SAN FRANCISCO (dpa-AFX) – Apple schickt einen dünneren und leistungsstarken Notebook-Computer ins Rennen gegen Rivalen aus dem Windows-Lager. Das neue Top-Modell des Macbook Pro bekommt zudem eine stark verbesserte Bildschirm-Auflösung. Für die iPhones und iPads kommt das nächste Betriebssystem iOS 6. Unter den rund 200 Neuerungen sind eine bessere Version des sprechenden ‘persönlichen Assistenten’ Siri und eine vertiefte Facebook -Integration. Die Google -Karten werden durch einen eigenen Dienst von Apple ersetzt. Auf einen Apple-Fernseher, über den seit Monaten spekuliert wird, wartete man am Montag aber vergeblich. Ein Fernsehgerät oder zumindest eine App-Plattform für die aktuelle Settop-Box Apple TV zählten zu den heißesten Tipps vor der Präsentation in San Francisco. Apple-Aktien gingen mit minus 1,51 Prozent auf 571,54 Dollar aus dem Handel. Das Display des neuen Macbook Pro hat 5,1 Millionen Pixel und eine Auflösung von 2.880 mal 1.800 Bildpunkten, wie Marketingchef Phil Schiller bei der Entwicklerkonferenz WWDC sagte. Apple spricht wie beim iPhone von einem ‘Retina’-Display, bei dem das menschliche Auge keine Pixel erkenne. Auf dem 15-Zoll-Display (38 cm) sind viel mehr Bildpunkte als bei einem HD-Fernseher mit 1.920 mal 1.080 Pixeln. Das neue Macbook Pro ist etwa ein Viertel dünner als das Vorgängermodell. ‘Es ist der beste Computer, den wir je gebaut haben’, sagte Chefdesigner Jony Ive in einem eingespielten Video. Ein ausgeklügeltes Element sind etwa asymmetrische Flügel an den internen Ventilatoren, damit sich deren Geräusch auf ein breites Frequenzspektrum verteilt und damit kaum hörbar wird. Soviel Liebe zum Detail hat aber auch ihren Preis: Die günstigste Konfiguration kostet in Deutschland 2279 Euro. Die kompaktere Laptop-Reihe Macbook Air bekommt unter anderem einen neuen Prozessor von Intel , bessere Grafik und schnellere Anschlüsse des Formats USB 3. In iOS 6 setzt Apple noch stärker als bisher auf Siri und bügelt mehrere oft kritisierte Mankos aus. So kann man jetzt per Stimmbefehl Apps starten. Auch Facebook hört aufs Wort. Die Integration im Auto wird verbessert mit Modellen unter anderem von BMW , Mercedes und Audi . Sprachen wie Spanisch und Chinesisch-Varianten erweitern den Nutzer-Kreis. Und Siri kommt nun auch auf das iPad-Tablet. Den Videotelefonie-Dienst Facetime wird man erstmals auch im Mobilfunk-Netz nutzen können – bisher war die Funktion auf WLAN-Netze beschränkt. Und Apple übt schon mal für seine Version eines digitalen Portemonnaies im Handy: Die App Passbook bündelt an einem Ort Boarding-Karten, Kino-Tickets oder Treue-Karten. Der Clou ist dabei die Integration: Wenn etwa die Kinovorstellung ansteht, kommt eine Termin-Erinnerung. Ein Wisch, und das Ticket mit QR-Code erscheint. Die Bord-Karte kann zeigen, wenn sich das Abflug-Gate ändert. Auch die neuen Apple-Karten sollen besser mit anderen Diensten verknüpft sein: Stau-Anzeige, Navigations-Anweisungen, Integration mit Siri. Google stellte die Karten für die mobilen Apple-Geräte seit dem Start des iPhone 2007. Die Partner wurden aber zu erbitterten Rivalen, seit Google auf das mobile Betriebssystem Android setzt. Wie erwartet wurden Details zum nächsten Mac-Betriebssystem OS X ‘Moutain Lion’ vorgestellt. Mit der neuen Software sollen mehr populäre Elemente von iOS den Weg auf die Macs finden, etwa beim Umgang mit Erinnerungen, Notizen, Mitteilungen. Außerdem wird Apples Online-Speicherdienst iCloud stärker eingebunden, die Macs bekommen eine eingebaute Diktier-Funktion. Die neue Funktion ‘Power Nap’ hält die Macs auch im Standby-Zustand auf dem Laufenden. ‘Mountain Lion’ (‘Berglöwe’) kommt im kommenden Monat auf den Markt. Apple erneuert die Mac-Software kurz vor dem für Herbst erwarteten Start des Microsoft -Systems Windows 8. Obwohl der Marktanteil des Mac seit Jahren steigt, dominiert Windows weiter klar das PC-Geschäft. Konzernchef Tim Cook startete mit Zahlen, die die Stärke von Apple demonstrieren sollen. Der Konzern hat in seinen App Stores inzwischen 400 Millionen Kunden in bald 155 Ländern. Das Angebot an Apps stieg auf 650.000. Davon sind 225.000 speziell für das iPad optimiert – mit sehr großem Abstand mehr als für andere Tablets. Apple zahlte bisher fünf Milliarden Dollar an Software-Entwickler aus, insgesamt wurden 30 Milliarden Apps heruntergeladen. Der Apple-Nachrichtenservice iMessage – Konkurrenz für die SMS und andere Messaging-Dienste – hat 140 Millionen Nutzer, die jeden Tag eine Milliarde Kurzmitteilungen verschicken. Jedes zweite Twitter-Foto komme von iOS-5-Geräten. Eingeleitet wurde die Präsentation von Siri. Das Programm unterhielt die Anwesenden mit Scherzen auf Kosten der Konkurrenz. Etwa: ‘Ich bin gespannt auf das nächste Samsung -Gerät. Einen Kühlschrank.’ Cook wurde mit tosendem Beifall begrüßt, die Präsentation dauerte mit fast zwei Stunden länger als üblich./so/chd/DP/stw
Archive for June 11th, 2012
KORREKTUR/ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Schwach – Sorgen um die Eurozone (11. Juni 2012, 22:50 Uhr)
(Die Überschrift wurde berichtigt. Zuvor stand hier noch eine inzwischen überholte Fassung.) NEW YORK (dpa-AFX) – Anhaltende Sorgen um die Eurozone haben die US-Aktienmärkte am Montag unter Druck gesetzt. Die anfängliche Hoffnung durch die Milliarden-Hilfen für spanische Banken wich Börsianern zufolge schnell der Sorge, dass die Maßnahmen keine langfristige Lösung der Schuldenkrise in Europa bieten. Der Dow Jones Industrial verlor 1,14 Prozent auf 12.411,23 Punkte. Für den S&P 500-Index ging es um 1,26 Prozent auf 1.308,93 Punkte nach unten. Am Freitag hatte der marktbreite Aktienindex mit plus 3,73 Prozent noch den größten Wochengewinn in diesem Jahr verzeichnet. An der technologielastigen Nasdaq-Börse sackte der Composite Index um 1,70 Prozent auf 2.809,73 Punkte ab. Der Auswahlindex Nasdaq 100 fiel um 1,64 Prozent auf 2.517,18 Punkte. ‘Die Unsicherheit bleibt’, sagte ein Aktienhändler in New York mit dem Blick auf die Ereignisse in der Eurozone. Die Marktteilnehmer blickten nach Spanien und fragten sich, ob die aktuellen Hilfsmaßnahmen ausreichten oder ob sie eher den Anfang einer ganzen Serie von Rettungspaketen darstellten. Auch stiegen die Sorgen um ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone nach den Wahlen am kommenden Wochenende. Außerdem könnte sich die Schuldenkrise beispielsweise nach Italien ausbreiten. Entsprechend sei die Risikobereitschaft der Investoren wieder spürbar gesunken, was unter anderem die Aufwertung des US-Dollar zeige.FINANZTITEL RUTSCHEN NACH STARTGEWINNEN AB Die Finanztitel spiegeln die anhaltende Unsicherheit an den Börsen als Seismograph für die Bewertung der Finanzkrise in Europa besonders gut wieder. Sie zählten zunächst zu den größten Gewinnern an der Wall Street, rutschten dann aber ins Minus. Der Branchenindex S&P Financials stellte zum Handesende mit minus 1,92 Prozent den schwächsten Sektor. Aktien der Bank of America hielten mit einem Abschlag von 3,70 Prozent auf 7,28 US-Dollar am Ende des Dow-Jones-Index die Rote Laterne. JPMorgan büßten 2,55 Prozent ein. Auch in Europa verloren die Finanztitel: Der Sektorindex Stoxx Europe 600 Banks , der in der Spitze 3,72 Prozent zugelegt hatte, endete mit einem Minus von 0,70 Prozent. Auch Stahlwerte standen unter Druck, nachdem sich Goldman Sachs wegen der trüben Aussichten zurückhaltend zu dem Sektor äußerte. Die Aktien von AK Steel brachen als schwächster Wert im S&P-500-Index um 13,97 Prozent auf 4,99 Prozent ein, nachdem Goldman Sachs das Papier auf ‘Sell’ gestuft hat. Gegen den negativen Trend stemmten sich indes die Aktien des Lkw-Bauers Navistar mit plus 1,34 Prozent auf 28,74 Dollar. Laut ‘Financial Times Deutschland’ denkt der Konkurrent Volkswagen (VW) über einen Einstieg nach, um eine Lücke auf dem nordamerikanischen Markt zu schließen.APPLE GIBT GEWINNE NACH ENTWICKLERKONFERENZ AB Apple-Titel rutschten mit 1,51 Prozent ins Minus auf 571,54 Dollar. Auf seiner jährlichen hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC stellte das Technologieunternehmen eine neue Generation seiner Macbook-Laptops vor. Die iPhones und iPads bekommen das nächste Betriebssystem iOS 6 verpasst. Auf einen Apple-Fernseher, über den seit Monaten spekuliert wird, wartete man aber vergeblich. Johnson & Johnson verloren ebenfalls mit dem Markt 1,37 Prozent auf 62,12 Dollar. Der Konsumgüter- und Pharmakonzern wappnet sich für drohende Schadenersatzforderungen und stockt seine Rückstellungen auf. Dadurch falle im zweiten Quartal eine Sonderbelastung von rund 600 Millionen Dollar an, hatte der Konzern bereits am Freitagabend nach US-Börsenschluss mitgeteilt./fat
Devisen: Eurokurs kämpft mit der Marke 1,25 US-Dollar (11. Juni 2012, 21:51 Uhr)
NEW YORK (dpa-AFX) – Der Kurs des Euro hat im US-Handel am Montag mit der Marke von 1,25 US-Dollar gekämpft. Am Abend wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2494 Dollar etwas unter diesem Niveau und relativ nahe an seinem bisherigen Tagestief von 1,2483 Dollar gehandelt. Im Hoch war der Euro am Morgen bis auf 1,2671 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2544 (Freitag: 1,2468) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7972 (0,8021) Euro.. Nach den Hilfsmaßnahmen für Spanien machten sich Sorgen um eine Ausweitung der Schuldenkrise breit, begründeten Händler den Druck auf die Währung. Nach anfänglicher Erholung sei die Unsicherheit zurückgekehrt wegen der vielen offenen Fragen in Spanien, aber auch vor der am kommenden Sonntag anstehenden Neuwahl in Griechenland. Darüber hinaus rücke Italien als möglicher nächster Wackelkandidat immer mehr in den Fokus./fat/stw
US-Anleihen: Kursgewinne wegen anhaltender Sorgen um Europa (11. Juni 2012, 22:01 Uhr)
NEW YORK (dpa-AFX) – Anhaltende Sorgen um Europa haben am Montag für Kursgewinne bei den US-Staatsanleihen gesorgt. Die Renditen sackten im mittleren und langen Laufzeitenbereich etwas ab. Händler verwiesen auf die Skepsis der Marktteilnehmer, dass die Hilfsmaßnahmen für Spanien eine längerfristige Linderung der Schuldenproblematik in der Eurozone bringen können. Nun richteten sich alle Augen auf Griechenland vor den Wahlen in am kommenden Wochenende. Zudem könnte Italien in die Krise gezogen werden, lautet die Befürchtung. Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 31/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,266 Prozent. Fünfjährige Anleihen standen rückten um 4/32 auf 99 22/32 Punkte vor. Die Rendite betrug 0,687 Prozent. Die richtungsweisende zehnjährige Anleihe kletterte um 12/32 auf 101 13/32 Punkte nach oben und verzinste sich entsprechend mit 1,594 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gewannen 19/32 auf 105 25/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,716 Prozent./fat/stw
‘HB’: WestLB-Abwicklung auf der Kippe – Helaba lehnt neue Risiken ab (11. Juni 2012, 22:22 Uhr)
DÜSSELDORF (dpa-AFX) – Der Verkauf des letzten funktionsfähigen Teils der WestLB an die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) steht laut einem Pressebericht auf der Kippe. Grund dafür seien die in der vergangenen Woche aufgetauchten neuen Risiken, berichtet das ‘Handelsblatt’ (Dienstag) unter Berufung auf Finanzkreise. Ein Helaba-Sprecher bestätigte am Montagabend, dass die Bank das strittige Derivatepaket mit einem Verlustpotenzial von 300 Millionen Euro ‘definitiv nicht’ übernehmen werde. Der Zeitung zufolge soll Helaba-Vorstandschef Hans-Dieter Brenner sogar damit gedroht haben, die Übernahme platzen zu lassen. Bis Mittwoch soll eine Entscheidung fallen. Bei dem Derivatepaket handelt es sich laut Helaba um interne Absicherungsgeschäfte aus dem WestLB-Konzern mit einem Volumen von 4,2 Milliarden Euro, an denen die Hessen kein Interesse haben. ‘Es gehört nicht zum selektierten Verbundbank-Portfolio’, sagte der Sprecher. Die Helaba verlange bei der Übernahme nichts Außergewöhnliches, sondern nur die bei solchen Transaktionen übliche Freistellung von Haftungsrisiken durch die Alteigentümer der WestLB. Von einem möglichen Platzen des Verkaufs wollte der Sprecher nichts wissen. ‘Die Helaba strebt nach wie vor den erfolgreichen Abschluss der Transaktion an’, sagte er. ‘Wir sind nach wie vor optimistisch, dass es dazu auch kommt.’ Die Helaba sei nicht das Problem, sondern die Lösung. Laut ‘Handelsblatt’ kommen Vertreter des Landes NRW, der WestLB, ihrer Abwicklungsbank EAA, der beiden NRW-Sparkassenverbände und der Helaba an diesem Dienstag zu einem Krisentreffen in Frankfurt zusammen. An diesem Tag müsse eine Lösung gefunden werden, damit die Helaba am Mittwoch wie geplant über den Kauf und dessen Konditionen entscheiden kann. Brenner und die Vertreter des Sparkassenlagers drängen dem Bericht zufolge darauf, dass das Derivatepaket mit der WestLB an ihre Nachfolgegesellschaft Portigon oder an die Erste Abwicklungsanstalt EAA geht. Der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert-Walter Borjans habe dies jedoch ausgeschlossen. Das Land NRW ist ab Juli Alleineigentümer der Portigon und auch in der Haftung bei der EAA. Laut ‘Handelsblatt’ fanden sich Aufsichtsratsmitglieder der WestLB am Montagabend in einer Telefonkonferenz zusammen. Die WestLB wollte sich auf Nachfrage des ‘Handelsblatts’ zu dem Sachverhalt nicht äußern./stw
dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 11.06.2012 (11. Juni 2012, 21:35 Uhr)
FRANKFURT (dpa-AFX) – Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 11.06.2012ALLIANZ SE LONDON – JPMorgan hat die Einstufung für Allianz SE nach einer kleineren Akquisition auf ‘Neutral’ belassen. Die Übernahme von französischen Versicherungsaktivitäten der Groupama Gruppe sei positiv einzuschätzen, schrieb Analyst Michael Huttner in einer Studie vom Montag. Der deutsche Versicherungskonzern habe in dem Geschäft nur die Teile bekommen, die er haben wollte.CELESIO AG FRANKFURT – Die Commerzbank hat das Kursziel für Celesio wegen verbesserter Gewinnaussichten von 18,00 auf 19,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Buy’ belassen. Nach den jüngsten Zahlen der beiden wichtigsten Wettbewerber des Pharmagroßhändlers seien die bisherigen Gewinnprognosen zu konservativ gewesen, schrieb Analyst Volker Braun in einer Studie vom Montag. Das alte Kursziel war deswegen nicht mehr angemessen. Das neue Kursziel sei das elffache des für 2013 erwarteten Gewinns. Dies sei angesichts der erwarteten Beschleunigung beim Wachstum keine aggressive Bewertung.CREDIT AGRICOLE SA FRANKFURT – Das Analysehaus Kepler hat das Kursziel für Credit Agricole von 3,50 auf 3,90 Euro angehoben, die Einstufung aber auf ‘Reduce’ belassen. Für die französische Großbank sei es positiv, dass die griechische Tochter Emporiki unter bestimmten Bedingungen Hilfen vom Notfallkreditprogramm ELA in Anspruch nehmen könne, schrieb Analyst Benoit Petrarque in einer Studie vom Montag. Das begrenze die Risiken einer konzerninternen Refinanzierung im Falle von Mittelabflüssen. Sein altes Kursziel habe einen entsprechenden Abschlag enthalten, so der Analyst.DEUTSCHE BOERSE AG FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für Deutsche Börse nach der Einigung der Politik auf einen breiteren Rahmen für eine Finanztransaktionssteuer auf ‘Add’ mit einem Kursziel von 53,00 Euro belassen. Die Einführung einer derartigen Steuer dürfte schwierig werden, schrieb Analyst Roland Pfänder in einer Studie vom Montag. Diese Einschätzung begründete der Experte mit dem Vorhaben der Politiker, die Steuer nur zu erheben, falls Anleger nicht auf andere Börsen ausweichen können, an denen keine Steuer erhoben wird.DEUTZ AG HAMBURG – Die Berenberg Bank hat die Aktien von Deutz auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 5,00 Euro belassen. Der Motorenhersteller hänge stark vom Konjunkturzyklus ab und biete nur wenig Berechenbarkeit der Ergebnisse, weswegen er dem Konzern kurzfristig mit Vorsicht begegne, schrieb Analyst Stephan Klepp in einer am Montag vorgelegten Branchenstudie. Wenn sich die wirtschaftliche Stimmung aufhelle, könne die Aktie aber als eine der ersten sehr schnell wieder ansteigen.FRESENIUS SE LONDON – Das japanische Analysehaus Nomura hat die Einstufung für Fresenius SE nach gestiegenen Unternehmensprognosen auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 84,00 Euro belassen. Der Gesundheitskonzern habe damit auf die starke Entwicklung seiner Tochter Kabi reagiert, schrieb Analyst Martin Brunninger in einer Studie vom Montag. Der Spezialist für Infusionstherapie und klinische Ernährung profitiere unter anderem von einem Medikamentenmangel in den USA. Vor diesem Hintergrund dürften steigende Gewinnschätzungen für Kabi die Kursdynamik für mindestens 18 Monaten stützen. Erst dann dürfte der Wettbewerber Hospira seine Probleme vollständig gelöst haben. Zudem werde das Krankenhausgeschäft zunehmend zu einem Werttreiber.GERRY WEBER FRANKFURT – Equinet hat die Einstufung für Gerry Weber vor Zahlen zum zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf ‘Accumulate’ mit einem Kursziel von 35,50 Euro belassen. Der Ausblick des Modeunternehmens dürfte sich nicht verändert haben, schrieb Analyst Ingbert Faust in einer Studie vom Montag. Die Übernahme der Kette Wissmach führte aus seiner Sicht zu höheren Personalkosten. Da die Beiträge zum Umsatzwachstum gleichzeitig nur gering sein dürften, sei mit einer geringeren Gewinnmarge als im Vorjahresquartal zu rechnen.GSW IMMOBILIEN AG HAMBURG – Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für GSW Immobilien wegen der guten Aussichten für den Berliner Immobilienmarkt von 27,00 auf 31,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Buy’ belassen. GSW sollte besonders von den weiter anziehenden Mieten und Wohnungspreisen profitierten, schrieb Analyst Kai Klose in einer Studie vom Montag. Zudem dürften die Kosten für die Refinanzierung wegen der niedrigen Zinsen weiter zurückgehen.HENKEL VORZUEGE PARIS – Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat Henkel nach der jüngsten Kursschwäche von ‘Hold’ auf ‘Buy’ hochgestuft und das Kursziel auf 60,00 Euro belassen. Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts hervor. Der deutsche Konsumgüterhersteller werde an der Börse derzeit mit einem starken Abschlag im Vergleich zu seinen Konkurrenten bewertet. Dies ist nach Einschätzung der SocGen-Experten nicht gerechtfertigt. Zudem seien die jüngsten Kursverluste überzogen.HSBC HLDGS HAMBURG – Die Berenberg Bank hat die Aktien von HSBC auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 680,00 Pence belassen. Die enorm starke Bilanz der Bank mache die Aktie im gegenwärtig sehr unsicheren Umfeld attraktiv, schrieb Analyst Nick Anderson in einer am Montag vorgelegten Branchenstudie. Bei einer umfassenden Antwort der Politik auf die schlechten Bankdaten sehe er zunehmend die Chance einer Kurssrally von Bankenaktien. Es bestehe allerdings immer noch Unklarheit über die wahre Qualität des Anlagevermögens der Banken.INFINEON TECHNOLOGIES AG HAMBURG – Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Infineon wegen der Schuldenkrise in der Eurozone und der Sorgen über die zuletzt schwächelnde chinesische Wirtschaft von 8,00 auf 6,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf ‘Hold’ belassen. Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts hervor. Der anstehende Wechsel an der Unternehmensspitze habe nichts mit dem niedrigeren Kursziel zu tun.KUKA AG HAMBURG – Die Berenberg Bank hat die Aktien von Kuka auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 22,00 Euro belassen. Der Konzern befinde sich näher am Verkauf seines Maschinenbaubereichs als viele dachten, schrieb Analyst Stephan Klepp in einer am Montag vorgelegten Branchenstudie. Bei einem reinen Roboterhersteller dürften die Gewinnmargen um 400 Basispunkte ansteigen, womit der Markt die Aktie in Zukunft mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 bis 20 bewerten würde.MUNICH RE FRANKFURT – Die französische Investmentbank Cheuvreux hat die Einstufung für Munich Re trotz einer möglichen Klage des Investors Clemens Vedder auf ‘Outperform’ mit einem Kursziel von 133 Euro belassen. Eine Klage Vedders gegen die Munich-Re-Tochter Ergo dürfte kaum Auswirkungen auf das Geschäft und die Zahlen des Versicherers haben, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts.NOKIA HAMBURG – Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Nokia wegen des anhaltend hohen Konkurrenzdrucks von 3,20 auf 1,80 Euro gesenkt und die Einstufung auf ‘Sell’ belassen. Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts hervor. Die Position Nokias sei aus mehreren Gründen gefährdet. Zum einem könnten im Segment für teure Geräte niedrigere Preise für das Apple-Produkt iPhone die angepeilten Gewinne mit neuen Produkten aufzehren. Zum anderen ist die Stellung der Finnen im asiatischen Markt bei billigeren Geräten durch den Erfolg des koreanischen Konkurrenten Samsung und dem Google-Betriebssystem Android gefährdet.PORSCHE SE DÜSSELDORF – Die DZ Bank hat die Aktien von Volkswagen (VW) nach einem Bericht in der ‘Wirtschaftswoche’ über ein mögliches Ende der monatelangen Hängepartie bei der Porsche-Übernahme auf ‘Kaufen’ mit einem fairen Wert von 188,00 (Kurs: 126,75) Euro belassen. Die Einstufung für die Aktien von Porsche lautete nach wie vor ‘Verkaufen’ bei einem fairen Wert von 34,00 (Kurs: 41,75 Euro). STMICROELECTRONICS HAMBURG – Die Berenberg Bank hat das Kursziel für die Aktien von STMicroelectronics von 4,50 auf 3,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf ‘Sell’ belassen. Eine langfristige Lösung für das problembehaftete Mobilfunkgeschäft des Halbleiterherstellers sei nur schwer vorstellbar, schrieb Analyst Adnaan Ahmed in einer am Montag vorgelegten Branchenstudie. Der Konzern sei in zu vielen Endmärkten aktiv, in denen Kunden wie Nokia oder HP unter Druck stünden.VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN FRANKFURT – Die Deutsche Bank hat die Einstufung der VW Vorzüge nach Medienberichten über eine steuerneutrale Übernahme von Porsche auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 200,00 Euro belassen. Seine Annahme einer vollständigen Konsolidierung der Porsche AG im Jahr 2013 werde damit bestätigt, schrieb Analyst Jochen Gehrke in einer Studie vom Montag. Die derzeitige Entwicklung sei sehr positiv für die Aktie des Automobilkonzerns VW./stw
Aktien New York Schluss: Schwach – Sorgen um die Eurozone bleiben (11. Juni 2012, 22:28 Uhr)
NEW YORK (dpa-AFX) – Anhaltende Sorgen um die Eurozone haben die US-Aktienmärkte am Montag unter Druck gesetzt. Die anfängliche Hoffnung durch die Milliarden-Hilfen für spanische Banken wich Börsianern zufolge schnell der Sorge, dass die Maßnahmen keine langfristige Lösung der Schuldenkrise in Europa bieten. Der Dow Jones Industrial verlor 1,14 Prozent auf 12.411,23 Punkte. Für den S&P 500-Index ging es um 1,26 Prozent auf 1.308,93 Punkte nach unten. Am Freitag hatte der marktbreite Aktienindex mit plus 3,73 Prozent noch den größten Wochengewinn in diesem Jahr verzeichnet. An der technologielastigen Nasdaq-Börse sackte der Composite Index um 1,70 Prozent auf 2.809,73 Punkte ab. Der Auswahlindex Nasdaq 100 fiel um 1,64 Prozent auf 2.517,18 Punkte. ‘Die Unsicherheit bleibt’, sagte ein Aktienhändler in New York mit dem Blick auf die Ereignisse in der Eurozone. Die Marktteilnehmer blickten nach Spanien und fragten sich, ob die aktuellen Hilfsmaßnahmen ausreichten oder ob sie eher den Anfang einer ganzen Serie von Rettungspaketen darstellten. Auch stiegen die Sorgen um ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone nach den Wahlen am kommenden Wochenende. Außerdem könnte sich die Schuldenkrise beispielsweise nach Italien ausbreiten. Entsprechend sei die Risikobereitschaft der Investoren wieder spürbar gesunken, was unter anderem die Aufwertung des US-Dollar zeige./fat/stw
Verhandlungen im Kanzleramt zu EU-Fiskalpakt beendet (11. Juni 2012, 22:31 Uhr)
BERLIN (dpa-AFX) – Die Verhandlungsrunde von Koalition und Opposition über den EU-Fiskalpakt ist beendet. Die Vertreter von SPD und Grünen verließen am Montagabend nach einem rund zweistündigen Gespräch mit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) das Kanzleramt wieder. Die Experten von Union und FDP blieben noch zu internen Beratungen zusammen. Am Mittwoch will sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Spitzen von Regierung und Opposition zu erneuten Verhandlungen treffen. Die schwarz-gelbe Regierung braucht im Bundestag eine Zweidrittelmehrheit für die noch vor der Sommerpause geplante Verabschiedung des Paktes für mehr Haushaltsdisziplin. Merkel ist deswegen auf Stimmen der Opposition angewiesen. SPD und Grüne verlangen dafür die Einführung einer Finanztransaktionssteuer./du/DP/stw

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