Archive for July 5th, 2012

UN will mit Umwelt- und Finanzsteuern 400 Milliarden sammeln (05. Juli 2012, 21:33 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Die Vereinten Nationen haben weltweite Öko- und Finanzsteuern zu Gunsten der Armen vorgeschlagen. Auf diese Weise könnten 400 Milliarden Dollar (322 Milliarden Euro) eingenommen und zugleich das Klima geschützt werden, heißt es in dem am Donnerstag in New York veröffentlichten Bericht zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Welt. Allein 250 Millionen Dollar könnten in den Industrieländern durch eine Steuer auf Kohlendioxid von 25 Dollar pro Tonne eingenommen werden. Weitere Milliarden seien durch eine ‘winzige Steuer’ auf Währungstransaktionen möglich. Die Experten schlagen 0,005 Prozent für die vier Hauptwährungen Dollar, Euro, Pfund und Yen vor und rechnen mit 40 Milliarden Dollar. Diese und weitere Maßnahmen seien ‘technisch machbar und wirtschaftlich vertretbar’. Mit dem Programm reagieren die UN auf das Aufkommen an Spenden- und Entwicklungshilfegeldern. Im vergangenen Jahr sei der Betrag zum ersten Mal seit vielen Jahren zurückgegangen. Der Grund sei die wirtschaftliche Krise, viele Staaten würden dann zuerst bei der Entwicklungshilfe sparen. Die Verfasser des Gutachtens lobten ausdrücklich Deutschland, das Gelder zum Klimaschutz für internationale Programme bereitstelle. Wenn andere EU-Länder dem deutschen Beispiel folgen würden, stünden allein drei bis fünf Milliarden Dollar zur Verfügung./me/DP/he

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 05.07.2012 (05. Juli 2012, 21:35 Uhr)

FRANKFURT (dpa-AFX) – Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 05.07.2012AAREAL BANK DÜSSELDORF – Die HSBC hat das Kursziel für Aareal Bank von 24,00 auf 22,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Overweight’ belassen. Das Institut gehöre zu den wenigen europäischen Banken, welche in jedem Quartal der vergangenen fünf Jahre Gewinne ausgewiesen haben, schrieb Analyst Johannes Thormann in einer Studie vom Donnerstag. Der vorsichtige Ansatz des Managements bei Finanzierungen und beim Neugeschäft belaste den Zinsüberschuss allerdings stärker als gedacht. Daher habe er die Gewinnschätzungen je Aktie reduziert. Thormann zählt das Papier des MDax-Unternehmens aber dennoch zu den sechs deutschen ‘Top Picks’ für das zweite Halbjahr.ARCELORMITTAL LONDON – Die HSBC hat die Aktie von ArcelorMittal von ‘Overweight’ auf ‘Neutral’ abgestuft und das Kursziel von 15,10 auf 14,50 Euro gesenkt. Die Geschäftsbedingungen für den Stahlkonzern verschlechterten sich, schrieb Analyst Thorsten Zimmermann in einer Studie vom Donnerstag. Er kürzte seine Gewinnprognose vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um weitere zehn Prozent. Die Marktschätzung dürfte ebenfalls sinken.BARCLAYS LONDON – Die HSBC hat das Kursziel für Barclays von 210,00 auf 190,00 Pence gesenkt und die Einstufung auf ‘Neutral’ belassen. Das Institut habe mit Blick auf die Restrukturierung des Investmentbankings und den Ausstieg aus wenig profitablen Sparten noch viel zu tun, schrieb Analyst Peter Toeman in einer Studie vom Donnerstag. Nach dem Rücktritt von Vorstandschef Bob Diamond sei es zwar wahrscheinlicher geworden, dass die Restrukturierung voranschreite. Weil aber zunächst ein neues Managementteam geformt werden müsse, dürfte sich der Zeitrahmen dafür verschieben, so der Experte. Sein neues Ziel berücksichtige zusätzliche Rückstellungen für Schadensersatzansprüche nach der mutmaßlichen Manipulation des Libor-Zinssatzes.BAYER PARIS – Exane BNP Paribas hat die Einstufung für Bayer auf ‘Neutral’ mit einem Kursziel von 58,00 Euro belassen. Der Markt für Mittel zur Behandlung der pulmonalen Hypertonie sei hart umkämpft, schrieb Analyst Nicolas Guyon-Gellin in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Bayer habe es offenbar schwer, das Mittel Rociguat im Wettbewerb gut zu platzieren. Experten betrachteten es als interessantes Medikament, doch hebe es sich zu wenig von ähnlichen Mitteln ab.BMW LONDON – JPMorgan hat die Einstufung für BMW nach Juni-Absatzzahlen für Westeuropa und die USA auf ‘Overweight’ belassen. Die jüngste Absatzschwäche des bayerischen Autobauers habe zu tun mit dem Modellwechsel bei der 3er-Serie, schrieb Analyst Bernard Donges in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Dieser beeinträchtige vorübergehend die Produktion. In den kommenden Monaten sollte sich dies aber wieder ändern.BRENNTAG PARIS – Exane BNP hat das Kursziel für Brenntag nach einem Analystentreffen von 105,00 auf 107,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Outperform’ belassen. Die gegenwärtigen Analystenprognosen für den Chemiekonzern deckten sich mit den Erwartungen des Managements, schrieb Analyst Gerhard Orgonas in einer Studie vom Donnerstag. Weiterhin sei das Geschäft in Amerika robust, während es sich Europa weiter widerstandsfähig zeige.BRENNTAG DÜSSELDORF – Die HSBC hat das Kursziel für die Aktien des Chemikalienhändlers Brenntag von 100,00 auf 108,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Overweight’ belassen. Synergieeffekte durch Akquisitionen und eine höhere Effizienz durch die Neuordnung des Europa-Geschäfts würden vom Markt weiterhin unterschätzt, schrieb Analyst Jesko Mayer-Wegelin in einer Studie vom Donnerstag. Das neue Ziel spiegele den Wert künftiger Zukäufe wieder. Der Titel sei einer von sechs ‘German Top Picks’ für das zweite Halbjahr.DAIMLER LONDON – JPMorgan hat die Einstufung für Daimler nach Juni-Absatzzahlen für Westeuropa und die USA auf ‘Neutral’ belassen. Die Neuzulassungen von Mercedes-Benz-Fahrzeugen in Westeuropa seien im Jahresvergleich um sechs Prozent zurückgegangen, schrieb Analyst Bernard Donges in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Diese Entwicklung decke sich aber mit den Auto-Absatzzahlen in den wichtigsten westeuropäischen Märkten. Wegen der etwas schwächeren Preismacht bleibe es beim ‘Neutral’-Votum für die Daimler-Aktie.DEUTSCHE TELEKOM LONDON – Die Citigroup hat die Einstufung für Deutsche Telekom auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 9,30 Euro belassen. Das zweite Quartal dürfte für den Telekomsektor erneut schwierig gewesen sein, schrieben die Analysten um Simon Weeden in einer Branchenstudie vom Donnerstag. In den Aktienbewertungen sollten aber die schlechten Nachrichten inzwischen weitgehend eingepreist sein. Bei der Deutschen Telekom sehen die Experten Raum für positive Überraschungen.EON PARIS – Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Einstufung für Eon nach der Einigung mit Gazprom auf neue Gaslieferverträge auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 21,00 Euro belassen. Die Verhandlungen seien schneller beendet worden als erwartet, schrieb Analyst Alberto Ponti in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte rechnet mit einer positiven Gewinnwirkung und einer Stärkung der Bilanz. Er hob seine Prognosen für 2012 und 2013 entsprechend etwas an.FIELMANN DÜSSELDORF – Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für Fielmann nach vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr auf ‘Halten’ mit einem Kursziel von 74,00 Euro belassen. Das Wachstum beim Brillenabsatz sowie das Umsatzplus hätten seinen Erwartungen entsprochen, schrieb Analyst Christoph Schlienkamp in einer Studie vom Donnerstag. Er gehe davon aus, dass die Optikerkette erneut Marktanteile gewonnen habe, da die Branche im Durchschnitt kein Plus erreicht haben sollte. Einen Grund für eine Änderung seiner Anlageempfehlung sah der Experte nicht.FIELMANN FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für Fielmann nach vorläufigen Zahlen zum ersten Halbjahr auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 68,00 Euro belassen. Die Resultate im Kerngeschäft lägen im Rahmen seiner Erwartungen, aber etwas unter den Marktschätzungen, schrieb Analyst Georg Remshagen in einer Studie vom Donnerstag. Das Vorsteuerergebnis dürfte im zweiten Quartal wegen höherer Personal- und Marketingkosten stagniert haben. Das könnte einige Marktakteure enttäuschen.FIELMANN AG FRANKFURT – Die Investmentbank Equinet hat Fielmann nach vorläufigen Zahlen zum ersten Halbjahr auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 73,00 Euro belassen. Wegen höherer Marketingaufwendungen und der Personalkostenentwicklung habe die Profitabilität der Optikerkette enttäuscht, schrieb Analyst Ingbert Faust in einer Studie vom Donnerstag. Allerdings sollten die höheren Werbeausgaben nicht als dauerhaft betrachtet werden. Insgesamt hätten das Geschäft und die Wachstumsstory sich nicht verschlechtert. Dennoch sollten Investoren eventuell etwas vorsichtiger agieren, da die Aktien derzeit ausreichend bewertet erschienen.HEIDELBERGCEMENT ZÜRICH – Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für HeidelbergCement nach einer Investorenveranstaltung von 46,00 auf 42,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Neutral’ belassen. Das Geschäft in den USA habe sich in diesem Jahr mit Blick auf die Umsatz- und Preisentwicklung sehr stark verbessert, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Studie vom Donnerstag. Nach einem insgesamt schwierigen Jahresauftakt dürfte das zweite Quartal nun deutlich besser verlaufen sein. Die Kurszielsenkung begründete der Experte mit einer Anpassung an die Bewertung der Vergleichsgruppe. Der Experte zieht die Aktien der Wettbewerber Lafarge und Holcim vor.HEIDELBERGER DRUCK FRANKFURT – Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Heidelberger Druck auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 1,60 Euro belassen. Die Marktanteilsverluste des Wettbewerbers Manroland dürften Heidelberger Druck bei den Bemühungen helfen, wieder profitabel zu arbeiten, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer Studie vom Donnerstag. Das Kursrisiko sei begrenzt und für einen deutlichen Anstieg brauche es Folgeaufträge in den kommenden Wochen. Daher laute das Votum weiterhin ‘Hold’.HOCHTIEF DÜSSELDORF – Die HSBC hat die Einstufung für Hochtief auf ‘Overweight’ mit einem Kursziel von 60,00 Euro belassen. Die zwei problematischen Megaprojekte der australischen Tochter Leighton sollten in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen sein, schrieb Analyst Tobias Loskamp in einer Studie vom Donnerstag. Dann sollte sich der Fokus wieder auf die starken Gewinnperspektiven richten. Die Hochtief-Aktie dürfte vor einem Wendepunkt stehen, vermutet der Experte und zählt sie zu seinen sechs deutschen ‘Top Picks’ für das zweite Halbjahr.INFINEON FRANKFURT – Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Infineon von 9,50 auf 7,80 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Buy’ belassen. Er habe die Gewinnprognosen für den Chipproduzenten reduziert, um den Auswirkungen der Konjunkturabkühlung auf die automobilen und industriellen Endmärkte des Unternehmens Rechnung zu tragen, schrieb Analyst Kai Korschelt in einer Branchenstudie zu europäischen Halbleiterwerten vom Donnerstag. Allerdings könnte sich das Makroumfeld bald stabilisieren, was die Gewinnschätzungen weniger riskant erscheinen lassen würde. Der Experte zieht Infineon den Aktien des Wettbewerbers STMicroelectronics vor.K+S PARIS – Exane BNP hat das Kursziel für K+S von 32,00 auf 35,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf ‘Underperform’ belassen. Der verbesserte kurzfristige Ausblick könnte zu einem Überschießen der Aktie führen, schrieb Analystin Heidi Vesterinen in einer Studie vom Donnerstag. Langfristig blieben aber Sorgen um Überkapazitäten in der Branche bestehen.KABEL DEUTSCHLAND LONDON – Die Citigroup hat die Einstufung für Kabel Deutschland auf ‘Sell’ mit einem Kursziel von 38,00 Euro belassen. Das zweite Quartal dürfte für den Telekomsektor erneut schwierig gewesen sein, schrieben die Analysten um Simon Weeden in einer Branchenstudie vom Donnerstag. In den Aktienbewertungen sollten aber die schlechten Nachrichten inzwischen weitgehend eingepreist sein. Die Zahlenvorlage von Kabel Deutschland werde kein großes Ereignis sein, das Papier sei im Branchenvergleich hoch bewertet.LANXESS DÜSSELDORF – Die HSBC hat Lanxess von ‘Neutral’ auf ‘Overweight’ hochgestuft, das Kursziel aber von 66,00 auf 64,00 (Kurs: 53,81) Euro gesenkt. Die neue Anlageempfehlung resultiere aus dem jüngsten Kursrückgang, schrieb Analyst Jesko Mayer-Wegelin in einer Studie vom Donnerstag. Das Ziel sei aber trotz gestiegener Gewinnschätzungen gesunken, da die Branchenbewertung nun stärker gewichtet werde.LEONI DÜSSELDORF – Die HSBC hat die Einstufung für Leoni auf ‘Overweight’ mit einem Kursziel von 43,00 Euro belassen. Im Bereich Kabelsysteme dürften die starken Geschäfte mit Volkswagen und Nutzfahrzeugbauern die schwachen Volumina bei Peugeot und Opel kompensieren, schrieb Analyst Niels Fehre in einer Studie vom Donnerstag. In Anbetracht eines rund zehnprozentigen Abschlags auf die Aktien der Wettbewerber ergebe sich eine günstige Einstiegsgelegenheit. Das Leoni-Papier zähle zu seinen sechs deutschen ‘Top Picks’ für das zweite Halbjahr.LUFTHANSA LONDON – JPMorgan hat die Einstufung für Lufthansa auf ‘Overweight’ belassen. Die Lufthansa-Aktie sei nach wie vor sein ‘Top Airline Pick’, schrieb Analyst David Pitura in einer Studie vom Donnerstag. So sei Deutschlands größte Fluggesellschaft etwa im Vergleich mit der britisch-spanischen IAG noch stärker auf Premium-Passagiere ausgerichtet.MERCK KGAA LONDON – JPMorgan hat die Einstufung für Merck KGaA auf ‘Underweight’ belassen. Die jüngsten Studienergebnisse für das Medikament Erbitux zur Behandlung von Magenkrebs hätten enttäuscht, schrieb Analyst Richard Vosser in einer Studie vom Donnerstag. An den Zielen des Pharmakonzerns für 2014 dürfte dies aber kaum etwas ändern. Eine mögliche Anhebung der Ziele durch Erbitux-Umsätze in dieser Indikation scheide nun aber ebenfalls aus.MERCK KGAA FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für Merck KGaA nach dem verfehlten primären Endpunkt einer Studie zu Erbitux bei Magenkrebs auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 81,00 Euro belassen. Angesichts eines früheren Erbitux-Fehlschlags habe er ohnehin keine hohen Erwartungen gehabt, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Donnerstag. Deshalb habe er für das Mittel in dieser Indikationen keinen Kapitalwert in seinem Bewertungsmodell angesetzt.MERCK KGAA ESSEN – Die National-Bank AG hat die Einstufung für Merck KGaA nach dem verfehlten primären Endpunkt einer Studie zu Erbitux bei Magenkrebs auf ‘Halten’ mit einem Kursziel von 78,00 Euro belassen. Die Nachricht reihe sich in zuletzt gehäufte Fehlschläge bei Produktzulassungen und Studienergebnissen ein, schrieb Analyst Steffen Manske in einer Studie vom Donnerstag. Merck besitze im umsatzstarken Pharmasegment mit den beiden Hauptprodukten Erbitux und Rebif eine zu geringe Basis für künftiges Wachstum. Entsprechend seien die bekannten Umbaupläne bei Merck Serono ein notwendiger Schritt.MERCK KGAA FRANKFURT – Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Merck KGaA nach dem verfehlten primären Endpunkt einer Studie zu Erbitux bei Magenkrebs auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 83,00 Euro belassen. Er habe zwar nur geringe Erwartungen gehabt und dem Einsatz des Medikaments in dieser Indikation nur begrenztes kommerzielles Potenzial beigemessen, schrieb Analyst Edouard Aubery in einer Studie vom Donnerstag. Dennoch sei der bereits zweite Rückschlag bei klinischen Studien zu Erbitux binnen zweier Monate eine weitere Enttäuschung in puncto Medikamentenpipeline. Investoren sollten die Aktien vorerst meiden.METRO FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für Metro AG nach einem ‘FAZ’-Bericht über geplante Stellenstreichungen in der Konzernzentrale auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 25,00 Euro belassen. Dies sowie die offenbar geplante Personalaufstockung reflektiere die angestrebten Kostensenkungen sowie die geplante Steigerung der Flächenproduktivität in den Filialen, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Donnerstag.PORSCHE SE HAMBURG – Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Porsche SE nach dem angekündigten Verkauf der verbliebenen Beteiligung an der Porsche AG an Volkswagen auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 47,00 Euro belassen. Der Substanzwert der Porsche SE Holding betrage 71 Euro je Aktie, basierend auf den Bedingungen der beschleunigten Bildung des integrierten Automobilkonzerns und des derzeitigen VW-Kurses, schrieb Analyst Marc-Rene Tonn in einer Studie vom Donnerstag. Angesichts des Status der Porsche SE als Finanzholding und des Risikos von Gerichtsprozessen sei aber ein gewisser Abschlag zum Substanzwert angemessen.PORSCHE SE FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für Porsche nach der angekündigten Komplettübernahme der Porsche AG durch Volkswagen (VW) auf ‘Buy’ belassen. Der Weg für eine integrierte Automobilgruppe sei nun frei, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Donnerstag. Der Kaufpreis sei etwas höher als gedacht, was leicht positiv für die Porsche-Aktionäre sei. Auf dem gegenwärtigen Kursniveau ziehe er die Aktien der Porsche SE den VW-Papieren vor.SAP NEW YORK – Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Oracle auf ‘Market-Perform’ mit einem Kursziel von 33,00 (Kurs: 29,85) US-Dollar belassen. SAP bestätigte Analyst Mark Moerdler mit ‘Outperform’ und einem Kursziel von 61,00 (Kurs: 47,18) Euro. Der Experte nahm in einer Studie vom Donnerstag Stellung zu Investorenfragen, wie groß der Einfluss des Konkurrenzprodukts Exalytics von Oracle auf die SAP-Datenbanksoftware Hana ausfallen werde. STMICROELECTRONICS FRANKFURT – Die Deutsche Bank hat das Kursziel für STMicroelectronics vor Zahlen zum zweiten Quartal von 4,60 auf 4,20 Euro gesenkt und die Einstufung auf ‘Hold’ belassen. Er habe die Gewinnprognosen für den Chipproduzenten reduziert, um die Auswirkungen der Konjunkturabkühlung auf die Endmärkte des Unternehmens zu reflektieren, schrieb Analyst Kai Korschelt in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Allerdings könnte sich das Makroumfeld bald stabilisieren, was die Gewinnschätzungen weniger riskant erscheinen lassen würde. Die eigenen Prognosen dürfte das Unternehmen im zweiten Quartal erfüllt haben. Der Experte zieht Infineon den Aktien von STMicroelectronics vor.UNITED INTERNET DÜSSELDORF – Die HSBC hat die Einstufung für United Internet auf ‘Overweight’ mit einem Kursziel von 18,00 Euro belassen. Nach einer dreijährigen Investitionsphase rechne er im kommenden Jahr wieder mit Gewinnwachstum, trotz möglicher Preissenkungen bei den Mobilfunktarifen, schrieb Analyst Dominik Klarmann in einer Studie vom Donnerstag. Die geringe Verschuldung und der starke Cashflow erlaubten dem Internetkonzern zudem ein mögliches Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 150 Millionen Euro. Das Papier zähle zu seinen sechs deutschen ‘Top Picks’ für das zweite Halbjahr.VOLKSWAGEN VORZUGSAKTIEN FRANKFURT – Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen nach der angekündigten Komplettübernahme der Porsche AG von 130,00 auf 135,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Halten’ belassen. Unerwartet sei der nicht liquiditätswirksame Bewertungsgewinn in Höhe von neun Milliarden beim Finanzergebnis, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte kündigte an, seine Schätzungen nach Bekanntgabe weiterer Details und dem Abschluss der Transaktion anzupassen. Infolge der Umsetzung der vollständigen Porsche-Integration falle ein wesentlicher Belastungsfaktor für den Konzern weg.VOLKSWAGEN VORZUGSAKTIEN HAMBURG – Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) nach der angekündigten Übernahme der verbliebenen Anteile an der Porsche AG auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 205,00 Euro belassen. Angesichts der bereits bestehenden Wachstumsprognosen für die Porsche AG als eigenständiges Geschäft und der erwarteten jährlichen Synergien erscheine der Gesamtkaufpreis sehr attraktiv, schrieb Analyst Marc-Rene Tonn in einer Studie vom Donnerstag.VOLKSWAGEN VORZUGSAKTIEN FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) nach der angekündigten Übernahme der verbliebenen Anteile an der Porsche AG auf ‘Buy’ belassen. Der Weg für eine integrierte Automobilgruppe sei nun frei, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Donnerstag. Der Kaufpreis sei etwas höher als gedacht, was eher negativ für die VW-Aktionäre sei. Auf dem gegenwärtigen Kursniveau ziehe er die Aktien der Porsche SE den VW-Papieren vor.VOLKSWAGEN VORZUGSAKTIEN ESSEN – Die National-Bank AG hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) nach der angekündigten Komplettübernahme von Porsche von 150,00 auf 160,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Kaufen’ belassen. Die Übernahme der Porsche AG zu den nun vereinbarten Konditionen bereits zum 1. August sei zwar für die Porsche-Aktionäre etwas vorteilhafter, dennoch sei die zügige Integration auch für die Volkswagen-Gruppe klar als positiv zu bewerten, schrieb Analyst Manfred Jaisfeld in einer Studie vom Donnerstag. Nun könne schneller mit einer stärkeren Verzahnung der Marken und der entsprechenden Hebung von Synergien begonnen werden.VOLKSWAGEN VORZUGSAKTIEN LONDON – JPMorgan hat die Vorzugsaktien von Volkswagen nach Juni-Absatzzahlen für Westeuropa und die USA auf ‘Overweight’ belassen. Volkswagen habe abermals besser abgeschnitten als die westeuropäischen und US-amerikanischen Märkte insgesamt, schrieb Analyst Bernard Donges in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Die Wolfsburger bauten ihren Marktanteil aus./he

Devisen: Euro auf Talfahrt – EZB enttäuscht Anleger trotz Zinssenkung (05. Juli 2012, 20:57 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Der Euro ist am Donnerstag nach der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) massiv unter Druck geraten und auf den tiefsten Stand seit Anfang Juni abgerutscht. Trotz der jüngsten Zuspitzung der Euro-Krise signalisierte die Notenbank keinerlei Bereitschaft zu zusätzlichen Maßnahmen und beließ es bei der am Markt weithin erwarteten Senkung der Leitzinsen. Die Gemeinschaftswährung fiel daraufhin wieder unter die Marke von 1,24 US-Dollar zurück. Im Tief bis auf 1,2362 Dollar gesunken, wurden zuletzt in New York 1,2391 Dollar für einen Euro gezahlt. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2426 (Mittwoch: 1,2560) Dollar festgesetzt. ‘Durch das zögerliche Handeln der EZB bleibt Europa verwundbar’, sagt Holger Schmieding, Chefökonom der Berenberg Bank. Zwar hat die Notenbank den Leitzins auf ein Rekordtief von 0,75 Prozent gesenkt und darüber hinaus auch den Einlagezins reduziert, um es für Banken unattraktiv zu machen, Geld bei ihr zu horten. Dennoch fielen die Marktreaktionen enttäuscht aus. Nicht nur der Euro geriet unter Druck, auch die Risikoaufschläge für Anleihen der großen Krisenländer Italien und Spanien zogen nach den Entscheidungen der EZB deutlich an. Anleger hatten darauf gesetzt, dass die EZB den angeschlagenen Euro-Schwergewichten Unterstützung am Anleihemarkt in Aussicht stellt. Nach den Beschlüssen des jüngsten EU-Gipfels, die Rettungsfonds EFSF und ESM ‘flexibel’ für diesen Zweck zu nutzen, hatte man sich von der Notenbank diesbezüglich Schützenhilfe erhofft. Doch EZB-Chef Mario Draghi gab keinerlei Hinweise, dass die begrenzte Feuerkraft der Fonds irgendwie gesteigert werden könnte – im Gegenteil. ‘Dies ist eine sehr gefährliche Situation’, so Berenberg-Experte Schmieding. Nach den ‘halbgaren’ Entscheidungen der EZB könne die Krise im Sommer wieder eskalieren./hbr/tih/he

US-Anleihen: Moderate Gewinne – Neue Europa-Sorgen nach Draghi-Aussagen (05. Juli 2012, 21:09 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Staatsanleihen haben am Donnerstag nach der Zinssenkung in der Eurozone ein wenig fester tendiert. Neue Sorgen um die Eurozone drückten auf die Risikobereitschaft der Anleger, auch wenn aus den USA positive Signale für den dortigen Arbeitsmarkt gesendet wurden. EZB-Chef Mario Draghi hatte nach der weithin erwarteten Zinssenkung davon gesprochen, dass sich die wirtschaftliche Schwäche fortsetzen dürfte und von Seiten der Europäischen Zentralbank keine neuen außergewöhnlichen Maßnahmen geplant seien. ‘Durch das zögerliche Handeln der EZB bleibt Europa verwundbar’, sagt Holger Schmieding, Chefökonom der Berenberg Bank. Anleger hatten zuvor darauf gehofft, dass die Notenbank angeschlagenen Euro-Ländern wie Spanien oder Italien Unterstützung am Anleihemarkt in Aussicht stellt. Zweijährige Anleihen gewannen 1/32 Punkte auf 99 29/32 Punkte. Ihre Rendite lag bei 0,289 Prozent. Fünfjährige Anleihen stiegen um 3/32 Punkte auf 100 11/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,677 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen legten um 7/32 Punkte auf 101 13/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 1,596 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren kletterten um 20/32 Punkte auf 105 25/32 Zähler. Sie rentierten mit 2,716 Prozent./tih/he

Aktien New York: Dow kaum verändert – EZB-Aussagen vs. Arbeitsmarktsignale (05. Juli 2012, 20:06 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Nach dem Unabhängigkeitstag haben sich die Standardwerte an der Wall Street am Donnerstag nur wenig von der Stelle bewegt. Der Leitindex Dow Jones Industrial holte seine frühen Verluste auf und lag zuletzt knapp mit 0,05 Prozent im Plus bei 12.950,70 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 hingegen gab noch um 0,08 Prozent auf 1.372,90 Punkte nach. An der Nasdaq hingegen waren mit Rückenwind steigender Apple-Aktien klarere Gewinne zu verzeichnen: Der Composite Index legte um 0,33 Prozent auf 2.985,79 Punkte zu. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,47 Prozent auf 2.658,16 Punkte. Erfreuliche Signale vom US-Arbeitsmarkt wurden laut Händlern von neuen Sorgen um die Eurozone überschattet. Trotz der erfolgten Leitzinssenkungen in der Eurozone und China hätten es die Märkte enttäuscht aufgenommen, dass EZB-Chef Mario Draghi auf der folgenden Pressekonferenz davon sprach, dass sich die Wirtschaftsschwäche fortsetzen dürfte und von Seiten der Europäischen Zentralbank keine neuen außergewöhnlichen Maßnahmen geplant seien. Mut für den morgigen offiziellen Arbeitsmarktbericht machten derweil aber die jüngsten Zahlen aus den USA, wo sowohl die Beschäftigungsentwicklung des Privatsektors als auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe besser als erwartet gefallen waren. Volkswirt Christian Schulz von der Berenberg Bank sagte nach dem Zinsschritt der EZB, dass die Maßnahmen der Währungshüter eine mögliche Panik an den Märkten nicht verhindern dürften. Nicht nur der Euro und die Aktienmärkte gerieten unter Druck, auch die Risikoaufschläge für Anleihen der großen Krisenländer Italien und Spanien zogen nach den Entscheidungen der EZB kräftig an. Banken kamen auf beiden Seiten des Atlantiks kräftig unter Druck: JPMorgan sackten im Dow Jones um 3,46 Prozent auf 34,64 US-Dollar ab und waren damit das Index-Schlusslicht. Titel der Bank of America folgten dem mit einem Minus von 2,48 Prozent. Besser erging es hauptsächlich einigen Aktien aus den Metall- und Einzelhandelssektoren. Alcoa waren mit einem Aufschlag von 1,57 Prozent der beste Indexwert, gefolgt von McDonalds mit einem Zugewinn von 1,38 Prozent. Auf dem dritten Rang lagen die Aktien der Baumarktkette Home Depot , die um 1,12 Prozent anzogen. Außerhalb des Dow Jones waren die Apple-Aktien gefragt. Als Stütze für die komplette Technologiebranchen stiegen sie um 2,45 Prozent auf 613,92 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit April. Am Vortag hatteß es in Kreisen geheißen, der iPhone-Hersteller wolle noch in diesem Jahr eine kleinere Version seines Tablet-Computers iPad auf den Markt bringen. Netflix nahmen im Nasdaq 100 mit einem Satz um 14 Prozent die Spitze ein. Die Online-Videothek hatte zuvor davon berichtet, dass die Nutzungszeit im Juni die Marke von einer Milliarde Stunden überschritten habe./tih/he

Britisches Parlament beschließt Banken-Untersuchung (05. Juli 2012, 20:44 Uhr)

LONDON (dpa-AFX) – Nach dem Skandal um Zinsmanipulation bei der Großbank Barclays hat sich das britische Unterhaus auf eine parlamentarische Untersuchung des Falles geeinigt. Die Abgeordneten nahmen mehrheitlich den Vorschlag des britischen Premierministers David Cameron an, möglichst bald eine Untersuchung zu beginnen, an der Vertreter aller Parteien teilnehmen sollen. Die oppositionelle Labour-Partei kündigte an, mitzumachen, aber weiter für eine größere, umfassende richterliche Untersuchung des Bankenwesens einzutreten. Barclays hatte versucht, die Zinsen im Interbanken-Verkehr zu beeinflussen, und muss deshalb eine Rekordstrafe zahlen. Auch andere Banken stehen im Verdacht, beteiligt gewesen zu sein. Unter anderem hatte deshalb Barclays-Chef Bob Diamond den Hut nehmen müssen. Neben der jetzt beschlossenen parlamentarischen Untersuchung prüfen zudem die britischen Behörden, ob es strafrechtliche Maßnahmen gegen Barclays geben könnte. Auch ein parlamentarischer Ausschuss hat bereits Untersuchungen des konkreten Skandals aufgenommen./gür/DP/he

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen (05. Juli 2012, 20:50 Uhr)

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Donnerstag gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 653.336 (Mittwoch: 685.164) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 384.936 (321.929), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 268.400 (363.235). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 1,43 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Deutsche Telekom (110.903/10.791), Daimler (12.326/21.665) und SAP (14.546/17.112)./DP/he

ots.CorporateNews: Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: Teuer und überflüssig, Kommentar zur … (05. Juli 2012, 20:51 Uhr)

Börsen-Zeitung: Teuer und überflüssig, Kommentar zur EZB von GeorgBlaha Frankfurt (ots) – Die Senkung der Leitzinsen durch die EuropäischeZentralbank (EZB) ist ein teures und überflüssiges Experiment. Mit den Raten auf historischen Tiefs mag die Notenbank bei manchem Institut oder Land der Währungsunion Erleichterung schaffen. Zu befürchten ist aber, dass der geldpolitische Schritt an den Finanzmärkten zu neuen Verwerfungen führt, welche die Bewältigung dereuropäischen Schulden- und Vertrauenskrise zusätzlich erschweren werden. In normalen Zeiten hätten die Währungshüter mit einer Zinssenkung alles richtig gemacht: Die Statistiken zeigen einen Rückgang der Inflation im Währungsgebiet an, die Konjunktur beginnt stärker als zuvor zu lahmen, und die Kreditvergabe der Banken an die Realwirtschaft will nicht in die Gänge kommen. Niedrigere Zinsen wirken all dem entgegen – theoretisch. Das Problem: Im sechsten Jahr der Finanzkrise und im dritten Jahr der Euroland-Krise leben wir nicht in normalen Zeiten. Das Risiko eines Zerfalls der Eurozone ist noch lange nicht gebannt. Angesichts der massiven Verunsicherung von Banken, Unternehmen und Anlegern machen 25 Basispunkte mehr oder weniger keinen Unterschied in der Neigung, Kredite zu vergeben, zu investieren oder Marktrisiken auf sich zu nehmen. Besonders überflüssig ist die Senkung des Einlagensatzes auf null.Damit werden vor allem Institute aus den Kernländern abgestraft. Diese haben bislang in großem Stil überschüssige Mittel bei der EZB geparkt und müssen nun nach anderen sicheren Anlagen suchen. Dagegen profitieren vorwiegend Banken aus der Euroland-Peripherie nun von billigeren Notenbankkrediten. Dies zeigt ein weiteres Mal, wie weit die Finanzsektoren der Euro-Mitgliedsstaaten auseinandergedriftet sind. Dass sich die EZB in diesem Zusammenhang – zumindest während ihrer Pressekonferenz – nicht im Klaren darüber ist, wie sich die Zinssenkung auf das Verhalten der verschiedenen Banken am Geldmarkt auswirken wird, trägt nicht gerade zum Vertrauen in die Notenbank bei. Für Anleger wird die Zinssenkung teuer, denn mit ihr steigen die Realverluste des Vermögens; der Zinsdruck von der Notenbank wird an Sparer und den Markt weitergegeben. Zudem wird die Flucht in Sachwerte und andere sogenannte sichere Häfen befördert. Damit werdensich negative Realrenditen und Negativzinsen noch weiter ausbreiten als zuvor. Über die Zinssenkung freuen können sich nur Halter von Bundesanleihen – deren ohnehin hohe Kurse dürften bald tüchtig zulegen.Originaltext: Börsen-ZeitungDigitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/30377Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_30377.rss2Pressekontakt:Börsen-ZeitungRedaktionTelefon: 069–2732-0www.boersen-zeitung.de

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