BEAVERTON (dpa-AFX) – Gestiegene Kosten haben dem US-Sportartikelhersteller Nike im vierten Geschäftsquartal das Ergebnis verhagelt. Der Überschuss sei in dem Ende Mai abgeschlossenen Quartal um 7,6 Prozent auf 549 Millionen US-Dollar zurückgegangen, teilte Nike am Donnerstag in Beaverton mit. Das Aktienergebnis (EPS) des weltgrößten Sportartikelherstellers sank um 6 Prozent auf 1,17 Dollar, nach 1,24 Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Schnitt mit einem EPS von 1,37 Dollar gerechnet. Nike verwies dabei eine gesunkene Bruttomarge, gestiegene Vertriebsgemeinkosten (SG&A) sowie eine höhere Steuerquote und Belastungen durch Restrukturierungen. Der Umsatz im vierten Quartal stieg um 12 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar./ck
Archive for June 28th, 2012
Nike mit Ergebnisrückgang im vierten Quartal (28. Juni 2012, 22:55 Uhr)
ROUNDUP: EU-Gipfel bringt Wachstumspakt auf den Weg (28. Juni 2012, 22:57 Uhr)
BRÜSSEL (dpa-AFX) – Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben einen gemeinsamen Pakt für Stabilität und Wachstum auf den Weg gebracht. Das teilte die EU-Kommission am Donnerstagabend am Rande des EU-Gipfels in Brüssel mit. Insgesamt 120 Milliarden Euro sollen in die rasche Belebung der schwächelnden Wirtschaft fließen. Das entspricht ungefähr einem Prozent der europäischen Wirtschaftsleistung. EU-Gipfel-Chef Herman Van Rompuy äußerte sich nach dem Kompromiss zurückhaltend. Es seien weitere Debatten über die Finanzstabilität notwendig. Diplomaten ergänzten, es gebe noch keine abschließende Zustimmung, da beim Gipfeltreffen ‘alles mit allem zusammenhängt’. Rund 55 Milliarden Euro kommen aus EU-Töpfen. 60 Milliarden Euro soll die Europäische Investitionsbank (EIB) stemmen. 5 Milliarden Euro werden durch sogenannte ‘Projektbonds’ aufgebracht. Diese sollen der Privatwirtschaft durch staatliche Garantien Investitionen schmackhaft machen./hrz/DP/ck
ROUNDUP: Nike enttäuscht mit Ergebnisrückgang Markterwartungen (28. Juni 2012, 23:24 Uhr)
BEAVERTON (dpa-AFX) – Gestiegene Kosten haben dem weltgrößten US-Sportartikelhersteller Nike im vierten Geschäftsquartal das Ergebnis verhagelt. Nachdem der Konzern in den vergangenen 23 Quartalen 22 mal die Erwartungen der Analysten übertroffen hatte, folgte nun eine Enttäuschung. Der Überschuss sank in dem Ende Mai abgeschlossenen Quartal um 7,6 Prozent auf 549 Millionen US-Dollar, wie Nike am Donnerstag in Beaverton mitteilte. Das Aktienergebnis (EPS) fiel um 6 Prozent auf 1,17 Dollar und blieb damit um 0,20 Dollar hinter der durchschnittlichen Analystenprognose zurück. Nachbörslich brach die Aktie daraufhin um knapp 9 Prozent ein. Der Adidas-Konkurrent verwies dabei auf eine gesunkene Bruttomarge, gestiegene Vertriebskosten sowie eine höhere Steuerquote und Belastungen im Zusammenhang mit einer Neuorganisation der Nike-Marke in Westeuropa. Der Umsatz hingegen stieg um 12 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar und profitierte vor allem vom Wachstum in seinem Heimatmarkt Nordamerika. Im Gesamtgeschäftsjahr 2011/12 stieg das EPS um 8 Prozent auf 4,73 Dollar und der Konzernumsatz legte um 16 Prozent auf 24,1 Milliarde Dollar zu./ck
ESM könnte zugunsten Spaniens auf vorrangigen Gläubigerstatus verzichten (28. Juni 2012, 23:26 Uhr)
BERLIN (dpa-AFX) – Spanien kann laut einem Medienbericht auf Hilfe im Kampf gegen die steigenden Zinsen bei seinen Staatsanleihen hoffen: Um die Investoren zu beruhigen, könnte der Euro-Rettungsschirm ESM bei dem geplanten spanischen Rettungspaket auf seinen Status als bevorzugter Gläubiger verzichten. ‘Der ESM darf seinen Status als bevorzugter Gläubiger nicht generell aufgeben’, sagte Michael Meister (CDU), stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion, ‘Welt Online’ am Donnerstag. ‘Man kann aber darüber sprechen, ob man für den Einzelfall Spanien eine Ausnahme macht’, stellte Meister in Aussicht. Nachdem Spanien angekündigt hatte, Hilfen für die Banken zu beantragen, waren die Risikoaufschläge auf die Staatsanleihen weiter gestiegen. Einer der Gründe: Der ESM würde bei einer möglichen Pleite zuerst bedient. Das erhöht das Risiko für die privaten Investoren./hbr/ck
GESAMT-ROUNDUP: Wachstumspakt soll Europa aus der Krise bringen (28. Juni 2012, 23:33 Uhr)
BRÜSSEL (dpa-AFX) – Es ist ein klares Signal: In der Schuldenkrise setzen die Europäer auf Impulse für mehr Wachstum. Der EU-Gipfel brachte am Donnerstag in Brüssel einen gemeinsamen Pakt für Stabilität und Wachstum von rund 120 Milliarden Euro auf den Weg, teilte die EU-Kommission mit. Die Summe entspricht ungefähr einem Prozent der europäischen Wirtschaftsleistung und soll in die rasche Belebung der schwächelnden Wirtschaft fließen. Wegen der anhaltenden Meinungsverschiedenheiten über kurzfristige Unterstützung für Wackelkandidaten wie Italien und Spanien gab es keine abschließende Einigung. Dem Vernehmen nach traten diese beiden Länder auf die Bremse und legten einen Vorbehalt ein.VAN ROMPUY NACH KOMPROMISS ZURÜCKHALTEND EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy äußerte sich nach dem Kompromiss zurückhaltend. Es seien weitere Debatten über die Finanzstabilität notwendig. Diplomaten ergänzten, es gebe noch keine abschließende Zustimmung, da beim Gipfeltreffen ‘alles mit allem zusammenhängt’. Diplomaten rechneten mit weiteren Beratungen bis in den frühen Morgen hinein. Mit dem Wachstumsprogramm wird der bereits beschlossene Fiskalpakt über Haushaltsdisziplin und Schuldenabbau ergänzt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor dem Gipfel gesagt: ‘Es ist klar, dass wir auf der einen Seite solide Haushalte brauchen, als zweite Seite der Medaille aber auch mehr Arbeitsplätze schaffen wollen.’ Mit dem Paket sollen beispielsweise EU-Gelder schneller in die Länder geleitet werden. Rund 55 Milliarden Euro kommen aus EU-Töpfen. 60 Milliarden Euro soll die Europäische Investitionsbank (EIB) stemmen. 5 Milliarden Euro werden durch sogenannte ‘Projektbonds’ aufgebracht. Diese sollen der Privatwirtschaft durch staatliche Garantien Investitionen schmackhaft machen.ITALIEN UND SPANIEN IM FOKUS Parallel zu den Beratungen diskutierten Finanzexperten über Maßnahmen zur kurzfristigen Stabilisierung der Schuldenstaaten Italien und Spanien. Die beiden Euro-Wackelkandidaten kämpfen mit hohen Zinsen für ihre Anleihen und akuten Problemen bei der Geldbeschaffung an den Finanzmärkten. Sie fordern Eingriffe an den Märkten zugunsten beider Länder. Dabei geht es beispielsweise um einen Kauf von Staatsanleihen im großen Stil durch die Europäische Zentralbank (EZB), abgesichert durch die europäischen Rettungsfonds EFSF und ESM. Dies schlägt Italiens Premier Mario Monti vor. Doch beim EU-Gipfel zeichnete sich keine rasche Not-Unterstützung für die bedrängten Länder ab. Deutschland lehnt generell eine Vergemeinschaftung der Schulden ab. Die Kanzlerin geriet bei dem Spitzentreffen schwer unter Druck. Wegen der blockierten Lage wurde bereits über einen Sondergipfel der ‘Chefs’ Mitte Juli spekuliert. Ein abrupter Kurswechsel in der Schuldenkrise ist für die Kanzlerin nach den Worten von Diplomaten nicht möglich. Denn am Freitag wollen in Deutschland Bundestag und Bundesrat über die Gesetze für den neuen Rettungsfonds ESM und den Fiskalpakt abstimmen. Zudem hat das Bundesverfassungsgericht ein Mitspracherecht in solchen Fragen.DEBATTENPAPIER BEIM ABENDESSEN Bei dem um mehrere Stunden verschobenen Abendessen wollten die Staats- und Regierungschefs über ein von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy vorgelegtes Debattenpapier beraten. Darin geht es um eine langfristige Reform der Währungsunion inklusive Bankenunion und einer gemeinsamen Haushaltspolitik. Am Rande des Gipfels wurde bekannt, dass Jean-Claude Juncker (57) voraussichtlich am Freitag für ein neues Mandat an der Spitze der Eurogruppe nominiert wird. Die Ernennung des luxemburgischen Premier- und Schatzministers sei sehr wahrscheinlich, hieß es. Die Amtszeit an der Spitze der Euro-Finanzminister läuft Mitte Juli aus. Als Nachfolgefavorit galt lange Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der jedoch von der neuen sozialistischen Regierung in Frankreich nicht unterstützt wird. Bisher ist geplant, dass die Staats- und Regierungschefs der 17 Euroländer am Freitagmittag nach Abschluss des EU-Gipfels zu einem Treffen zusammenkommen./cb/mt/DP/ck
Aktien New York Schluss: Verluste – Skepsis nach Beginn des EU-Gipfels (28. Juni 2012, 22:22 Uhr)
NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Anleger haben am Donnerstag mit Ernüchterung auf den Start des EU-Krisengipfels in Brüssel reagiert. Nach zwei Gewinntagen in Folge schlossen die wichtigsten Indizes nun wieder im Minus. Kaum ein Anleger erwarte, dass es auf dem gerade begonnenen EU-Krisengipfel substanzielle Fortschritte zur Bekämpfung der europäischen Schuldenkrise geben werde, hieß es von Experten. Dazu habe es in der Vergangenheit zu viele ähnliche und letztlich fruchtlose Treffen gegeben. Die nur leicht gesunkenen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sorgten ebenfalls nicht für positive Impulse. Der Dow Jones Industrial sank um 0,20 Prozent auf 12.602,26 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500-Index ging es um 0,21 Prozent nach unten auf 1.329,04 Punkte. An der technologielastigen Nasdaq-Börse fiel der Composite Index um 0,90 Prozent auf 2.849,49 Punkte, der Auswahlindex Nasdaq 100 gab um 1,13 Prozent auf 2.536,65 Punkte nach. Im späten Handel allerdings hatten die Indizes ihre anfänglich noch höheren Verluste deutlich reduziert. Grund dafür waren Händlern zufolge vage Spekulationen, wonach sich die EU-Staats- und Regierungschefs schneller als gedacht auf Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise einigen könnten./la/ck
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Verluste – Skepsis nach Beginn des EU-Gipfels (28. Juni 2012, 22:33 Uhr)
NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Anleger haben am Donnerstag mit Ernüchterung auf den Start des EU-Krisengipfels in Brüssel reagiert. Nach zwei Gewinntagen in Folge schlossen die wichtigsten Indizes nun wieder im Minus. Kaum ein Anleger erwarte, dass es auf dem gerade begonnenen EU-Krisengipfel substanzielle Fortschritte zur Bekämpfung der europäischen Schuldenkrise geben werde, hieß es von Experten. Dazu habe es in der Vergangenheit zu viele ähnliche und letztlich fruchtlose Treffen gegeben. Die nur leicht gesunkenen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sorgten ebenfalls nicht für positive Impulse. Der Dow Jones Industrial sank um 0,20 Prozent auf 12.602,26 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500-Index ging es um 0,21 Prozent nach unten auf 1.329,04 Punkte. An der technologielastigen Nasdaq-Börse fiel der Composite Index um 0,90 Prozent auf 2.849,49 Punkte, der Auswahlindex Nasdaq 100 gab um 1,13 Prozent auf 2.536,65 Punkte nach. Im späten Handel allerdings hatten die Indizes ihre anfänglich noch höheren Verluste deutlich reduziert. Grund dafür waren Händlern zufolge vage Spekulationen, wonach sich die EU-Staats- und Regierungschefs schneller als gedacht auf Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise einigen könnten. Beim EU-Gipfel in Brüssel verlangten Spanien und Italien schnelle Eingriffe an den Märkten für Staatsanleihen. Madrid und Rom haben akute Probleme, sich frisches Geld zu besorgen. Mit diesen Forderungen setzten sie Deutschland massiv unter Druck. Kanzlerin Angela Merkel ist strikt gegen solche Schritte und gegen eine Vergemeinschaftung der Schulden in der Währungsunion. Allerdings scheint Merkel mit dieser Position in Europa isoliert. Finanzwerte gaben zum Teil deutlich nach. Sie folgten damit der Kursentwicklung ihrer europäischen Konkurrenten, die bereits vor dem EU-Gipfel stark unter Druck geraten waren. Bei JPMorgan belastete zudem ein Bericht der ‘New York Times’, dem zufolge dem Institut aus Derivate-Geschäften Verluste von bis zu neun Milliarden US-Dollar drohen. Entsprechend rutschten die Titel am Dow-Ende um 2,45 Prozent auf 35,88 US-Dollar ab. Die Anteilsscheine von Bank of America verloren 0,39 Prozent. Außerhalb der krisengeschüttelten Finanzwelt zog ein sensationeller Sieg für Präsident Barack Obama viel Aufmerksamkeit auf sich: Das oberste US-Gericht hatte seine Gesundheitsreform als verfassungskonform bestätigt. Völlig überraschend gaben die Richter grünes Licht für die Einführung einer Pflichtversicherung für die meisten Amerikaner. Krankenhaus-Aktien schnellten daraufhin in die Höhe, da nun die Zahl der Behandlungen wohl steigen dürfte. So kletterten die Aktien von Tenet Healthcare um 5,42 Prozent und die von HCA Holdings gar um 10,75 Prozent nach oben.. Das Medienimperium von Rupert Murdoch wird geteilt. Die News Corp soll innerhalb des kommenden Jahres in zwei separate, an der Börse gehandelte Gesellschaften aufgespalten werden. Der Verwaltungsrat beschloss, das profitablere Film- und Fernsehgeschäft vom zuletzt schrumpfenden Verlagsgeschäft zu trennen. Murdoch selbst soll Oberaufseher beider Firmen werden und den Unterhaltungsbereich auch als Vorstandsvorsitzender leiten. Für die seit den ersten diesbezüglichen Meldungen stark gestiegenen Aktien ging es nun um 1,43 Prozent nach unten. An der Börse in Toronto schnellten die Titel von Progress Energy um 73,59 Prozent auf 20,05 kanadische US-Dollar in die Höhe. Der malaysische Energiekonzern Petronas will den Gasförderer übernehmen. Die Unternehmen vereinbarten einen Preis von 5,5 Milliarden kanadischen Dollar (4,3 Milliarden Euro) inklusive Schulden. Das Angebot von 20,45 Dollar je Aktie entspricht einem Aufpreis von 77 Prozent zum Schlusskurs der Progress-Aktie am Mittwoch. Mit der Übernahme möchte zum einen Petronas seine Exportmöglichkeiten für verflüssigtes Gas ausbauen. Zum anderen plant der Konzern, seine Aktivitäten zur Förderung von Schiefergas zu erweitern./la/ck
EU-Gipfel beschließt Wachstumspakt (28. Juni 2012, 22:45 Uhr)
BRÜSSEL (dpa-AFX) – Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben einen gemeinsamen Pakt für Stabilität und Wachstum beschlossen. Das teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Insgesamt 120 Milliarden Euro sollen fließen./hrz/DP/ck

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