Archive for March 12th, 2012

Aktien Lateinamerika Schluss: Verluste (12. März 2012, 22:15 Uhr)

SÃO PAULO (dpa-AFX) – Die drei Hauptbörsen in Lateinamerika sind am Montag mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Im brasilianischen São Paulo gab der Index der Bovespa-Börse (Ibovespa) um 0,48 Prozent auf 66.384,76 Zähler nach. In Mexiko-Stadt sank der IPC-Index um 0,27 Prozent auf 37.590,17 Zähler. In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires büßte der Merval-Aktienindex 0,86 Prozent auf 2.642,21 Zähler ein./hr/DP/he

Yahoo verklagt Facebook wegen Ideenklau (12. März 2012, 22:35 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Das Internet-Urgestein Yahoo macht Ernst mit seiner Drohung und klagt gegen Facebook. ‘Facebooks komplettes Modell des sozialen Netzwerks … basiert auf Yahoos patentierter Technologie’, schrieben die Yahoo-Anwälte in der am Montag in Kalifornien eingereichten Klageschrift. Über Jahre sei Facebook ‘schwarz gefahren’. Jetzt verlangt Yahoo einen nicht näher bezifferten Schadenersatz. Yahoo hatte vor zwei Wochen öffentlich gedroht, gegen Facebook vorzugehen. Die Klage kommt für das soziale Netzwerk zur Unzeit. Facebook ist mitten in den Vorbereitungen für seinen milliardenschweren Börsengang. Eine Klage von derartiger Tragweite könnte die Investoren verunsichern. Das weiß auch Yahoo und hat damit einen Vorteil in möglichen Verhandlungen über einen Vergleich. ‘Viele der Technologien, auf denen Facebook fußt, wurden zuerst von Yahoo entwickelt’, erklärte Yahoo und führte in der Klageschrift grundlegende Funktionen wie das Verschicken von Nachrichten, die Anzeige von Neuigkeiten oder die Kommentierung auf. Nach Ansicht von Yahoo hat Facebook auch bei den überlebenswichtigen Werbeanzeigen abgekupfert. Das soziale Netzwerk äußerte sich zunächst nicht. Die beiden Internetkonzerne sind Konkurrenten im Geschäft mit Werbung im Internet. Facebook ist in den vergangenen Jahren aber viel schneller gewachsen und hatte zuletzt 845 Millionen Nutzer. Dagegen sank Yahoos Stern. Der erst zu Jahresbeginn angetretene Konzernchef Scott Thompson soll das Steuer nun herumreißen und scheint dabei einen radikalen Kurs zu fahren. Die Androhung der Patentklage war eine der ersten Aktionen, die in seine Amtszeit fielen./das/DP/he

Euro-Kassenhüter bringen Griechenland-Hilfen auf den Weg (12. März 2012, 23:14 Uhr)

BRÜSSEL (dpa-AFX) – Die Eurostaaten haben das zweite Hilfspaket an Griechenland von 130 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Es müssten aber in Mitgliedsländern noch parlamentarische Hürden genommen werden, teilte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker am Montagabend nach Beratungen in Brüssel mit. ‘Das ist eine zweite Chance für Griechenland, die nicht verpasst werden darf’, sagte der luxemburgische Premier. Die förmliche Entscheidung über das Paket wird voraussichtlich an diesem Mittwoch bei einer Telefonkonferenz hochrangiger Vertreter der Finanzministerien gefällt werden./cb/DP/he

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Wenig verändert nach China-Daten – Dow im Plus (12. März 2012, 21:29 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Angesichts unterschiedlich interpretierbarer Konjunktursignale aus China sind die US-Börsen nach ihrer jüngsten Gewinnserie am Montag nicht recht vom Fleck gekommen. Sie schlossen insgesamt wenig verändert, wobei lediglich der Dow Jones Industrial ein klares Plus schaffte. Laut Marktexperten drückte die Nachricht, dass China im Februar das größte Handelsbilanzdefizit seit einem Jahrzehnt verzeichnet hat, etwas auf die Stimmung. Allerdings sei die Sorge eines verlangsamten gesamtwirtschaftlichen Wachstums nicht mehr so bedrohlich, nachdem Daten aus den USA, wie zuletzt die Arbeitsmarktdaten, inzwischen wieder besser ausfielen. Dass China eine weitere Lockerung seiner Geldpolitik für möglich halte, um seine Wirtschaft anzukurbeln, stütze zudem. Der Dow Jones Industrial schloss 0,29 Prozent höher bei 12.959,71 Punkten. Bereits davor hatte der Leitindex drei Tage in Folge zugelegt. Der breiter gefasste S&P 500 stieg am Montag nach vier positiven Wochen in Folge um weitere 0,02 Prozent auf 1.371,09 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Composite Index indes 0,16 Prozent auf 2.983,66 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 verabschiedete sich prozentual unverändert bei 2.646,85 Punkten.OFFERTE LÄSST ZOLL MEDICAL HOCHSPRINGEN Der Handel verlief ruhig, da weder wichtige Konjunkturnachrichten noch Unternehmensmeldungen auf der Agenda standen. Eine Ausnahme waren die Titel des Medizingeräte-Herstellers Zoll Medical . Sie schossen um 23,75 Prozent auf 92,94 US-Dollar hoch, nachdem der japanische Chemiekonzern Asahi Kasei mitgeteilt hatte, das Unternehmen für rund 2,2 Milliarden Dollar beziehungsweise 93 Dollar je Aktie kaufen zu wollen. Mit dem Kauf wollen die Japaner ihr Gesundheitsgeschäft stärken. Die Apple-Titel notierten zum Börsenschluss 1,25 Prozent höher bei 552,00 Dollar und markierten damit erneut ein Rekordhoch. Laut einem EU-Dokument soll das Unternehmen Ende vergangenen Jahres Gespräche mit Motorola Mobility geführt haben, um Patentstreitigkeiten zwischen beiden Unternehmen im Bereich Smartphones beizulegen. Die Motorola-Titel zeigten sich kaum bewegt. ÖLWERTE VON SINKENDEN PREISEN WENIG BEEINFLUSST Die rückläufige Preisentwicklung an den Ölmärkten hatte derweil keinen erkennbaren Einfluss auf die Branchentitel: Während sich ExxonMobil fest präsentierten, ging es für Chevron und ConocoPhillips nur moderat nach oben./gl/he

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 12.03.2012 (12. März 2012, 21:35 Uhr)

FRANKFURT (dpa-AFX) – Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 12.03.2012ADIDAS FRANKFURT – Equinet hat das Kursziel von Adidas von 64,00 auf 80,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Buy’ belassen. Der Sportartikelhersteller habe exzellente Voraussetzungen, um die globale Wirtschaft beim Wachstum zu übertreffen, schrieb Analyst Ingbert Faust in einer Studie vom Montag. Dies dürfte mittelfristig dazu beitragen, den Rückstand bei der Marge gegenüber den Konkurrenten Nike oder PUMA zu reduzieren. Adidas sei in Russland und China hervorragend aufgestellt und dürfte weiterhin einen starken Cashflow erwirtschaften.BMW LONDON – Die UBS hat das Kursziel für BMW nach Zahlen von 56,00 auf 68,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf ‘Neutral’ belassen. Die Ergebnisse des Autokonzerns für 2011 seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, schrieb Analyst Philippe Houchois in einer Studie vom Montag. Beim Ausblick habe der Autobauer nur auf ein solides Umsatzwachstum hingewiesen, was ihn zu einer Anhebung seiner Schätzungen bis 2013 verleite. Zum angepassten Kursziel trage zudem auch seine Annahme höherer Erträge in der Finanzsparte bei.CONTINENTAL PARIS – Die Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel von Continental von 60,00 auf 76,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf ‘Hold’ belassen. Die Aussichten auf das Geschäftsjahr 2012 hätten sich für den Reifenhersteller verbessert, schrieb Analyst Philippe Barrier in einer Studie vom Montag. Die Geschäfte im laufenden Jahr seien nun besser vorhersehbar, weshalb der 10-prozentige Abschlag nicht mehr gerechtfertigt sei. Zudem habe er die Prognosen für den Gewinn je Aktie für die Jahre 2012 und 2013 etwas nach oben korrigiert.DEUTSCHE EUROSHOP FRANKFURT – Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Deutsche EuroShop nach vorläufigen Zahlen für 2011 auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 26,90 Euro belassen. Der Umsatz des Einkaufszentren-Betreibers habe erwartungsgemäß die Unternehmensprognose in den Schatten gestellt, schrieb Analyst Markus Scheufler in einer Studie vom Montag. Die Funds From Operations (FFO) hingegen hätten die Schätzungen des Marktes übertroffen, was kurzfristig für eine positive Kursreaktion der Aktien sorgen sollte. Hinsichtlich des Ausblicks sei die Prognosespanne für den Umsatz vielversprechend, beim FFO liege sie jedoch im Rahmen der Erwartungen.DEUTSCHE EUROSHOP FRANKFURT – Die Commerzbank hat das Kursziel der Deutschen Euroshop nach vorläufigen Zahlen für 2011 von 28,00 auf 29,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Add’ belassen. Die Ergebnisse des Betreibers von Einkaufszentren seien solide ausgefallen, schrieb Analyst Thomas Rothhäusler in einer Studie vom Montag. Neben der soliden Umsatzentwicklung seien die gesunkenen Finanzierungskosten ausschlaggebend gewesen für das gute Resultat. Der Unternehmensausblick sei aber zurückhaltend ausgefallen. Womöglich wolle sich das Management damit aber nur ein Sicherheitspolster schaffen.DEUTSCHE POST FRANKFURT – Die Commerzbank hat das Kursziel der Deutschen Post von 14,50 auf 16,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Buy’ belassen. Die Ergebnisse vom vierten Quartal hätten gezeigt, dass die Strategie des Logistikkonzerns aufgegangen sei, schrieb Analyst Johannes Braun in einer Studie vom Montag. Die operativ stabilisierte Briefsparte sowie das Margenpotenzial in der DHL-Sparte seien darin und auch im Ausblick auf das Jahr 2012 zum Ausdruck gekommen. Auch die Erhöhung der Dividende habe überrascht, was ein Zeichen für die zuversichtliche Haltung des Managements sei.DEUTZ FRANKFURT – Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Deutz vor Zahlen auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 5,00 Euro belassen. Angetrieben durch einen starken Auftragseingang und die für den Motorenhersteller typischen saisonalen Effekte rechne sie mit soliden Zahlen zum vierten Quartal 2011, schrieb Analystin Felicitas Bismarck in einer Studie vom Montag. Das Unternehmen dürfte seine Jahresprognosen 2011 daher problemlos erreichen. Noch wahrscheinlicher sei sogar ein leichtes Übertreffen. Der Aktienkurs dürfte ihres Erachtens nach aber mehr auf den Ausblick für das laufende Jahr reagieren, da ein starkes Jahr 2011 bereits erwartet werde.DOUGLAS FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für Douglas nach einem Pressebericht über die Restrukturierung und mögliche Privatisierungspläne auf ‘Reduce’ mit einem Kursziel von 30,20 (Kurs: 36,280) Euro belassen. Die Spekulation um die Themen Reprivatisierung und Restrukturierung habe bei dem Handelskonzern ein neues Niveau erreicht, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Montag. Für Mittwoch sei eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen.EADS FRANKFURT – Die Deutsche Bank hat das Kursziel für EADS nach Zahlen von 26,00 auf 33,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Buy’ belassen. Im Hinblick auf die Ergebnisse habe der Flugzeugbauer und Rüstungskonzern vor allem mit der EBIT-Marge, dem Gewinn und dem Cashflow beeindruckt, schrieb Analyst Benjamin Fidler in einer Studie vom Montag. Mit dem langfristigen Potenzial der Aktie sei er daher weiterhin zufrieden. Kurzfristig sehe er aber ein Risiko bei der Tochter Airbus. Bei der Entwicklung des Großraumflugzeugs A350 könnte diese womöglich einen wichtigen Meilenstein verfehlen.ELRINGKLINGER DÜSSELDORF – Die WestLB hat die Einstufung von ElringKlinger nach vorläufigen Gesamtjahreszahlen von ‘Neutral’ auf ‘Reduce’ gesenkt und ein Kursziel von 22,00 (Kurs: 22,33) Euro genannt. Entgegen dem etwas über den Schätzungen liegenden Umsatz habe der operative Gewinn des Automobilzulieferers die Markterwartungen verfehlt, schrieb Analyst Henning Cosman in einer Studie vom Montag. Diese negative Entwicklung dürfte sich im Jahr 2012 fortsetzen. ELRINGKLINGER FRANKFURT – Equinet hat die Einstufung von ElringKlinger nach Zahlen auf ‘Accumulate’ mit einem Kursziel von 21,00 Euro belassen. Die Ergebnisse des Automobilzulieferers für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2011 seien schwächer als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Tim Schuldt in einer Studie vom Montag. Nach der auf die Resultate folgenden Telefonkonferenz werde er seine Prognose überarbeiten. Kurzfristig sei bei den Papieren mit einer negativen Kursreaktion zu rechnen.EON FRANKFURT – Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Eon vor Bekanntgabe der Bilanz für 2011 von 23,00 auf 21,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Buy’ belassen. Für den deutschen Versorger sehe er kurzfristige Risiken durch die Rohstoffpreise, schrieb Analyst Alexander Karnick in einer am Montag veröffentlichten Studie. Die Prognose-Spanne des Unternehmens für das Aktienergebnis 2013 könne dadurch in Frage gestellt werden. Zudem gebe es Gefahren bei der erneuten Verhandlung der Gas-Verträge sowie im Hinblick auf das Kostensenkungsprogramm oder auch die gesamtwirtschaftlichen Risiken. Sein Investmentansatz bleibe allerdings intakt, betonte der Experte.FRAPORT FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung von Fraport nach Februar-Verkehrszahlen auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 58,00 Euro belassen. Im Jahresvergleich habe sich die Passagierzahl des Flughafenbetreibers erhöht, schrieb Analyst Johannes Braun in einer Studie vom Montag. Beeinträchtigt von den Streikaktivitäten sei die Passagierzahl am Heimatflughafen in Frankfurt nur geringfügig gestiegen. Das Frachtgeschäft habe sich zwar weiterhin schwach gezeigt, dabei aber Spuren einer leichten Verbesserung aufgewiesen.HEIDELBERGCEMENT LONDON – Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für HeidelbergCement von 43,10 auf 47,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Overweight’ belassen. Die europäischen Baustoffkonzerne dürften 2012 von Preiserhöhungen in den entwickelten und aufstrebenden Absatzmärkten profitieren, schrieb Analyst Michael Morris in einer Branchenstudie vom Montag. Zudem sollten die Energiekostensteigerungen milder als bislang erwartet ausfallen. Er habe deshalb seine Kursziele für die Branche um durchschnittlich sechs Prozent angehoben. Sein ‘Top Pick’ im Sektor sei aber die besonders niedrig bewertete Aktie von Saint Gobain .HENKEL LONDON – Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für Henkel von 43,00 auf 53,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf ‘Neutral’ belassen. Er habe sein Bewertungsmodell für den Konsumgüterkonzern an die Geschäftszahlen für 2011 angepasst, schrieb Analyst Adam Spielman in einer Studie vom Montag. Aus angepassten Preiserwartungen resultierten leicht höhere Margenprognosen für die Jahre 2012 bis 2014.KABEL DEUTSCHLAND DÜSSELDORF – Die WestLB hat die Einstufung von Kabel Deutschland von ‘Add’ auf ‘Neutral’ gesenkt und das Kursziel von ehemals 45,00 Euro gestrichen. Die Aktien hätten sein ehemaliges Ziel überschritten, begründete Analyst Wolfgang Specht die Abstufung in einer Studie vom Montag. In einem vom Wettbewerb bestimmten Umfeld habe er seine Annahmen etwas gesenkt. Größere Sorgen mache er sich um den Cashflow, was er vor allem mit unter Druck stehenden Margen im TV-Geschäft begründete. Darüber hinaus sei der Markt mit Breitband-Anschlüssen zunehmend gesättigt und es sei mit steigenden Investitionsausgaben zu rechnen.LINDE PARIS – Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Linde nach Zahlen von 124,00 auf 125,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Neutral’ belassen. Das vierte Quartal sei solide ausgefallen, schrieb Analystin Heidi Vesterinen in einer Studie vom Montag. Daher habe sie ihre Schätzungen für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Jahre 2012 und 2013 moderat angehoben. Die Kapitalrentabilität (ROCE) von 13,0 Prozent sei im Jahresvergleich um 50 Basispunkte gestiegen, was zeige, dass der Industriegasehersteller auf einem guten Weg sei, um sein Ziel von mindestens 14 Prozent bis 2014 zu erreichen.LINDE DÜSSELDORF – Das Bankhaus HSBC hat die Einstufung für Linde auf ‘Neutral’ mit einem Kursziel von 129,00 Euro belassen. Der Industriegase-Konzern habe ein starkes viertes Quartal hinter sich gebracht und einen zuversichtlichen Ausblick abgegeben, schrieb Analyst Geoff Haire in einer am Montag vorgelegten Sektorstudie. Vor allem die Geschäfte in Asien sowie in der Engineering-Sparte seien besser gelaufen als erwartet.LINDE PARIS – Die Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel von Linde von 130,00 auf 155,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Buy’ belassen. Unter den großen Herstellern von Industriegasen habe Linde das wohl beste Ergebnis im vierten Quartal erzielt, schrieb Analyst Peter Clark in einer Studie vom Montag. Es stelle sich deshalb die Frage, inwieweit ein Abschlag zu den Wettbewerbern für ein noch volatileres Geschäft gerechtfertigt sei. Er habe sein Modell für Linde nun näher an das anderer Branchenwerte angelehnt.MOTOROLA SOLUTIONS LONDON – Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Motorola Solutions nach einem Analystentreffen von 42,00 auf 45,00 (Kurs: 50,48) US-Dollar angehoben, aber die Einstufung auf ‘Hold’ belassen. Das Management des Telekommunikations-Spezialisten habe einen optimistischen Ausblick auf die Geschäftsentwicklung gegeben, schrieb Analyst Brian Modoff in einer Studie vom Montag. Die fundamentale Lage verbessere sich weiter. Insbesondere bestünden Chancen beim Übergang zur nächsten Mobilfunkgeneration, was die Umsatzentwicklung antreiben sollte. Hier habe das Unternehmen einige sehr überzeugende Argumente für die weiteren Wachstumsaussichten geliefert. QSC HAMBURG – Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für QSC nach vorläufigen Zahlen auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 2,50 Euro belassen. Nach einem schwachen vierten Quartal stehe der Telekom-Anbieter vor einem Jahr des Übergangs, schrieb Analyst Stuart Gordon in einer Studie vom Montag. Trotz der enttäuschenden Quartalszahlen und des unerwartet schwachen Ausblicks sei es zu früh, um die neue Strategie in Frage zu stellen. QSC habe in den vergangenen sechs Monaten einige wichtige Aufträge erhalten, die etwas optimistischer stimmten.WACKER CHEMIE FRANKFURT – Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Wacker Chemie vor endgültigen Zahlen auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 65,00 Euro belassen. Bei der Vorlage der vorläufigen Ergebnisse Ende Januar habe der Chemiekonzern vor allem bei den Polysilizium-Margen und dem operativen Gewinn kräftig enttäuscht, schrieb Analyst Alexander Karnick in einer Studie vom Montag. Der Markt werde sich nun vor allem auf den Ausblick für das Gesamtjahr konzentrieren. Er rechne mit recht vorsichtigen Aussagen und rechne daher nicht mit starken Kursreaktionen. Wacker will am 14. März endgültige Zahlen für 2011 vorlegen./he

ots.CorporateNews: Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: Default fast gebannt, Kommentar zu … (12. März 2012, 20:51 Uhr)

Börsen-Zeitung: Default fast gebannt, Kommentar zu Griechenland vonKai Johannsen Frankfurt (ots) – Da wird so mancher Griechenland-Gläubiger, insbesondere aus den Reihen der Privatanleger, gestern beim Blick aufsein Portfolio wohl die Augenbrauen hochgezogen haben. Wer beispielsweise einen im März dieses Jahres auslaufenden Bond der Hellenen im Depot hatte und sich am Schuldenschnitt beteiligte, findet nun folgende Portfoliostruktur vor: 20 neue Anleihen Athens, die in den Jahren 2023 bis 2042 auslaufen, drei EFSF-Papiere und dazunoch einen an das Bruttoinlandsprodukt Griechenlands gekoppelten Bond. Aus einem Bond mach 24! So sieht Restrukturierung aus. Da wird’s beim Umschichten viel Spaß geben, vor allem wenn man daran denkt, dass sich mancher Privatinvestor vielleicht nur mit 1000 Nominal in Griechenland engagiert hat. Alle Bonds zusammen haben einen Wert von rund 240 Euro (bezogen auf ehemals 1000 Euro Nominal). Die Marktreaktion fiel aber schon positiv aus. Über die Kurve hinweg betrachtet gab es bei den Griechen-Bonds gestern Gewinne von etwa drei bis vier Preispunkten. Die Kursverluste am Freitag wurden als zunegativ eingestuft. Die ISDA, der Branchenverband der im außerbörslichen Derivatehandel tätigen Finanzinstitutionen, stellte erwartungsgemäß das Kreditereignis im Sinne der Restrukturierung in Athen fest. Am 19. März erfolgt das ordnungsgemäße Procedere zur Abwicklung der CDS.Der wilde Staatsbankrott ist zunächst gebannt – so die Auffassung vieler Marktteilnehmer. Aber das ist er nur fast. Es gibt ja schließlich noch die nach internationalem Recht emittierten Griechen-Anleihen über rund 18 Mrd. Euro. Die sollte man im Blick behalten. Die Umtauschfrist für das PSI wurde bei diesen Titeln bis zum 23. März verlängert. 31% der Inhaber dieser Bonds (rund 6 Mrd. Euro) haben sich noch nicht zum Tausch bereit erklärt, und sie können einzig und allein von einer Mehrheit der Investoren dazu verpflichtet werden. In einigen Bonds haben Investoren aber eineblockierende Minderheit und können deshalb nicht zur Teilnahme am PSIgezwungen werden. Für die Griechen heißt das nun: Sie müssen diese Anleihen entweder weiterhin bedienen oder sie erleiden einen Default des Staates, der dann auch die neuen griechischen Staatsanleihen einschließt. Zugegeben: Es ist relativ unwahrscheinlich, dass Griechenland wegen ca. 2% der gesamten Staatsschuld (6 Mrd. Euro in Frage kommender Anleihen in Bezug auf rund 300 Mrd. Staatsschuld) in einen Staatsbankrott läuft. Aber was hat man in dieser Krise nicht schon alles für undenkbar erklärt.Originaltext: Börsen-ZeitungDigitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/30377Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_30377.rss2Pressekontakt:Börsen-ZeitungRedaktionTelefon: 069–2732-0www.boersen-zeitung.de

ROUNDUP Baden-Württemberg fordert Leyen bei Schlecker zum Handeln auf (12. März 2012, 21:01 Uhr)

(neu: Interviewäußerungen des Insolvenzverwalters) STUTTGART (dpa-AFX) – Das Land Baden-Württemberg hält das Nein des Bundes zu Hilfen für die insolvente Drogeriekette Schlecker nicht für das letzte Wort. ‘Wir nehmen das Nein nicht einfach so hin. Der Bund macht es sich zu einfach, wenn er ein KfW-Darlehen aus rein formalen Gründen ablehnt’, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) am Montag in Stuttgart. Nach der Absage von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) sei nun Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gefragt. Sie müsse zeigen, ob es ihr mit der Hilfe für die betroffenen Beschäftigten ernst ist. ‘Die Bundesregierung muss mit einer Stimme sprechen und klarstellen, ob sie helfen will oder nicht’, forderte Schmid. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte am Wochenende den Ball an das Land zurückgespielt und erklärt, der Konzern aus Ehingen (Alb-Donau-Kreis) erfülle die Kriterien nicht. Die Kredite der KfW seien auf kleine und mittelständische Firmen ausgerichtet. Baden-Württemberg müsse nun mit den anderen Ländern über mögliche Finanzhilfen verhandeln. Der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz will für die 12.000 Mitarbeiter der Kette, die Ende März ihre Jobs verlieren sollen, eine Transfergesellschaft aufbauen, um ihnen den Übergang in andere Beschäftigungsverhältnisse zu erleichtern. Bundesweit sollen etwa 2.400 der derzeit noch rund 5.400 Schlecker-Filialen dicht gemacht werden. ‘Ich wünsche mir, dass die Politik einen KfW-Kredit für eine Transfergesellschaft bereitstellt, das wäre für alle Beteiligten absolut sinnvoll’, sagte Geiwitz der ‘Süddeutschen Zeitung’ (Dienstag). Das insolvente Unternehmen benötige die etwa 75 Millionen Euro nicht als Zuschuss, sondern als Überbrückung, bis das Kerngeschäft in einigen Monaten wieder stabil laufe. ‘Das wäre kein unzumutbares Risiko für den Steuerzahler.’ Der ‘Financial Times Deutschland’ (Dienstag) sagte Geiwitz: ‘Das muss diese Woche entschieden werden. (…) Ich brauche noch keine Auszahlung, aber eine belastbare Zusage.’ In der Woche darauf müsse ein Lohnverzicht der verbliebenen Schlecker-Mitarbeiter feststehen. Auch Wirtschaftsminister Schmid betonte: ‘Die Zeit für die Gründung der Transfergesellschaft drängt: die KfW-Zwischenfinanzierung wäre die Lösung, um zu verhindern, dass die Mitarbeiterinnen direkt in die Arbeitslosigkeit fallen.’ Die Gewerkschaft Verdi hat die Hoffnung ebenfalls nicht aufgegeben. ‘Ich setze darauf, dass hier geholfen wird im Sinne einer Transfergesellschaft, einer Bürgschaft, eines Kredits seitens der KfW’, sagte Gewerkschaftschef Frank Bsirske im ARD-’Morgenmagazin’. Die Bundesregierung habe dazu die Möglichkeit mit einer Ausnahmegenehmigung, einer Anweisung an die KfW. ‘Das hat es in früheren Fällen – Stichwort EADS – auch schon gegeben.’ Die Verdi-Bezirksleiterin im Südwesten, Leni Breymaier, zeigte sich empört über die Absage des Bundes. ‘Was wir bei dieser einmaligen Insolvenz erleben müssen, ist der Unterschied zwischen Marktwirtschaft und sozialer Marktwirtschaft.’ Sie kündigte ein Gespräch mit Vertretern der grün-roten Landesregierung an diesem Dienstag (13.3.) an. Verdi ist an den Gesprächen über den Sozialplan für die 12.000 Beschäftigten von Schlecker beteiligt, die bis Ende März ihre Jobs verlieren sollen. Breymaier hält die Erklärung der KfW, Schlecker erfülle als großes Unternehmen die Kriterien nicht, für vorgeschoben. ‘Der Konzern Schlecker wurde geführt wie ein Kleinunternehmen.’ Das deutsche Wirtschaftsrecht habe dies zugelassen, zulasten von 30.000 Beschäftigten. Und jetzt verweigere der Bund jegliche Unterstützung ausgerechnet mit dem Hinweis, nur für kleine und mittlere Unternehmen zuständig zu sein. ‘Wie oft sollen die Schlecker-Frauen eigentlich noch hinten runter fallen?’/hot/DP/he

Aktien New York Schluss: Wenig verändert nach China-Daten – Dow im Plus (12. März 2012, 21:22 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Angesichts unterschiedlich interpretierbarer Konjunktursignale aus China sind die US-Börsen nach ihrer jüngsten Gewinnserie am Montag nicht recht vom Fleck gekommen. Sie schlossen insgesamt wenig verändert, wobei lediglich der Dow Jones Industrial ein klares Plus schaffte. Laut Marktexperten drückte die Nachricht, dass China im Februar das größte Handelsbilanzdefizit seit einem Jahrzehnt verzeichnet hat, etwas auf die Stimmung. Allerdings sei die Sorge eines verlangsamten gesamtwirtschaftlichen Wachstums nicht mehr so bedrohlich, nachdem Daten aus den USA, wie zuletzt die Arbeitsmarktdaten, inzwischen wieder besser ausfielen. Dass China eine weitere Lockerung seiner Geldpolitik für möglich halte, um seine Wirtschaft anzukurbeln, stütze zudem. Der Dow Jones Industrial schloss 0,29 Prozent höher bei 12.959,71 Punkten. Bereits davor hatte der Leitindex drei Tage in Folge zugelegt. Der breiter gefasste S&P 500 stieg am Montag nach vier positiven Wochen in Folge um weitere 0,02 Prozent auf 1.371,09 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Composite Index indes 0,16 Prozent auf 2.983,66 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 verabschiedete sich prozentual unverändert bei 2.646,85 Punkten./gl/he

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