatten auch Standard Life und Fidelity Worldwide Investment, die ebenfalls bei Xstrata im großen Stil investiert sind, die vorgesehenen Bonus-Regelungen für das Xstrata-Management kritisiert. Bei Xstrata war der Eindruck entstanden, Glencore wolle viele Topmanager aus dem Unternehmen drängen. Wie es hieß, soll etwa das Bonussystem zugunsten der Glencore-Leute gestaltet werden. Zudem reklamierte Glencore-Chef Ivan Glasenberg die Führungsposition für sich./stb

ots.CorporateNews: Neues Deutschland / Neues Deutschland: Sparen bis zum Bruch – Kommentar …

Neues Deutschland: Sparen bis zum Bruch – Kommentar zur Finanzkriseund Reaktionen auf ihre Folgen Berlin (ots) – Die Akzeptanz eines Gesellschaftssystems wird in jeder Wirtschaftskrise in Mitleidenschaft gezogen. Umso mehr, wenn der Bevölkerung der Eindruck schwindet, dass die zu schulternden Lasten »gerecht« verteilt sind. Auch wenn Gerechtigkeit immer normativen Kriterien unterliegt, ist in der Eurokrise offensichtlicher denn je, wer die Zeche zu zahlen hat: Der normale Steuerzahler blecht, um das Bankensystem als Herzstück der kapitalistischen Maschinerie am Leben zu erhalten. In Deutschland, das von der Krise noch weitgehend verschont ist, bringt das bislang nicht die ganz großen Massen auf die Straßen, um eine faire Umverteilung einzufordern. Im Herzen der Krise, in Südeuropa, sieht das anders aus: Für seine Rechte auf die Straße zu gehen oder gleich auszuwandern, sind die Alternativen. Für Spanien steht gar die territoriale Integrität auf dem Spiel: Die Unabhängigkeitsbewegungen in Katalonien und dem Baskenland sind so stark wie nie seit dem Tode Francos 1975. Dass Spaniens Premierminister Mariano Rajoy am Wochenende mit Verbalattacken den Separatisten vorwarf, »Spanien kaputtmachen« zu wollen, geht am Kern des Problems vorbei. Was Spanien kaputt macht, ist eine Austeritätspolitik, die laut UNICEF 2,2 Millionen Kinder in die Unterernährung getrieben hat. Wenn Rajoy das Auseinanderdriften Spaniens verhindern will, muss er mit seiner Politik brechen. Spanienbraucht wie ganz Europa eine faire Umverteilung. Sonst droht der Bruch der Gesellschaften.Originaltext: Neues DeutschlandDigitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59019Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59019.rss2Pressekontakt:Neues DeutschlandRedaktionCvDTelefon: 030/2978-1721

ROUNDUP: EU-Kommission nimmt Apple-Garantie unter die Lupe

BRÜSSEL/BERLIN (dpa-AFX) – Apple droht wegen seiner Garantiepolitik jetzt auch Ärger mit der EU-Kommission. EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat die Verbraucherschutzminister aller 27 EU-Staaten schriftlich über Versäumnisse des Unternehmens informiert. In dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur dpa in Brüssel vorliegt, schreibt Reding: ‘Es scheint, dass Apple-Verkäufer es versäumten, Verbrauchern klare, wahrhaftige und komplette Informationen zu geben über die Garantie, die ihnen nach EU-Recht zusteht.’ Ähnlich irreführende Informationen hätten sie auf Internetseiten gestellt. Das Nachrichtenmagazin ‘Spiegel’ hatte dies zuvor bereits berichtet. Das Schreiben datiert vom 21. September und ging unter anderem auch an Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). Die Mitgliedsstaaten müssten nun aktiv werden und – basierend auf ihren nationalen Vorgaben – gegen Apple vorgehen. Bei Apple gibt es eine einjährige Garantie, die mit ‘Apple Care’ je nach Gerät auf zwei oder drei Jahre verlängert werden kann. Dies reicht nach Ansicht Redings nicht aus. Das EU-Recht verpflichte Hersteller zu einem zweijährigen Gewährleistungsanspruch. Er gilt für alle Mängel, die schon zum Zeitpunkt des Verkaufs bestanden haben – auch wenn sie erst später bemerkt werden. Bei der freiwilligen Garantie geht es hingegen um Mängel, die nach der Übergabe an den Kunden auftreten. ‘Apple wirbt prominent dafür, dass seine Produkte eine einjährige Herstellergarantie haben, versäumt es aber, klar darüber zu informieren, dass Verbraucher laut EU-Recht ein automatisches und kostenloses Anrecht auf einen gesetzlichen zweijährigen Gewährleistungsanspruch haben’, schreibt die EU-Kommissarin. Apples Vorgehen wird schon lange von Verbraucherschützern angeprangert. Europäische Verbraucherschutzorganisationen aus elf Ländern haben sich nach Worten Redings bei der EU-Kommission beschwert. Sie warfen dem iPhone-Konzern zuletzt im März vor, prominent für die kostenpflichtige Garantieverlängerung ‘Apple Care’ zu werben, aber ungenügend über den gesetzlichen zweijährigen Gewährleistungsanspruch zu informieren. Im vergangenen Dezember musste Apple deswegen bereits eine Strafe von 900 000 Euro in Italien an den Marktregulierer AGCM zahlen. Apple klärt über die Regelungen zu Garantie und Gewährleistung inzwischen in einer Tabelle auf seiner Website auf./so/mt/DP/stb

Rom will nach Verschwendung Regionen Mittel kürzen

ROM (dpa-AFX) – Die Regierung in Rom zieht Konsequenzen aus dem Skandal um die Verschwendung und Veruntreuung öffentlicher Mittel in den Regionen. Sie plant nach italienischen Medienberichten vom Sonntag ein Dekret, das die Ausgaben in Regionen, Provinzen und Kommunen einschränkt. So sollen die Zahl der Abgeordneten reduziert, Diäten gekürzt und die Kontrolle über die Ausgaben verschärft werden. Rund 600 Sitze in Parlamenten könnten wegfallen, berichtet die Tageszeitung ‘Corriere della Sera’. Auch der Rechnungshof soll mehr Befugnisse erhalten. Über das Dekret soll am Donnerstag beraten werden. Anlass ist der ‘Laziogate’-Skandal um Verschwendung und Untreue in der mittelitalienischen Region Latium. Die Abgeordneten sollen in einem Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag verprasst haben, der für Krankenhäuser oder Schulen fehlt. Sie hatten rauschende Partys gefeiert und sich selbst großzügig aus den Kassen bedient. Die Präsidentin der Region Latium, Renata Polverini, war am Montag zurückgetreten. Am Freitag wurde das Regionalparlament aufgelöst. Unter Druck ist vor allem die PdL (Volk der Freiheit) von Silvio Berlusconi. Der ehemalige PdL-Fraktionschef in Latium, Franco Fiorito, soll mehr als eine Million Euro private Ausgaben aus der Fraktionskasse finanziert haben. Seit Monaten wird auch gegen den Präsidenten der Lombardei, Roberto Formigoni (PdL) wegen Korruptionsverdachts ermittelt. Ermittlungen wegen unterschiedlicher Unregelmäßigkeiten laufen laut der Zeitung ‘Corriere della Sera’ zudem bei den Regionalparlamenten von Piemont, der Emilia Romagna, Sizilien und Sardinien. Am Freitag hatte die Finanzpolizei die Sitze der Parlamente von Piemont und der Emilia Romagna durchsucht./sd/DP/stb

Presse: EnBW will Beschäftigte in ‘tariffreie Bereiche’ auslagern

KARLSRUHE (dpa-AFX) – Der Karlsruher Energiekonzern EnBW will nach einem Zeitungsbericht einen Teil seiner Beschäftigten ‘in tariffreie Zonen’ auslagern. Damit solle die angespannte Ertragslage verbessert werden. Nach Informationen der ‘Stuttgarter Nachrichten’ (Montag) sind davon mehrere Konzerngesellschaften wie der Kölner Billigstromanbieter Yello, der Stuttgarter Energiedienstleister EnBW Energy Solutions (ESG) und die EnBW Vertrieb GmbH (EVG) betroffen. Vom Unternehmen gab es dazu zunächst keine Stellungnahme. Die Maßnahmen sind dem Blatt zufolge Teil des Sparprogramms ‘Fokus’, das jährliche Einsparungen von 750 Millionen Euro vorsieht, davon 250 Millionen bei den Personalkosten. Ein EnBW-Konzernsprecher sagte der Zeitung, man richte den Blick auf die Kostenstrukturen innerhalb der Konzerngesellschaften. ‘Gesellschaftsrechtliche Änderungen’ seien ‘nicht ausgeschlossen’. Vorwürfe der Gewerkschaft Verdi, wonach Mitarbeiter würden unter Druck gesetzt würden, in tariffreie Bereiche zu wechseln, wies er zurück. Die EnBW halte derzeit 74 größere Beteiligungen – allein bei ESG, EVG und Yello arbeiteten insgesamt mehrere hundert Menschen. Der drittgrößte deutsche Stromkonzern war nach dem Atomausstieg und der Abschaltung von zwei seiner vier Meiler in Schieflage geraten. 2011 rutschte die EnBW mit 870 Millionen Euro ins Minus. Bereits Ende dieses Jahres könnte sie jedoch wieder schwarze Zahlen schreiben. Das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 19 Milliarden Euro zählt knapp 20.000 Mitarbeiter. An diesem Montag (1.10.) scheidet Hans-Peter Villis nach fünf Jahren als Vorstandsvorsitzender der Karlsruher EnBW aus und übergibt sein Amt an Frank Mastiaux./skf/DP/stb

IPO/Siemens: Osram-Aktien zusätzlich zu Dividende

MÜNCHEN (dpa-AFX) – Die Siemens-Anteilseigner sollen die Aktien der Lichttochter Osram zusätzlich zur Dividende erhalten. Die Osram-Ausschüttung werde die Dividende nicht ersetzen, auch nicht teilweise, sondern erfolge zusätzlich, zitiert der ‘Focus’ einen Siemens-Sprecher. Siemens-Finanzchef Joe Kaeser hatte angekündigt, Osram an die Börse zu bringen, indem man die Anteile als ‘dividend in kind’ an die Siemens-Eigner verteile. Die Öffentlichkeit verstand dies so, dass die 2013er-Siemens-Dividende aus Osram-Papieren besteht. Auch Aktionärsvertreter waren nicht im Bilde. Die Osram-Aktien auf die Dividende anzurechnen, wäre nicht vermittelbar gewesen, heißt es dem Magazin zufolge aus Management-Kreisen des Unternehmens. Der Wert von Osram sei ja bereits in der Siemens-Aktie enthalten. Man könne den Aktionären wohl kaum etwas schenken, was ihnen schon gehöre, und ihnen dafür die Dividende streichen. Die Anteilseigner müssen dem Osram-Börsenplan auf der Hauptversammlung im Januar 2013 zustimmen./stb

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