LONDON (dpa-AFX) – Rund zwei Wochen nach Räumung der Plattform ‘Elgin’ wegen eines Gaslecks hat der Betreiber Total einen Plan zum Stopfen des Loches vorgelegt. Demzufolge soll die Quelle wie angekündigt erst mit Schlamm und später mit Beton gefüllt werden, erklärte der Konzern. Wann damit begonnen werden soll, wurde nicht mitgeteilt. Am Sonntag war bei Total zunächst niemand zu erreichen. Aus der undichten Stelle strömen seit dem 25. März täglich rund 200.000 Kubikmeter Gas aus. Am Donnerstag waren erstmals Experten auf die Förderplattform in der Nordsee zurückgekehrt und hatten Informationen gesammelt, wie sich die Pläne umsetzen lassen könnten. Die schottische Regierung hat ein Team von Umweltexperten beauftragt, die Lage unter anderem von einem Forschungsschiff aus zu überwachen. Geplant ist, zunächst mit großem Druck von oben schweren Schlamm in die Quelle zu pumpen. Gleichzeitig sollen in der Nähe zwei Entlastungsbohrungen durchgeführt werden. Auch von unten soll Schlamm in die Quelle gepumpt werden. Sobald der Schlamm das Gas ersetzt habe, sei der Druck wieder ausgeglichen und die Quelle unter Kontrolle, hieß es. Dann werde Beton eingesetzt, um sie dauerhaft zu schließen./gür/DP/he
Archive for April 8th, 2012
Total stellt Plan zum Stopfen von Gasleck vor (08. April 2012, 16:55 Uhr)
Roche schließt weitere Erhöhung des Angebots für Illumina nicht aus (08. April 2012, 16:24 Uhr)
BASEL (dpa-AFX) – Roche schließt eine weitere Erhöhung seines Übernahmeangebots für das US-Gentechnikunternehmen Illumina nicht aus. Dies sei möglich, wenn es die Möglichkeit zu Gesprächen und einer Buchprüfung gebe, sagte der Chef des schweizerischen Pharmakonzerns, Severin Schwan, laut einer Mitteilung vom Freitagabend. Zuvor hatten auch die Aktionärsberater ISS (International Shareholder Service) das bereits einmal von 44,50 auf 51 US-Dollar je Aktie angehobene Angebot abgelehnt./he
USA: Verbraucherkredite steigen im Febraur weniger deutlich als erwartet (08. April 2012, 16:29 Uhr)
WASHINGTON (dpa-AFX) – In den USA sind die Verbraucherkredite im Februar weniger deutlich als erwartet gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat sei die Kreditvergabe um 8,7 Milliarden Dollar nach oben geklettert, teilte die US-Notenbank am Freitagabend in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 12,0 Milliarden US-Dollar gerechnet. Im Vormonat waren die Kredite um revidierte 18,6 Milliarden Dollar (zuvor 17,8 Milliarden Dollar) gestiegen./he
Schäuble warnt vor deutscher ‘Hochnäsigkeit’ gegenüber Schweiz (08. April 2012, 15:13 Uhr)
OSNABRÜCK (dpa-AFX) – Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat mit Blick auf das deutsch-schweizerische Steuerabkommen vor ‘Hochnäsigkeit’ gewarnt. Er sagte der ‘Neuen Osnabrücker Zeitung’ (Samstag): ‘Ich bin froh, dass die Schweiz trotz ihrer Rechtslage und trotz ihrer Traditionen so weit gegangen ist. Es gibt wirklich keinen Anlass für Hochnäsigkeit von deutscher Seite.’ Die Schweiz bewege sich in der Steuerfrage ‘in bisher nicht vorstellbarem Maße’. Nach deutlichen Nachbesserungen am Steuerabkommen mit der Schweiz wirbt Schäuble derzeit bei der Opposition um Zustimmung im Bundesrat. Deutsche Steuersünder mit Schwarzgeld in der Schweiz sollen nach den neuen Vereinbarungen nun mit bis zu 41 Prozent zur Kasse gebeten werden. Doch auch diese Änderungen reichen der Opposition noch nicht. SPD, Grüne und Linke bemängeln, Steuerhinterziehern bleibe zu viel Zeit, um ihr Schwarzgeld anderenorts zu verstecken. Die Schweiz machte klar, weitere Nachverhandlungen gebe es nicht. Schäuble warf der SPD in dem Zeitungsinterview vor, mit ihrer Kritik an dem Abkommen das Erbe Willy Brandts zu verraten. ‘Wenn Willy Brandt noch leben würde, hätte er gesagt: Genau so dürfen wir nicht in Europa auftreten.’ Brandt habe in Europa für eine gute Nachbarschaft plädiert. ‘Was im Augenblick einige SPD-Politiker von sich geben, ist das Gegenteil davon. Das kann nicht im Sinne des Geistes von Willy Brandt sein’, sagte Schäuble. Die Sozialdemokraten sollten aufhören, so zu tun, als sei Rechtsstaatlichkeit und Demokratie ein Monopol der SPD. ‘Die Schweiz ist ein urdemokratisches Land’, sagte Schäuble. ‘Sie hat weitgehenden Schritten zugestimmt; Schritten, die für die Schweiz nun wirklich nicht leicht sind, wenn man sich die Bedeutung des Bankgeheimnisses in der Schweiz vor Augen führt.’/ll/DP/he
Spaniens Wirtschaftsminister: Staat und Banken brauchen keine Hilfen (08. April 2012, 15:15 Uhr)
FRANKFURT (dpa-AFX) – Spanien wird nach den Worten von Wirtschaftsminister Luis de Guindos seine Finanzkrise ‘aus eigener Kraft und ohne fremde Hilfe’ überwinden. Am Ende einer schwarzen Woche für die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone mit Börsenverlusten von 4,3 Prozent und einem kräftigen Anstieg des Risikoaufschlags für Staatsanleihen warb de Guindos in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ (Samstag) um Vertrauen für die Spar- und Reformpolitik der konservativen Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy. Er gab zu, dass Spanien inmitten einer neuen Rezession noch ein ‘sehr hartes Jahr’ mit Minuswachstum und einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit bevorstehe. Der gerade vorlegte Konsolidierungshaushalt werde jedoch zusammen mit der Reform des Arbeitsmarktes ‘das Fundament für eine Erholung’ im Jahr 2013 legen. De Guindos versicherte, dass Spanien sich den von der EU vorgegebenen Defizitzielen – 5,3 Prozent in diesem und 3 Prozent im nächsten Jahr – ‘voll verpflichtet’ fühle. Auch die von der Immobilienkrise gebeutelten Banken und Sparkassen, die von der Regierung zu Rückstellungen von rund 50 Milliarden Euro für Wertberichtigungen gezwungen wurden, würden nach den noch laufenden Fusionen gestärkt sein und ohne einen Griff in den Rettungsfonds auskommen./mda/DP/he
‘WamS’: Jede vierte Kneipe hat seit 2001 geschlossen (08. April 2012, 14:37 Uhr)
BERLIN (dpa-AFX) – Jede vierte Kneipe in Deutschland hat seit 2001 dicht gemacht. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden sowie Berechnungen der ‘Welt am Sonntag’ hervor. Wie die Zeitung berichtete, sank die Zahl der Schankwirtschaften bundesweit seit 2001 von fast 48.000 auf 36.000 im Jahr 2010. Besonders stark betroffen waren demnach die Länder Hamburg (-48,1 Prozent) und Niedersachsen (-41,2 Prozent). Lediglich in Berlin (+95,8 Prozent) und Baden-Württemberg (+15,3 Prozent) stieg die Zahl der Kneipen in dem Zeitraum./hoe/DP/he
Gazprom bekräftigt Interesse an griechischem Versorger (08. April 2012, 14:48 Uhr)
MOSKAU (dpa-AFX) – Der russische Energieriese Gazprom hat sein Interesse an einer Übernahme des staatlichen griechischen Gasversorgers DEPA bekräftigt. ‘Wir sind bereit, einen realistischen Preis anzubieten – keinen übertriebenen’, sagte Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew am Samstag in Moskau. Der russische Staatskonzern habe der zuständigen Ministeriumskommission in Athen sein Interesse am Bieterverfahren offiziell mitgeteilt, sagte Medwedew nach Angaben der Agentur Interfax. ‘Jetzt hoffen wir, uns zu qualifizieren.’ Moskauer Medien zufolge wollen 17 Interessenten aus 12 Ländern DEPA übernehmen. Deutsche Unternehmen sollen nicht darunter sein. Gazprom werde nicht für den griechischen Gastransportsystem-Betreiber DESFA bieten, sagte Medwedew. ‘Falls ein Konkurrent die Gesellschaft übernimmt, fürchten wir uns nicht davor, dass er das South-Stream-Projekt über Griechenland stoppen würde – denn das wäre ein Verbrechen’, sagte der Vizechef. Durch South Stream zwischen Russland und Italien soll Südeuropa ab 2015 mit Erdgas versorgt werden. Das Pipelineprojekt hat einen geschätzten Wert zwischen 8 und 25 Milliarden Euro. Griechenland will mit dem Verkauf von Staatsunternehmen sein Haushaltsdefizit verringern./wo/DP/he
Berlin bei Firmengründungen bundesweit Spitze (08. April 2012, 14:48 Uhr)
BERLIN (dpa-AFX) – Berlin ist bei der Zahl der Firmengründungen im bundesweiten Vergleich ganz vorn. ‘Zwischen 2006 und 2010 liegt Berlin deutlich an der Spitze aller Bundesländer’, sagte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch dem Berliner ‘Tagesspiegel am Sonntag’. Bezogen auf die Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren liege die Quote der Gründer in Berlin bei 2,7 Prozent, hieß es mit Verweis auf Berechnungen der bundeseigenen KfW-Bankengruppe. In Hamburg waren es 2,5 und in Bremen 2,0 Prozent. ‘In Stadtstaaten gibt es einen großen Absatzmarkt, genügend Arbeitskräfte und kurze Transportwege’ begründete Irsch das Phänomen. Allerdings starteten viele Unternehmen aus Mangel an Alternativen. So gebe es auch viele ‘Notgründungen von Leuten, die sonst keine Perspektive sehen, ihr Einkommen aufzubessern’, betonte er. So wurden aus diesem Grund zwischen 2006 und 2010 in Berlin, Bremen und Hamburg 43 Prozent der neuen Unternehmen gegründet. In den Flächenländern lag dieser Anteil bei 34 Prozent. Der Senat verspricht sich trotzdem viel von der derzeitigen Entwicklung. ‘Es gibt einen Gründungsboom, der sich selbst trägt und immer neue Gründer anlockt’, sagte der frühere Geschäftsführer für Bildung bei der IHK Berlin und Wirtschaftsstaatssekretär Christoph von Knobelsdorff (CDU). Allerdings werde ‘vermutlich nicht jede Internet-Firma das nächste Google sein’, schränkte er ein./fse/DP/he

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