Archive for June 20th, 2012

Aktien New York Schluss: Kaum verändert – Fed skeptisch, aber bereit zu handeln (20. Juni 2012, 22:25 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Pessimistische Konjunkturaussagen der Notenbank (Fed) haben am Mittwoch die US-Standardwerte nur geringfügig belastet. ‘Einige Länder der Eurozone sind bereits in eine Rezession gerutscht. Dies belastet auch den Handel mit den USA’, sagte Fed-Chef Ben Bernanke. Zudem nahm er die Konjunkturprognosen merklich zurück, stellte jedoch klar, dass die Notenbank notfalls bereit sei zu handeln: ‘Wir denken auch über erneute Anleihenkäufe nach.’ Die Aussicht auf eine weitere quantitative Lockerung (QE3) der Geldpolitik hielt die Verluste an den Aktienmärkten deutlich in Grenzen. Der Leitindex Dow Jones Industrial hatte zunächst mit deutlichen Schwankungen auf die Aussagen der Notenbank reagiert. Zum Handelsschluss dann gab er um 0,10 Prozent auf 12.824,39 Punkte nach. Für den breiter gefassten S&P 500 ging es um 0,17 Prozent auf 1.355,69 Punkte nach unten. Mit Blick auf die technologielastigen Nasdaq-Indizes rückte der Composite Index um minimale 0,02 Prozent auf 2.930,45 Punkte vor, und der Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,10 Prozent auf 2.623,33 Punkte zu. Die Notenbank weitet im Kampf gegen die schwächelnde Konjunktur ihre ‘Operation Twist’ um 267 Milliarden US-Dollar aus. Ein eigentlich bis Ende Juni befristeter Anleihen-Tausch wird nun bis zum Ende des Jahres fortgesetzt, wie die Fed nach der Sitzung ihres Offenmarktausschusses mitteilte. Um die Wirtschaft zu unterstützen, werde sie Anleihen mit einer verbleibenden Laufzeit von sechs bis dreißig Jahren kaufen und Anleihen mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Jahren im gleichen Umfang verkaufen. Mit dem Programm will die Fed Abwärtsdruck auf die langfristigen Zinsen ausüben und so für günstigere Finanzmarktbedingungen sorgen./la/stw

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Kaum verändert – Fed notfalls bereit zu handeln (20. Juni 2012, 22:37 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Pessimistische Konjunkturaussagen der Notenbank (Fed) haben am Mittwoch die US-Standardwerte nur geringfügig belastet. ‘Einige Länder der Eurozone sind bereits in eine Rezession gerutscht. Dies belastet auch den Handel mit den USA’, sagte Fed-Chef Ben Bernanke. Zudem nahm er die Konjunkturprognosen merklich zurück, stellte jedoch klar, dass die Notenbank notfalls bereit sei zu handeln: ‘Wir denken auch über erneute Anleihenkäufe nach.’ Die Aussicht auf eine weitere quantitative Lockerung (QE3) der Geldpolitik hielt die Verluste an den Aktienmärkten deutlich in Grenzen. Der Leitindex Dow Jones Industrial hatte zunächst mit deutlichen Schwankungen auf die Aussagen der Notenbank reagiert. Zum Handelsschluss dann gab er um 0,10 Prozent auf 12.824,39 Punkte nach. Für den breiter gefassten S&P 500 ging es um 0,17 Prozent auf 1.355,69 Punkte nach unten. Mit Blick auf die technologielastigen Nasdaq-Indizes rückte der Composite Index um minimale 0,02 Prozent auf 2.930,45 Punkte vor, und der Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,10 Prozent auf 2.623,33 Punkte zu.ANLEIHENTAUSCHPROGRAMM WIRD AUSGEWEITET Die Notenbank weitet im Kampf gegen die schwächelnde Konjunktur ihre ‘Operation Twist’ um 267 Milliarden US-Dollar aus. Ein eigentlich bis Ende Juni befristeter Anleihen-Tausch wird nun bis zum Ende des Jahres fortgesetzt, wie die Fed nach der Sitzung ihres Offenmarktausschusses mitteilte. Um die Wirtschaft zu unterstützen, werde sie Anleihen mit einer verbleibenden Laufzeit von sechs bis dreißig Jahren kaufen und Anleihen mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Jahren im gleichen Umfang verkaufen. Mit dem Programm will die Fed Abwärtsdruck auf die langfristigen Zinsen ausüben und so für günstigere Finanzmarktbedingungen sorgen. Einige Anleger hätten mit noch stärkeren Schritten der Notenbank zur Stützung der Wirtschaft gerechnet, nannten Händler einen zusätzlichen Grund für die leicht negative Reaktion des Dow auf die Schritte der Notenbank. Als weitere Stimmungsbremse nannten die Börsianer Bernankes Aussage, wonach sich das Beschäftigungswachstum abgeschwächt habe. Den Leitzins indes beließ die Fed wie erwartet zwischen 0 und 0,25 Prozent.P&G SEHR SCHWACH Unter den Einzelwerten litten die im Dow Jones notierten Aktien von Procter & Gamble (P&G) unter einer gesenkten Prognose. Sie fielen am Indexende um 2,93 Prozent auf 60,39 US-Dollar. Vor allem in den etablierten Märkten habe sich die Nachfrage schwächer entwickelt als erwartet, begründete der Konsumgüterkonzern die Kappung seiner Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Quartal. Die Titel von Adobe Systems büßten nach der Vorlage von Geschäftszahlen 2,74 Prozent ein. Der Software-Konzern hielt sich wegen einer abgeschwächten Nachfrage in Europa mit dem Ausblick auf sein drittes Geschäftsquartal zurück. Unter den weiteren Technologiewerten ging es für die Papiere von Research In Motion (RIM) um 3,91 Prozent nach unten. Der Blackberry-Hersteller baut im Zuge seines Kosteneinsparprogramms Arbeitsplätze ab.BURGER KING ZURÜCK AN DER BÖRSE Die Aktien der Fast-Food-Kette Burger King schließlich kehrten nach fast zweijähriger Abstinenz an die Börse zurück. An der Wall Street waren sie im frühen Geschäft in der Spitze um fast zwölf Prozent bis auf 16,21 US-Dollar gestiegen, nachdem sie bei 14,50 Dollar in den Handel gestartet waren. Zum Handelsschluss lagen sie aber wieder deutlich unterhalb davon bei 15,01 Dollar – einem Plus von immer noch 3,52 Prozent. Vor zwei Jahren waren die Titel des McDonald’s-Erzrivalen von der Börse genommen worden, nachdem die Fast-Food-Kette für vier Milliarden US-Dollar vom Finanzinvestor 3G Capital geschluckt worden war./la/stw

Bernanke signalisiert angesichts der Eurokrise mögliche neue Lockerung (20. Juni 2012, 21:51 Uhr)

WASHINGTON (dpa-AFX) – US-Notenbankchef Ben Bernanke ist angesichts der durch die Eurokrise ausgelöste Eintrübung der US-Konjunkturaussichten in Europa zu einer erneuten quantitativen Lockerung (QE3) bereit. ‘Wir sind – falls notwendig – bereit zu handeln und denken auch über erneute Anleihenkäufe nach’, sagte Bernanke am Mittwoch nach der Sitzung des Offenmarktausschusses in Washington. ‘Wir haben noch weitere Munition.’ Die am Mittwoch beschlossene Verlängerung des Anleihentauschprogramms ‘Operation Twist’ sei bereits ein ‘substanzieller Schritt’ gewesen. Vor allem die zuletzt sich verschlechterte Lage in Europa belaste die Konjunkturaussichten in den USA, sagte Bernanke. Auch mögliche neue geldpolitische Maßnahmen der US-Notenbank seien von der Entwicklung in Europa abhängig. Die Fed hatte am Mittwoch auch die Konjunkturprognosen zurückgenommen. ‘Einige Länder der Eurozone sind bereits in eine Rezession gerutscht. Dies belastet auch den Handel mit den USA’, sagte Bernanke. Er sei aber hoffnungsvoll, dass Europa die richten Schritte zur Stabilisierung von Staaten und Banken ergreifen werde. Er habe intensiven Kontakt zu den Verantwortlichen in Europa. Auf eine erneute Verschlechterung der Lage in Europa sei man aber vorbereitet, sagte Bernanke. Die US-Notenbank habe noch genügend Raum, um die Wirtschaft weiter zu stützen. Man sei auch bei einem Leitzins von nahe Null nicht ohne Instrumente und könne durchaus die Zinsen an den Märkten weiter drücken. Neben der schwierigen Lage in Europa belaste aber auch die schwächer wachsende Weltwirtschaft die US-Konjunktur. /jsl/stw

Kreise: Invensys erwägt Verkauf an Emerson Electric (20. Juni 2012, 22:02 Uhr)

LONDON (dpa-AFX) – Der Signal- und Automatisierungstechnik-Konzern Invensys prüft Insidern zufolge einen Verkauf an den Mischkonzern Emerson Electric . Eine Übernahme von Invensys durch die US-Amerikaner sei eine von mehreren Optionen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Invensys habe mit möglichen anderen Kaufinteressenten gesprochen, darunter Siemens und der US-Konzern General Electric (GE) . Invensys wird an der Börse derzeit mit 1,7 Milliarden britischen Pfund (2,1 Mrd Euro) bewertet. Emerson hat den Quellen zufolge vor allem Interesse an der Sparte Foxboro, die Mess- und Steuerungsgeräte herstellt. Allerdings sei das Unternehmen auch bereit, Invensys samt seiner Bahntechnik-Sparte zu übernehmen, um an den begehrten Geschäftsbereich zu kommen. Siemens wird hingegen vor allem Interesse an der Bahntechnik nachgesagt. Sprecher der Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab./stw

US-Anleihen: Uneinheitlich – Notenbank weitet Anleihentauschprogramm aus (20. Juni 2012, 21:31 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Anleihen haben am Mittwoch uneinheitlich auf die Ankündigung neuer Schritte der Notenbank (Fed) zur Stützung der Konjunktur reagiert. Während kurz laufende Papiere sanken, legten Langläufer zu. Die Fed weitet im Kampf gegen die schwächelnde Konjunktur ihre ‘Operation Twist’ um 267 Milliarden US-Dollar aus. Ein eigentlich bis Ende Juni befristeter Anleihen-Tausch wird nun bis Ende des Jahres fortgesetzt, wie die Notenbank nach der Sitzung ihres Offenmarktausschusses mitteilte. Um die Wirtschaft zu unterstützen, werde man Anleihen mit einer verbleibenden Laufzeit von sechs bis dreißig Jahren kaufen und Anleihen mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Jahren im gleichen Umfang verkaufen. Mit dem Programm will die Fed Abwärtsdruck auf die langfristigen Zinsen ausüben und so für günstigere Finanzmarktbedingungen sorgen. Die Anleger am Anleihenmarkt reagierten bereits analog zu der Ankündigung der Notenbank, indem sie Kursläufer mieden und lang laufende Wertpapiere nachfragten. So fielen zweijährige Anleihen um 1/32 Punkte auf 99 28/32 Punkte. Die Rendite lag bei 0,31 Prozent. Fünfjährige Anleihen sanken um 6/32 Punkte auf 99 13/32 Punkten. Ihre Rendite betrug 0,74 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen gaben um 4/32 Punkte auf 101 1/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 1,64 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren aber stiegen um 28/32 Punkte auf 105 28/32 Zähler. Ihre Rendite betrug 2,71 Prozent./la/stw

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 20.06.2012 (20. Juni 2012, 21:35 Uhr)

FRANKFURT (dpa-AFX) – Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 20.06.2012BASF SE PARIS – Exane BNPParibas hat das Kursziel für BASF von 72,00 auf 68,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Outperform’ belassen. Bei europäischen Chemieunternehmen zeige sich inzwischen eine deutlich schrumpfende Geschäftsaktivität und eine schwächere Margenentwicklung, schrieb Analyst James Knight in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Dies lasse auf eine schwache Dynamik im drittel Quartal schließen und dürfte zu sinkenden Konsensschätzungen führen. Zu einer Stimmungsaufhellung bei Chemieaktien könnte die Lösung der europäischen Schuldenkrise führen. Einige Aktien aus dem Sektor seien derzeit günstig bewertet.BECHTLE AG FRANKFURT – Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Bechtle von 39,00 auf 37,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Buy’ belassen. Wegen der schwächeren Wirtschaftslage habe er seine Gewinnschätzungen für den IT-Dienstleister gesenkt, schrieb Analyst Uwe Schupp in einer Studie vom Mittwoch. Insgesamt bleibe Bechtle aber auf dem richtigen Weg, insbesondere dank seiner starken Präsenz im Mittelstand.CLARIANT PARIS – Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Clariant von 14,30 auf 13,30 Franken gesenkt und die Einstufung auf ‘Neutral’ belassen. Bei europäischen Chemieunternehmen zeige sich inzwischen eine deutlich schrumpfende Geschäftsaktivität und eine schwächere Margenentwicklung, schrieb Analyst James Knight in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Dies lasse auf eine schwache Dynamik im dritten Quartal schließen und dürfte zu sinkenden Konsensschätzungen führen. Zu einer Stimmungsaufhellung bei Chemieaktien könnte die Lösung der europäischen Schuldenkrise führen. Einige Aktien aus dem Sektor seien derzeit günstig bewertet.DANONE ZÜRICH – Die UBS hat die Aktie von Danone von ‘Buy’ auf ‘Neutral’ gesenkt und das Kursziel von 59,00 auf 52,00 Euro reduziert. Er senke wegen des schwachen Geschäfts des Lebensmittelkonzerns in Spanien seine Prognose des bereinigten Gewinns je Aktie im Jahr 2013 um 6 Prozent, schrieb Analyst Alan Erskine in einer Studie vom Mittwoch. Es sei auch nicht sicher, wie belastbar die neuen Ziele des Konzerns seien, zumal sich vielleicht auch der wichtige französische Markt schwächer als angenommen entwickeln werde.E.ON AG LONDON – Das japanische Analysehaus Nomura hat Eon von ‘Neutral’ auf ‘Buy’ hochgestuft und das Kursziel auf 20,00 Euro belassen. Angesichts stagnierender Strompreise sei er pessimistisch für die reinen Stromerzeuger, schrieb Analyst Martin Young in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Integrierte Versorger wie Eon und RWE dürften sich indes deutlich besser halten. Die Ziele von Eon seien glaubhaft und das hohe Kurspotenzial rechtfertige eine Kaufempfehlung.HOCHTIEF AG FRANKFURT – Equinet hat die Aktien von Hochtief nach einem Auftrag aus den USA auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 67,00 Euro belassen. Der Zuschlag zum Bau und Betrieb einer Autobahn in Kalifornien sei eine positive Nachricht für den Baukonzern, schrieb Analyst Ingbert Faust in einer Studie vom Mittwoch. Es müsse sich in den kommenden Jahren aber erst noch herausstellen, wie profitabel das Projekt wirklich sei.K+S PARIS – Exane BNP Paribas hat die Einstufung für K+S auf ‘Underperform’ mit einem Kursziel von 32,00 Euro belassen. Der Düngemittelmarkt stehe weiterhin vor großen Herausforderungen, schrieb Analyst James Knight in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Bei europäischen Chemieunternehmen zeige sich inzwischen eine deutlich schrumpfende Geschäftsaktivität und eine schwächere Margenentwicklung. Dies lasse auf eine schwache Dynamik im dritten Quartal schließen.LANXESS AG PARIS – Exane BNP Paribashat das Kursziel für Lanxess von 72,00 auf 70,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Outperform’ belassen. Bei europäischen Chemieunternehmen zeige sich inzwischen eine deutlich schrumpfende Geschäftsaktivität und eine schwächere Margenentwicklung, schrieb Analyst James Knight in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Dies lasse auf eine schwache Dynamik im dritten Quartal schließen und dürfte zu sinkenden Konsensschätzungen führen. Zu einer Stimmungsaufhellung bei Chemieaktien könnte die Lösung der europäischen Schuldenkrise führen. Einige Aktien aus dem Sektor seien derzeit günstig bewertet.MICROSOFT CORP FRANKFURT – Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Microsoft nach Vorstellung eines eigenen Tablet-PCs auf ‘Halten’ mit einem Kursziel von 34,00 US-Dollar belassen. Mit der Kopie des Erfolgsrezeptes von Apple vollziehe der Softwarehersteller einen riskanten Strategieschwenk, schrieb Analyst Markus Friebel in einer Studie vom Mittwoch. Die Zukunft hänge aber weiter am Erfolg von Windows 8 ab und davon, wie sich die Zusatzdienste (Apps) entwickeln werden. Der Experte bleibt skeptisch.ORACLE CORP FRANKFURT – Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Oracle nach Zahlen von 28,00 auf 29,00 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf ‘Hold’ belassen (Kurs: 28,02 Dollar). Das vierte Geschäftsquartal des Soft- und Hardwareherstellers habe die Erwartungen insgesamt erfüllt, schrieb Analyst Tom Ernst in einer Studie vom Mittwoch. Ein abgeflachter Rückgang in der Hardware-Sparte und leicht anziehende Umsätze mit Anwendungen seien durch eine Verlangsamung im Infrastruktursektor aufgezehrt worden.PORSCHE SE DÜSSELDORF – Die WestLB hat die Einstufung für die Aktien der Porsche SE nach jüngsten Medienberichten und Kommentaren des VW-Finanzchefs auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 71,00 Euro belassen. Es werde wahrscheinlicher, dass Volkswagen (VW) den Kauf des 50,1-Prozent-Anteils an der Sportwagentochter Porsche AG im Frühjahr 2013 vollziehen und statt der Steuerfreiheit im August 2014 eine Steuerzahlung in Höhe von maximal 500 Millionen Euro in Kauf nehmen werde, schrieb Analyst Adam Hull in einer Studie vom Mittwoch. Für die Porsche SE sei dies positiv, weil der Verkauf die Bargeldposition deutlich aufbessern werde. Ein weiterer Kurstreiber wäre ein Kursanstieg bei den Stammaktien von VW.RYANAIR HLDGS LONDON – Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Ryanair nach dem neuerlichen Vorstoß zur Übernahme von Aer Lingus auf ‘Underweight’ belassen. Eine kurzfristige Entscheidung der Regulierungsbehörden sei unwahrscheinlich, schrieb Analyst David Pitura in einer Studie vom Mittwoch. Aer Lingus sei nicht teuer und hätte keinen größeren Einfluss auf die Nettoverschuldung.SMA SOLAR TECHNOLOGY AG ZÜRICH – Die UBS hat das Kursziel für die Aktie von SMA Solar Technology von 28,00 auf 25,00 Euro reduziert und die Einstufung auf ‘Sell’ belassen. Trotz besserer Absatzmengen unter anderem in Deutschland dürften die Preise auf dem Solarmarkt niedrig bleiben, schrieb Analyst Jean-Francois Meymandi in einer Studie vom Mittwoch. Dazu trüge auch bei, dass chinesische Anbieter die technologischen Marktführer zunehmend auch außerhalb Chinas mit niedrigen Preisen angriffen. Die Firma müsse auch angesichts fallender Subventionen in Deutschland in kostspieliges Wachstum auf dem Weltmarkt investieren.SOLARWORLD AG ZÜRICH – Die UBS hat das Kursziel für die Aktie von Solarworld von 1,50 auf 1,00 Euro um ein Drittel reduziert und die Einstufung auf ‘Sell’ belassen. Trotz besserer Absatzmengen unter anderem in Deutschland dürften die Preise für Solarpanele niedrig bleiben, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie vom Mittwoch. Er gehe nicht davon aus, dass der Hersteller von Solarstromanlagen während seiner Vorhersageperiode in die Reingewinnzone zurückkehre. Die Bilanz der Firma bleibe eine der Hauptsorgen, da die Verschuldungskennziffern in unhaltbare Höhen steigen könnten.TUI TRAVEL PLC LONDON – Das japanische Analysehaus Nomura hat Tui Travel mit ‘Neutral’ und einem Kursziel von 168 Pence wieder in die Bewertung aufgenommen. Die Aussichten für die europäischen Reiseanbieter blieben schwierig, schrieb Analyst Richard Stuber in einer Studie vom Mittwoch. Eine Übernahmeofferte von Tui sei zudem weder zwingend, noch biete sie eine ausreichende Kursabsicherung bei einer weiteren Abschwächung des Geschäfts.VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN DÜSSELDORF – Die WestLB hat die Einstufung für die Vorzugsaktien von Volkswagen nach jüngsten Medienberichten und Kommentaren des Finanzchefs auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 185,00 Euro belassen. Es werde wahrscheinlicher, dass der Wolfsburger Autobauer den Kauf des 50,1-Prozent-Anteils am Sportwagenhersteller Porsche AG im Frühjahr 2013 vollziehen und statt der Steuerfreiheit im August 2014 eine Steuerzahlung in Höhe von maximal 500 Millionen Euro in Kauf nehmen werde, schrieb Analyst Adam Hull in einer Studie vom Mittwoch./stw

ROUNDUP Nach neuer ‘Operation Twist’ signalisiert die Fed weitere Lockerung (20. Juni 2012, 22:12 Uhr)

WASHINGTON (dpa-AFX) – Die US-Notenbank hat zur Stützung der schwächelnden Konjunktur ihre ‘Operation Twist’ ausgeweitet und weitere Maßnahmen signalisiert. Ein eigentlich bis Ende Juni befristeter Anleihen-Tausch werde bis zum Ende des Jahres fortgesetzt, teilte die Federal Reserve nach der Sitzung ihres Offenmarktausschusses (FOMC) am Mittwoch in Washington mit. Um die Wirtschaft zu unterstützen; werde man Anleihen mit einer verbleibenden Laufzeit von sechs bis dreißig Jahren kaufen und Anleihen mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Jahren im gleichen Umfang verkaufen. Die Maßnahme hat ein Volumen von 267 Milliarden US-Dollar. Das zum Monatsende auslaufende Programm hatte ein Volumen von 400 Milliarden Dollar. US-Notenbankchef Ben Bernanke machte auf eine Pressekonferenz zudem klar, dass die Fed angesichts der eingetrübten US-Konjunkturaussichten in Europa zu einer erneuten quantitativen Lockerung (QE3) bereit sei. ‘Wir sind – falls notwendig – bereit zu handeln und denken auch über erneute Anleihenkäufe nach’, sagte Bernanke nach der Sitzung des Offenmarktausschusses in Washington. ‘Wir haben noch weitere Munition.’ Vor allem die zuletzt sich verschlechterte Lage in Europa belaste die Konjunkturaussichten in den USA. Die nun beschlossene Verlängerung des Anleihentauschprogramms ‘Operation Twist’ sei bereits ein ‘substanzieller Schritt’ gewesen, sagte Bernanke. LANGFRISTIGE ZINSEN SOLLEN GEDRÜCKT WERDEN Die Fed will mit dem Tauschprogramm Abwärtsdruck auf die langfristigen Zinsen ausüben und so für günstigere Finanzmarktbedingungen sorgen. Geld aus auslaufenden Anleihen werde sie wie bisher reinvestieren. Anders als bei der zweimaligen ‘Quantitativen Lockerung’ (Quantitative Easing), die von 2008 bis Juli vergangenen Jahres lief, pumpt die Fed bei der ‘Operation Twist’ kein neues Geld ins System. Mit Jeffrey M. Lacker lehnte ein Mitglied des FOMC die Ausweitung des Anleihentauschprogramms ab. Mögliche neue geldpolitische Maßnahmen der US-Notenbank sind laut Bernanke von der Entwicklung in Europa abhängig. Die Fed hatte am Mittwoch auch die Konjunkturprognosen zurückgenommen. ‘Einige Länder der Eurozone sind bereits in eine Rezession gerutscht. Dies belastet auch den Handel mit den USA’, sagte Bernanke. Er sei aber hoffnungsvoll, dass Europa die richten Schritte zur Stabilisierung von Staaten und Banken ergreifen werde. Er habe intensiven Kontakt zu den Verantwortlichen in Europa.SIND AUF VERSCHLECHTERUNG IN EUROPA VORBEREITET Auf eine erneute Verschlechterung der Lage in Europa sei man aber vorbereitet, sagte Bernanke. Die US-Notenbank habe noch genügend Raum, um die Wirtschaft weiter zu stützen. Man sei auch bei einem Leitzins nahe Null nicht ohne Instrumente und könne die Zinsen an den Märkten durchaus weiter drücken. Neben der schwierigen Lage in Europa belaste aber auch die schwächer wachsende Weltwirtschaft die US-Konjunktur. Zur wirtschaftlichen Entwicklung äußerte sich die US-Notenbank skeptischer als noch im April. Zudem senkte sie ihre Wachstumsprognosen im Vergleich zum April merklich. Das Beschäftigungswachstum habe sich in den vergangenen Monaten abgeschwächt, und die Arbeitslosigkeit bleibe auf einen hohen Niveau. Im April hatte sie noch von verbesserten Bedingungen am Arbeitsmarkt gesprochen. Die Wirtschaft wachse derzeit ‘moderat’. Das verhaltene Wachstum dürfte sich in den kommenden Monaten fortsetzen, um sich dann etwas zu beschleunigen. Die Spannungen an den Finanzmärkten seien ein ‘bedeutendes Abwärtsrisiko’ für den wirtschaftlichen Ausblick. Die Inflation sei zuletzt vor allem wegen gesunkenen Öl und Benzinpreisen zurückgegangen. Die langfristigen Inflationsaussichten seien jedoch stabil.LEITZINS AUF ‘AUSSERGEWÖHNLICH NIEDRIGEM NIVEAU’ Zudem bestätigte die US-Notenbank ihr Versprechen, ihren Leitzins bis Ende 2014 auf dem derzeit ‘außergewöhnlich niedrigen Niveau’ zu belassen. Der Zielsatz für Tagesgeld (Fed Funds Rate) verharrt daher in einer Spanne von null bis 0,25 Prozent. Volkswirte hatten einhellig mit dieser Entscheidung gerechnet. Damit liegt der Leitzins bereits seit dreieinhalb Jahren auf diesem Rekordtief. Die Aktienmärkte reagierten zuerst mit Verlusten auf die Meldungen, erholten sich dann jedoch rasch wieder. Die Entscheidungen der Fed hatten somit keine nachhaltigen Auswirkungen auf die Aktienmärkte. Der Eurokurs fiel zwischenzeitlich deutlich unter die Marke von 1,27 US-Dollar. Zuletzt erholte er sich aber wieder. /jsl/stw

GESAMT-ROUNDUP: Endspurt bei Fiskalpakt – Merkel will Madrid bei Banken helfen (20. Juni 2012, 21:09 Uhr)

BERLIN (dpa-AFX) – Die Verhandlungen für die Ratifizierung des Fiskalpakts und des ständigen Euro-Rettungsschirms ESM gehen in die entscheidende Phase. Am Donnerstag kommen die Partei- und Fraktionschefs von Regierung und Opposition mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer neuen Gesprächsrunde zusammen. Zugleich blickt die deutsche Politik gespannt auf die Entwicklung in Griechenland, wo der Konservative Antonis Samaras als neuer Regierungschef vereidigt wurde. Mit Erleichterung nahm Merkel die Ankündigung Spaniens auf, seine Banken rekapitalisieren zu wollen und sicherte Unterstützung zu. Merkel traf am Mittwochabend mit dem amtierenden niederländischen Regierungschef Mark Rutte zusammen, um den EU-Gipfel Ende kommender Woche vorzubereiten. Merkel will mit der Ratifizierung von Fiskalpakt und ESM nach Brüssel reisen. Dort soll es auch um mehr Wachstumsimpulse für Europas Krisenstaaten gehen. Eine Rekapitalisierung spanischer Banken werde für mehr Sicherheit auf den Finanzmärkten sorgen, sagte Merkel. Sie und Rutte zeigten sich einig, dass die Bankenaufsicht in Europa verbessert werden müsse. Dabei sollte die Europäische Zentralbank (EZB) eine wichtigere Rolle übernehmen, machte Merkel deutlich. Sie wies zudem auf die theoretische Möglichkeit hin, dass der bisherige Euro-Rettungsschirm EFSF und der ESM spanische Anleihen ankaufen könnten. Allerdings gebe es keine konkreten Planungen hierzu. Der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter sagte am Mittwoch, es sei wichtig, dass mit der Ratifizierung von ESM und Fiskalpakt vor dem 1. Juli ein ‘starkes Signal’ an die europäischen Partner gesendet werde. Die Verhandlungen seien bisher konstruktiv verlaufen, sagte Streiter. Es gebe intensive Kontakte und ‘keinen Mangel an Informationen’, meinte er in Anspielung auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das am Vortag die Informationsrechte des Parlaments in Euro-Fragen gestärkt hatte. Die schwarz-gelbe Koalition benötigt bei der Umsetzung des Fiskalpakts in Bundestag und Bundesrat die Stimmen der Opposition. In beiden Kammern ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Bundestag und Bundesrat wollen am Freitag nächster Woche abstimmen. Doch auch in den Bundesländern und den Kommunen bestehen weiter erhebliche Bedenken gegen die bisher erkennbaren Pläne zum Fiskalpakt. Sie befürchten eine Verschärfung der Schuldenbremse zu ihren Ungunsten und verlangen Kompensationen. Der Vizepräsident des Deutschen Städtetags, Regensburgs Oberbürgermeister Hans Schaidinger (CSU), sagte in Kassel, die Kommunen müssten ‘Sitz und Stimme’ im Stabilitätsrat bekommen. Das Bund/Länder-Gremium überwacht die Haushalte des Bundes und der Länder und könnte bei der Fiskalpakt-Umsetzung eine besondere Rolle spielen. In der vergangenen Woche waren sich Bund und Länder in den Verhandlungen um die Lastenteilung näher gekommen. Nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident François Hollande sowie den Regierungschefs Italiens und Spaniens am Freitag in Rom werden am Samstag voraussichtlich weitere Gespräche mit der Opposition und am Sonntag mit mehreren Bundesländern folgen. Die Bundesregierung will erst nach einem neuen Troika-Bericht über den weiteren Umgang mit Griechenland entscheiden. ‘Diese politische Frage kann erst beantwortet werden, wenn man überhaupt über die Fakten informiert ist’, sagte Streiter. Der niederländische Regierungschef Rutte bekräftigte am Rande des Gesprächs mit Merkel die Erwartung, dass Athen die Absprachen einhalte. Auch Merkel (CDU) hatte eine Lockerung der Vorgaben wiederholt abgelehnt. Erwartet werden aber Zugeständnisse beim Zeitplan. Eine Sprecherin von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte am Mittwoch, es würden ‘wo nötig’ Anpassungen vorgenommen. ‘Das war ja auch bisher der Fall.’ Das große Ziel und die Umsetzung dürften dabei aber nicht in Frage gestellt werden. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle erklärte im Deutschlandfunk, beim Zeitplan für die griechischen Sparvorgaben könne über Veränderungen verhandelt werden. Dabei werde jedoch nur über Monate geredet, nicht über Jahre, wie von den Griechen erhofft. Unions-Fraktionschef Volker Kauder lehnte bei ‘Spiegel Online’ eine Streckung des Zeitplans für das angeschlagene Land ausdrücklich ab./rm/tl/DP/stw

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