Archive for March 20th, 2012

Aktien Lateinamerika Schluss: Verluste (20. März 2012, 23:20 Uhr)

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) – Die Hauptbörsen in Lateinamerika sind am Montag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Im brasilianischen São Paulo verlor der Index der Bovespa-Börse (Ibovespa) 434,75 Punkte oder 0,64 Prozent auf 67.295,56 Zähler. In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires endete der Wertpapierhandel ebenfalls negativ: Der Merval-Index verlor dort 64,27 Punkte oder 2,33 Prozent auf einen Endstand von 2.692,93 Zähler. In Mexiko sank der IPC-Index um 208,18 Zähler oder 0,53 Prozent auf einen Endstand von 38.055,27 Punkten./fs/DP/zb

Bundesregierung will VW-Gesetz offensiv verteidigen (20. März 2012, 23:25 Uhr)

DÜSSELDORF (dpa-AFX) – Im Streit um das VW-Gesetz geht die Bundesregierung auf Konfrontationskurs zur EU-Kommission. ‘Ich bedauere den Schritt der Europäischen Kommission, jetzt noch einmal Klage wegen des VW-Gesetzes zu erheben. Die Bundesregierung hat das VW-Gesetz im Dezember 2008 geändert, das neue Gesetz entspricht klar den Vorgaben des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 23. Oktober 2007“, sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) dem ‘Handelsblatt’ (Mittwoch). Dass die EU-Kommission vier Jahre später eine erneute Klage beschließe, sei schwer nachvollziehbar, sagte er der Zeitung. „Volkswagen ist eines der Aushängeschilder der deutschen Industrie und ein Beispiel für die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft. Die Bundesregierung steht eindeutig hinter dem VW-Gesetz und wird es deshalb auch vor dem EuGH offensiv verteidigen’, sagte der Minister. Rösler hatte das VW-Gesetz bereits in seiner Zeit als Mitglied der niedersächsischen Landesregierung verteidigt./zb

ROUNDUP: Oracle steigert Quartalsgewinn deutlich – Erwartungen übertroffen (20. März 2012, 22:45 Uhr)

REDWOOD SHORES (dpa-AFX) – Der SAP-Rivale Oracle hat im vergangenen Quartal deutlich mehr verdient. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Beim Umsatz gab es in dem Ende Februar abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal ein Plus von drei Prozent auf neun Milliarden Dollar, wie Oracle nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Oracle ist stark im Geschäft mit Datenbanken und Unternehmenssoftware. Die wichtigen Erlöse mit neuen Softwarelizenzen legten um sieben Prozent auf 2,37 Milliarden Dollar zu. Sie stehen als Indikator für künftiges Wachstum besonders im Blickpunkt. Mit dem Zuwachs konnte Oracle die Analysten-Erwartungen deutlich übertreffen. Im Geschäft mit Hardware wie Servern gab es hingegen einen Rückgang von elf Prozent auf 1,47 Milliarden Dollar.AKTIE LEGT NACHBÖRSLICH DEUTLICH ZU Oracle fährt seit Jahren einen rasanten Wachstumskurs mit Zukäufen am laufenden Band. Neben so bekannten Softwarefirmen wie Siebel oder Peoplesoft verleibte sich Oracle für 7,4 Milliarden Dollar auch den Server-Spezialisten Sun Microsystems ein. Bei Unternehmenssoftware jagt Oracle bisher vergeblich dem deutschen Marktführer SAP hinterher. Obwohl das Plus bei Umsatz und Gewinn stark an die als äußerst enttäuschend eingestufte Entwicklung im Quartal davor erinnerte, übertraf Oracle diesmal die Prognosen – und die Aktie rauschte nachbörslich nach oben. In den ersten Stunde nach Zahlenvorlage gab es ein Plus von gut drei Prozent auf über 31 Dollar. Finanzchefin Safra Katz versprach für das laufende Jahr die beste Rendite beim operativen Ergebnis seit Firmengründung./so/DP/zb

‘SZ’: Regierungs-Aus in NRW gefährdet Abwicklung der WestLB (20. März 2012, 23:01 Uhr)

MÜNCHEN (dpa-AFX) – Das Ende der nordrhein-westfälischen Landesregierung gefährdet einem Bericht zufolge das mühsam ausgehandelte Abwicklungskonzept für die WestLB. Vertreter des Landes und der einst größten deutschen Landesbank fürchten, dass sie nicht alle Auflagen fristgemäß erfüllen können. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia sagte der ‘Süddeutschen Zeitung’ (Mittwochausgabe), dass am Montag hätten Vertreter des Landes und der Bank mit ihm deswegen bei ihm vorgesprochen haben. ‘Es war vereinbart, dass das Land Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit dem Transfer von Vermögen der WestLB eine Milliarde Euro an die SPM-Bank zahlt, und zwar bis 30. Juni 2012′, sagte er der Zeitung. Weil es nun aber keinen Haushalt gibt und keine entscheidungsfähige Regierung, sondern Mitte Mai Neuwahlen, sei unklar, ob dieser Termin wegen der anschließenden Bildung einer neuen Regierung und allen verbundenen Unwägbarkeiten eingehalten werden kann. ‘Ich hoffe sehr, dass die neue Regierung als eine der ersten Amtshandlungen das Gesetz beschließt, das die Zahlung ermöglicht – und dass das Parlament anschließend zustimmt’, fügte Almunia hinzu. Dann müsse der neue Haushalt beschlossen werden, der die eine Milliarde Euro enthält. ‘Wenn das nicht klappt, müssen wir uns in Brüssel wieder damit beschäftigen’, so der Kommissar. Die WestLB soll zum 30. Juni 2012 zerschlagen werden. Sie wird danach keine neuen Bankgeschäfte mehr tätigen. Im Gegenzug genehmigt Brüssel strittige staatliche Beihilfen von 3,4 Milliarden Euro. Das Sparkassengeschäft soll aus der WestLB herausgelöst werden. Almunia kritisierte den immensen politischen Einfluss der Politik auf die Entscheidungen der Landesbanken. ‘Ich habe (…) den den Eindruck, dass der nachdrückliche Einfluss von Politikern im Aufsichtsrat dieser Banken mehr Probleme schafft als löst’, sagte er./zb

Neue EU-Vorgaben für Commerzbank stehen – Plan soll bald veröffentlicht werden (20. März 2012, 23:15 Uhr)

MÜNCHEN (dpa-AFX) – Die Europäische Union hat offenbar die neuen Auflagen für die Commerzbank für die in der der Finanzkrise erhaltenen Staatshilfen festgelegt. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia und Commerzbank-Chef Martin Blessing haben die Details des Restrukturierungplans geklärt. Dies sagte Alumina der ‘Süddeutschen Zeitung’ (Dienstag) und kündigte an, den Restrukturierungsplan für die Commerzbank bald veröffentlichen zu wollen. ‘Die letzten Hürden sind genommen, sie betrafen die Eurohypo, bei der wir die Vorgaben modifiziert haben. Ich hoffe, dass alle vereinbarten Details bald zu einem formalen Beschluss führen’, sagte Almunia. Die Zukunft der Eurohypo ist der Knackpunkt des neuen Plans. Eigentlich hatte die EU der Commerzbank auferlegt, dass der angeschlagene Immobilien- und Staatsfinanzierer bis 2014 verkaufen muss. Das Eschborner Institut gilt in der aktuellen Marktlage allerdings als unverkäuflich. Blessing will daher die Bank zum Teil abwickeln und teilweise in den Konzern integrieren. Er braucht dafür aber die Zustimmung der EU-Kommission. Zuletzt mehrten sich die Signale, dass die EU nicht mehr auf einen Verkauf der Eurohypo besteht./zb

Oracle steigert Quartalsgewinn deutlich – Erwartungen übertroffen (20. März 2012, 21:41 Uhr)

REDWOOD SHORES (dpa-AFX) – Der SAP-Rivale Oracle hat im vergangenen Quartal deutlich mehr verdient. Der Gewinn stieg im dritten Quartal des Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Beim Umsatz gab es in dem Ende Februar abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal ein Plus von drei Prozent auf neun Milliarden Dollar, wie Oracle nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Mit den vorgelegten Zahlen übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Experten. Oracle ist stark im Geschäft mit Datenbanken und Unternehmenssoftware. Die wichtigen Erlöse mit neuen Softwarelizenzen legten um sieben Prozent auf 2,37 Milliarden Dollar zu. Im Geschäft mit Hardware wie Servern gab es hingegen einen Rückgang von elf Prozent auf 1,47 Milliarden Dollar./so/DP/zb

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Leichter wegen Sorgen um Wachstumsmotor China (20. März 2012, 21:57 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Belastet von der Sorge um eine Abkühlung der chinesischen Wirtschaft haben die US-Börsen am Dienstag nachgegeben. Anleger nähmen nach der jüngsten Rally Gewinne mit, sagten Händler. Dies sei durch negative Aussagen um das Wirtschaftswachstum in China begünstigt worden. In dem Boomland droht sich die Autonachfrage zu verlangsamen und hinter den Erwartungen zurückzubleiben und auch eine nachlassende Eisenerz-Nachfrage aus der inzwischen weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft ist ein Indiz für eine Abschwächung. Händler berichteten allerdings von sehr dünnen Umsätzen in einer ereignisarmen Sitzung. Der Dow Jones Industrial verlor 0,52 Prozent auf 13.170,19 Punkte. Am Vortag hatte der Leitindex noch den achten Handelstag nacheinander zugelegt und auf dem höchsten Stand seit Ende 2007 geschlossen. Der breiter gefasste S&P 500 gab zuletzt 0,30 Prozent auf 1.405,52 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq fiel der marktbreite Index Nasdaq Composite um 0,14 Prozent auf 3.074,15 Punkte, der Nasdaq 100 kletterte dagegen mit 0,16 Prozent ins Plus auf 2.737,63 Punkten. Damit steht der Auswahlindex so Hoch wie seit Januar 2001 nicht mehr. Die schwer gewichtete Apple-Aktie ging 0,81 Prozent höher bei 605,96 Dollar aus dem Handel. Vom neuen iPad sind dem Computer- und Smartphone-Hersteller zufolge seit dem Verkaufsstart am Freitag mehr als drei Millionen Geräte verkauft worden.ROHSTOFF- UND AUTOWERTE LEIDEN BESONDERS UNTER CHINA-SORGEN Die Rohstoffwerte litten laut Händlern besonders stark unter den Nachrichten aus China sowie unter rückläufigen Metall- und Energiepreisen. Dieser Trend habe sich bereits im europäischen Handel gezeigt und auch an den Devisenmärkten schwächelten die Rohstoffwährungen wie der australische Dollar. Im Dow-Jones-Index gaben die Titel des Aluminiumkonzerns Alcoa als drittschwächster Wert 1,51 Prozent auf 10,44 US-Dollar ab, Chevron verloren als Öltitel 1,46 Prozent. Am Ende des weltwit bekanntesten Aktienindex standen aber die Industriewerte Caterpillar , deren Aktien 2,61 Prozent auf 110,76 Dollar verloren, und United Technologies mit einem Abschlag von 1,61 Prozent. Bei den Autobauern General Motors (GM) und Ford sorgten die mit Unsicherheit aufgenommenen Nachrichten aus dem chinesischen Automarkt für Kursverluste von rund einem Prozent. Die Spitze im Dow besetzte indes der Finanztitel Bank of America mit einem satten Plus von 2,94 Prozent auf 9,81 Dollar. Händler verwiesen auf nachlassende Sorgen über den Kapitalbedarf der Bank, die bei dem Papier am Vortag für einen kleinen Rückschlag gesorgt hätten. Alleine in der Vorwoche hatte das Papier aber fast 22 Prozent zugelegt. Citigroup-Aktien verteuerten sich um 2,45 Prozent.BILANZEN UNTERSCHIEDLICH AUFGENOMMEN Mit einem Kurssprung von 6,68 Prozent 73,27 Dollar honorierten indes Tiffany-Papiere die Zahlenvorlage des Schmuckherstellers. Der Jahresgewinn habe positiv überrascht, sagten Händler. Dass der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon für rund 775 Millionen Dollar einen Hersteller von Lagerhaus-Robotern kauft, ließ dessen Anteilsscheine zunächst kalt. Im Verlauf griffen die Investoren aber bei der Aktie zu, auch weil bekannt wurde das Wal-Mart Kunden an den Internethändler verliert. Bei hohen Umsätzen zogen die Papiere schließlich um 3,67 Prozent an auf 192,33 Dollar. Positiv reagierten die Aktien der Düngemittelhersteller Mosaic und Potash mit Aufschlägen von 0,99 und 3,79 Prozent auf die Nachricht, dass Canpotex und Belarussian Potash (BPC) in China Lieferverträge auf dem gleichen Preisniveau wie in der zweiten Jahreshälfte 2011 abschließen konnten. Für Adobe Systems ging es dagegen nach Zahlen um 3,91 Prozent bergab. Hohe Marketing-Ausgaben brockten dem Software-Spezialisten im ersten Geschäftsquartal einen Gewinneinbruch ein./fat/zb

Nächste Pleite in der Solarbranche – Solarhbrid ist zahlungsunfähig (20. März 2012, 22:42 Uhr)

BRILON (dpa-AFX) – Nächste Pleite in der Solarbranche: Nach Solon und Solar Millennium hat es jetzt die Solarhybrid AG aus dem Sauerland erwischt. Das 2008 an die Börse gegangene Unternehmen teilte am Dienstagabend in Brilon mit, dass beim Amtsgericht Arnsberg wegen Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt wurde. Solarhybrid ist auf den Bau von großen Solarstrom-Kraftwerken spezialisiert. Die gesamte Branche leidet unter Überkapazitäten und sinkender Förderung. Das Unternehmen selbst hatte im Oktober 2011 noch Optimismus verbreitet und Zuwächse für 2012 in Aussicht gestellt. Zudem schrieb das Unternehmen in den ersten neun Monaten schwarze Zahlen. Offenbar hat es sich aber bei der Finanzierung von Großprojekten übernommen. Das sauerländische Unternehmen ist ein vergleichsweise kleiner Vertreter der Branche. Die Krise hat jedoch schon längst auch die großen Solar-Unternehmen erfasst. So kämpfen Conergy und Q-Cells ums Überleben und auch der einst stets strahlende und optimistisch in die Zukunft blickende Solarworld-Chef Frank Asbeck warnt inzwischen vor dauerhaft schweren Zeiten. ‘Wenn die Kürzung so durchgeht, ist die gesamte Branche gezwungen, unter ihren Kosten zu verkaufen. Das halten wir nicht lange durch’, sagte er am Dienstag zu ‘Focus Online’. Es gebe in der gesamten Branche kein Unternehmen mehr, das noch schwarze Zahlen schreibe, sagte Asbeck. Das gelte auch für die chinesischen Hersteller. Noch drastischer schätzt Klaus-Dieter Maubach, Technologie-Vorstand beim Energieversorger Eon die Lage ein: Deutschlands Solarindustrie werde in den kommenden fünf Jahren angesichts des Wettbewerbs aus China ‘verschwinden’. Nicht ein einziger Arbeitnehmer werde dann noch bei den deutschen Solarunternehmen arbeiten, denn die seien dann alle pleite, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg Maubach./zb

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