STUTTGART (dpa-AFX) – ‘Stuttgarter Zeitung’ zu Daimler: ‘Daimler-Chef Zetsche hat das Ziel ausgegeben, dass Mercedes-Benz spätestens bis 2020 auch beim Absatz wieder die weltweit führende Nobelmarke werden und zugleich hochprofitabel bleiben soll. Dies ist jedoch ein schwieriger Spagat. Denn dazu muss der Autobauer auch mit kleinen Wagen gutes Geld verdienen, was ihm bisher nicht gelungen ist. Die Wagen der kompakten A- und B-Klasse, deren Angebotspalette deutlich ausgeweitet wird, sollen den stärksten Beitrag zur Expansion liefern.’/cm/DP/he
Archive for February 9th, 2012
Pressestimme: ‘Stuttgarter Zeitung’ zu Daimler (09. Februar 2012, 22:54 Uhr)
ROUNDUP Europäer verweigern schnelle Hilfen an Athen – Welche Rolle für EZB? (09. Februar 2012, 22:30 Uhr)
BRÜSSEL/ATHEN (dpa-AFX) – Die griechische Regierung einigt sich nach langem Ringen auf ein hartes Sparpaket – doch die Euro-Partner dringen auf verbindliche Zusagen aus Athen. Die Finanzminister der Euro-Länder verhandelten in Brüssel über ein neues, milliardenschweres Hilfsprogramm. Ein Kompromiss am Donnerstag sei aber noch nicht möglich, berichteten Diplomaten nach mehrstündigen Verhandlungen am Abend. Endgültige Beschlüsse könnten frühestens in der nächsten Woche fallen. ‘Es ist nun an der griechischen Regierung, die europäischen Partner zu überzeugen, dass das neue Paket funktionieren kann’, sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn. Das Programm soll einen Umfang von mindestens 130 Milliarden Euro haben. Diplomaten zufolge fordern stabilitätsorientierte Länder wie Deutschland schriftliche Garantien aus Athen, Reformen tatsächlich umzusetzen. Rehn sagte, es gebe auf Mitarbeiter-Ebene eine Vereinbarung zwischen der griechischen Regierung und der ‘Troika’ von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF). ‘Diese Vereinbarung auf technischer Ebene wird nun eingehend von den Ministern der Eurozone geprüft.’ Die Troika hatte das neue Programm verhandelt.IWF BEGRÜSST ‘SEHR ERMUTIGENDEN NACHRICHTEN’ IWF-Chefin Christine Lagarde begrüßte die ‘sehr ermutigenden Nachrichten’, die aus Athen kämen. Vor der Brüsseler Krisensitzung hatten sich die Regierungsparteien in Athen auf ein Sparpaket geeinigt. Es sieht neue, erhebliche Einschnitte vor: Niedrigere Mindestlöhne, eingefrorene Gehälter und weniger Staatsdiener. Selbst bei der bis zuletzt umstrittenen Rentenkürzung gab es nach Angaben aus Athen eine Einigung. Bis 2015 soll Griechenland so insgesamt 14 Milliarden Euro sparen, allein dieses Jahr sollen es 3,1 Milliarden sein.KREISE: MERKEL UNTERRICHT PARTEI- UND FRAKTIONSCHEFS AM FREITAGMORGEN Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Freitagmorgen in Berlin die Partei- und Fraktionschefs über den Stand der Griechenland-Hilfen unterrichten. Das verlautete aus Koalitionskreisen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte: ‘Die Verhandlungen sind weit vorangeschritten, aber wir sind noch nicht so weit.’ Er forderte ein Programm, dass die Gesamtverschuldung Griechenlands bis Ende des Jahrzehnts auf 120 Prozent der Wirtschaftsleistung begrenzt. Derzeit sind es rund 160 Prozent. Erlaubt sind höchstens 60 Prozent. Auch Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker sagte: ‘Es gibt viele Unklarheiten.’EZB-CHEF SASS MIT AM VERHANDLUNGSTISCH Die obersten Kassenhüter antworteten nicht auf Fragen, ob die EZB und nationale Notenbanken bei der Griechenlandrettung mit ins Boot genommen werden sollen. EZB-Chef Mario Draghi saß mit am Verhandlungstisch. Der Italiener hatte zuvor in Frankfurt deutlich gemacht, dass die EZB ihren gigantischen Bestand an griechischen Staatsanleihen im Schätzwert von 45 Milliarden Euro zu Geld machen könnte. Möglich ist, die Gewinne über die Euroländer an Athen weiterzureichen. Maßgeblich für die Gewinne wäre der jeweilige Anteil der Länder am EZB-Kapital.VENIZELOS: ERSTE EINIGUNG AUF PRIVATSEKTOR-BETEILIGUNG Bisher wurde in Griechenland nur über einen Schuldenschnitt der Privatgläubiger wie Banken und Versicherungen verhandelt. Nach Aussage des griechischen Ressortchefs Evangelos Venizelos gibt es mit den Bankenvertretern eine erste Einigung auf die sogenannte Privatsektor-Beteiligung. ‘Wir haben auch eine Vereinbarung mit den Privatgläubigern auf die grundlegenden Faktoren der Privatsektor-Beteiligung’, sagte er in Brüssel. ‘Wir brauchen politische Unterstützung der Eurogruppe, um die letzten Schritte zu machen.’ Der freiwillige Schuldenschnitt ist ein Baustein des neuen Hilfspakets für Griechenland. Er soll die griechischen Staatsschulden von rund 350 Milliarden Euro um rund 100 Milliarden Euro mindern./cb/DP/he
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Plus – Einigung in Athen hebt Stimmung leicht (09. Februar 2012, 22:35 Uhr)
NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Börsen haben am Donnerstag nach einem richtungslosen Verlauf Gewinne verbucht. Allerdings bröckelte das Plus im Leitindex Dow Jones Industrial bis Handelsschluss wieder ab, so dass er nur knapp im positiven Terrain schloss. Wie bereits in Europa wurde die Stimmung am Markt letztlich leicht positiv davon beeinflusst, dass es in Griechenland nach zähen und langen Verhandlungen zu einer Einigung auf ein neues Sparprogramm gekommen ist. Wenig Beachtung fanden dagegen die heimischen Konjunkturdaten. Der Dow Jones Industrial beendete den Tag mit einem Aufschlag von 0,05 Prozent bei 12.890,46 Punkten. Zeitweise war er bis auf knapp 12.925 Punkte gestiegen und hatte damit sein Hoch seit Mai 2008 weiter ausgebaut. Der S&P 500 legte am Schluss um 0,15 Prozent auf 1.351,95 Punkte zu. An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Composite-Index um 0,39 Prozent auf 2.927,23 Punkte vor. Der Nasdaq 100 gewann 0,72 Prozent auf 2.563,93 Punkte und baute sein Elfjahreshoch weiter aus. Der griechische Ministerpräsident hatte bestätigt, dass sich die Parteien in Athen auf Maßnahmen geeinigt haben. Bis 2015 will Griechenland insgesamt 14 Milliarden Euro sparen, allein dieses Jahr sollen es 3,1 Milliarden sein. Die US-Konjunkturdaten waren indes gemischt ausgefallen: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche waren entgegen den Markterwartungen erneut gesunken. Die Lagerbestände der Unternehmen im Dezember waren dagegen stärker als erwartet gestiegen.CISCO LEIDEN NACH ZAHLENVORLAGE UNTER GEWINNMITNAHMEN Im Dow waren die Aktien von Cisco Systems Schlusslicht mit minus 2,10 Prozent auf 20,00 US-Dollar und litten damit Börsianern zufolge vor allem unter Gewinnmitnahmen. Der weltgrößte Netzwerk-Ausrüster hatte wieder eine kräftige Nachfrage nach seiner Technik verzeichnet und im zweiten Geschäftsquartal zwischen November und Januar seinen Umsatz um 11 Prozent gesteigert. Der Gewinn war sogar dank eingedämmter Kosten um 44 Prozent gestiegen. Unter den kleineren Einzelwerten stachen insbesondere Groupon ins Auge, die um knapp 14 Prozent einbrachen. Die mit viel Vorschusslorbeeren an die Börse gegangene Rabatt-Website schreibt weiterhin tiefrote Zahlen. Im Gesamtjahr war angesichts hoher Kosten ein Verlust in dreistelliger Millionenhöhe angefallen. Die Visa-Papiere dagegen legten nach Zahlen um 3,76 Prozent zu. Nach Mastercard und American Express hatte auch der Marktführer von der gestiegenen Kauflust seiner Kunden profitiert und im ersten Geschäftsquartal 16 Prozent mehr verdient als im Vorjahr. ABHÖRSKANDAL KOSTET NEWS CORP. WEITERHIN VIEL GELD Die News Corp-Titel büßten rund zwei Prozent ein. Der Abhörskandal bei der britischen Zeitung ‘News of the World’ kostet Medienmogul Rupert Murdoch weiterhin richtig Geld. Alleine im zweiten Geschäftsquartal hatte das Unternehmen eine Belastung von 87 Millionen Dollar verdauen müssen. Oracle hat den Aktionären für die auf Personalmanagement-Software spezialisierte Taleo Corporation ein Übernahmeangebot von rund 1,9 Milliarden Dollar gemacht. Während die Taleo-Aktien um etwas mehr als 17 Prozent nach oben sprangen, gewannen die Papiere des SAP-Konkurrenten 0,56 Prozent hinzu./ck/he
FBI veröffentlicht Akte von Steve Jobs (09. Februar 2012, 22:43 Uhr)
NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Bundespolizei FBI hat 1991 Apple-Gründer Steve Jobs ausführlich durchleuchtet, als er im Gespräch für einen Beraterposten beim Weißen Haus war. Die jetzt veröffentlichte fast 200 Seiten starke FBI-Akte enthält bereits Details, die der breiten Öffentlichkeit erst mit Erscheinen der Steve-Jobs-Biografie im Herbst vergangenen Jahres bekanntwurden. Neu ist, dass Jobs von 1988 bis 1990 eine Freigabe für geheime Informationen der Stufe ‘Top Secret’ hatte, sowie die Geschichte von einer Bombendrohung, mit der 1985 unter anderem vom Apple-Gründer eine Million Dollar erpresst werden sollte. Den damaligen Ermittlungsunterlagen zufolge, die Teil von Jobs’ FBI-Akte sind, rief ein Unbekannter im Februar 1985 bei Apple an und behauptete, er habe Bomben in drei Häusern deponiert. Das Geld sollte in einem Zug übergeben werden. Sollten die Behörden informiert werden, drohte er, an einem nicht genannten Ort einen weiteren Sprengsatz zu zünden. Jobs und die anderen Erpressungsopfer schalteten trotzdem das FBI ein. Es wurden allerdings weder Bomben noch der Erpresser gefunden. Den ‘Top Secret’-Zugang bekam Jobs nach Informationen des Blogs ‘Gizmodo’, weil seine Firma Pixar – damals noch Jahre von ihrem ersten großen Animationsfilm entfernt – dem US-Geheimdienst Software zur Bearbeitung von Satellitenaufnahmen anbieten wollte. Das FBI befragte 1991 mehr als 30 Weggefährten, ehemalige Kollegen und auch Nachbarn von Jobs. Ziel war nicht nur, vor einer Berufung in ein Beratergremium des damaligen US-Präsidenten George Bush Meinungen über den Apple-Gründer einzuholen – es sollte auch festgestellt werden, ob es in seiner Vergangenheit etwas gab, weswegen er erpresst werden könnte. In die Akte kamen dabei seine Experimente mit Marihuana und LSD in der Jugendzeit, die Geschichte von seiner Tochter, die er zunächst nicht unterstützte, sowie die Kritik einiger einstiger Mitstreiter, die ihn für unehrlich und manipulierend hielten. Für den Beraterjob empfahlen auch sie ihn trotzdem./so/DP/he
ROUNDUP Rhön erwartet mit HSK Umsatzplus – Gewinn allerdings rückläufig (09. Februar 2012, 22:49 Uhr)
(neu: weitere Aussagen des Managements) BAD NEUSTADT A.D.SAALE (dpa-AFX) – Der private Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum strebt mit der Übernahme von 49 Prozent an den Wiesbadener Dr. Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) einen weiteren Umsatzzuwachs an. Zunächst wird die defizitäre Klinik aber eine Belastung für den MDax-Konzern aus Franken. Der Konzerngewinn werde 2012 auf 145 Millionen Euro zurückgehen, teilte der Helios-Konkurrent am späten Donnerstagabend mit. Im Vorjahr standen dank einer Steigerung der Patientenzahl um rund zwölf Prozent noch 161 Millionen Euro in den Büchern. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Wiesbaden hatte am Abend mit großer Mehrheit dem Verkauf des Minderheitsanteils der (HSK) an den MDax-Konzern zugestimmt. Rhön werde die Klinik wieder in die schwarzen Zahlen führen, sagte Rhön-Klinikum-Chef Wolfgang Pföhler. Im Zuge der Beteiligung soll Rhön die unternehmerische Verantwortung im größten Krankenhaus der hessischen Landeshauptstadt übernehmen. Die Franken haben sich damit gegen die beiden Konkurrenten – die Krankenhaustochter Helios des Medizinkonzerns Fresenius und die Sana Kliniken durchgesetzt. Der Teilverkauf ist allerdings noch nicht in trockenen Tüchern, denn ein anlaufendes Bürgerbegehren gegen den Verkauf könnte die Unterschrift um entscheidende Wochen hinauszögern. Das Angebot des privaten Krankenhauskonzerns Rhön gilt nur bis zum 31. März. Nach früheren Berichten wird die Stadt rund 300 Millionen Euro für die defizitäre Klinik erlösen und behält im Aufsichtsrat die Mehrheit. Der neue Eigentümer wird etwa 100 Millionen Euro Altschulden der HSK übernehmen. Vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden musste sich die Stadt festlegen, den Vertrag nicht vor einem Eilentscheid über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens zu unterzeichnen. Dieser Richterspruch wird für kommende Woche erwartet. Wer hinter dem Bürgerbegehren steht, ist nach Angaben der Stadt nicht bekannt. Vor Gericht wurde das Bündnis HSK Pro Kommunal von einem Anwalt vertreten. Die HSK-Belegschaft und die Gewerkschaft Verdi billigen den Verkauf, den die große Koalition von CDU und SPD eingeleitet hat. Die Kartellbehörden müssen dem Einstieg noch zustimmen, teilte Rhön-Klinikum weiter mit. Die Wiesbadener Klinik soll erstmals im zweiten Quartal 2012 in die Konzernbilanz einfließen. In der HSK werden pro Jahr in 1.027 Betten rund 43.000 Patienten behandelt. Zuletzt lag der Umsatz des defizitären Krankenhauses mit rund 3.100 Mitarbeitern bei über 200 Millionen Euro. Im Stadtgebiet betreibt die Rhön-Klinikum AG bereits zwei Krankenhäuser, nämlich die Deutsche Klinik für Diagnostik und die Aukamm-Klinik. Auch das Universitätsklinkum Gießen/Marburg gehört zur Rhön-Gruppe. Den Umsatz will Rhön-Klinikum 2012 unter Berücksichtigung der HSK auf 2,85 Milliarden nach 2,63 Milliarden Euro im vergangenen Jahr steigern. Das operative Ergebnis (EBITDA) soll sich auf 350 Millionen Euro (VJ: 337) verbessern. Während der Umsatz um 2,5 Prozent nach oben oder unten schwanken könne, rechnet Rhön bei den Kennziffern für den Gewinn mit eine Schwankungsbreite von fünf Prozent nach oben oder unten. Rhön zählt neben Helios und dem Konkurrenten Asklepios zu den drei großen privaten Krankenhausbetreibern in Deutschland. Bei den jüngsten Übernahmen in Deutschland – dem Verkauf der Damp-Gruppe sowie des Katholischen Klinikums Duisburg (KKD) – hatte jedoch Helios den Zuschlag erhalten. 2009 hatte sich Rhön-Klinikum durch eine Kapitalerhöhung brutto rund 460 Millionen Euro für Übernahmen gesichert./ep/fko/he
Pressestimme: ‘Frankfurter Rundschau’ zu Griechenland (09. Februar 2012, 22:56 Uhr)
FRANKFURT (dpa-AFX) – ‘Frankfurter Rundschau’ zu Griechenland: ‘Für die Stabilität der Euro-Zone aber bringt die Unterwerfung Athens vielleicht schon etwas. Denn die Härte gegen das wirtschaftlich unbedeutende Griechenland wie auch der neue Fiskalpakt dienen einem Zweck: der Klärung der Machtverhältnisse in Europa. Schließlich galt der Streit innerhalb der Euro-Zone, das Geschacher und Gestreite stets als der entscheidende Nachteil des Euro gegenüber dem Dollar.’/cm/DP/he
Obama lobt Monti für ‘effektive Maßnahmen’ gegen Schuldenkrise (09. Februar 2012, 23:04 Uhr)
WASHINGTON (dpa-AFX) – US-Präsident Barack Obama hat den neuen italienischen Regierungschef Mario Monti für dessen Einsatz im Kampf gegen die Schuldenkrise gelobt. ‘Wir begrüßen seinen starken Start und die sehr effektiven Maßnahmen innerhalb Italiens’, sagte Obama am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Ministerpräsidenten im Weißen Haus in Washington. Montis Reformagenda habe die Zuversicht in Europa und auf den Märkten deutlich gesteigert. Ferner lobte Obama die ‘großartige Arbeit’ der italienischen Soldaten in Afghanistan und beim gemeinsamen Militäreinsatz in Libyen./mcm/DP/he
WDH/ROUNDUP Rhön-Klinikum macht mit ambulanten Patienten mehr Gewinn (09. Februar 2012, 21:20 Uhr)
(neu: Prognose) BAD NEUSTADT (dpa-AFX) – Vor allem dank besserer Technik müssen in den Krankenhäusern des privaten Betreibers Rhön-Klinikum immer weniger Menschen stationär behandelt werden. Mit mehr ambulant versorgten Patienten hat der im MDax notierte Konzern Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr gesteigert. Wie das Unternehmen am Donnerstag im unterfränkischen Bad Neustadt mitteilte, stieg der Umsatz um 3 Prozent auf 2,6 Milliarden, und der Gewinn legte sogar um 11 Prozent auf 161 Millionen Euro zu. Vorstandschef Wolfgang Pföhler verwies auf erheblichen Preisdruck im Krankenhausgeschäft. Statt weitere Krankenhäuser zu kaufen, habe Rhön-Klinikum in die ambulante Behandlung in Medizinischen Versorgungszentren investiert. ‘Wir arbeiten grundsätzlich daran, effektiver zu werden’, sagte Investor-Relations-Leiter Kai Klinger, schloss betriebsbedingte Kündigungen aber aus: ‘Einen strukturellen Personalabbau gibt es nicht.’ Unterdessen ist der geplante Kauf der Wiesbadener Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) weiter in der Schwebe ist. Rhön will 49 Prozent der kommunalen Kliniken übernehmen. Die Stadtverordnetenversammlung der hessischen Landeshauptstadt stimmte der Teilprivatisierung am Donnerstagabend zwar mit großer Mehrheit zu, ein anlaufendes Bürgerbegehren gegen den Verkauf könnte die Unterschrift aber um entscheidende Wochen hinauszögern. Das Angebot des privaten Krankenhauskonzerns gilt zunächst nur bis zum 31. März. In Wiesbaden betreibt die Rhön-Klinikum AG bereits zwei Krankenhäuser. Das Unternehmen geht weiterhin davon aus, dass es im zweiten Quartal zur HSK-Übernahme kommt. Unter diesen Bedingungen erwarte Rhön 2012 Umsatzerlöse in Höhe von etwa 2,85 Milliarden Euro und einen Konzerngewinn von 145 Millionen Euro, teilte die Gesellschaft am Abend mit. Rhön zählt neben den zum Medizinkonzern Fresenius gehörenden Helios-Kliniken und dem Konkurrenten Asklepios zu den drei großen privaten Krankenhausbetreibern in Deutschland. Bei den jüngsten großen Übernahmen in Deutschland – dem Verkauf der Damp-Gruppe sowie des Katholischen Klinikums Duisburg (KKD) – hatte jedoch Helios den Zuschlag erhalten. 2009 hatte sich das Rhön-Klinikum mit einer Kapitalerhöhung rund 460 Millionen Euro für Übernahmen gesichert. In den 91 Kliniken und Versorgungszentren der Rhön-Gruppe wurden 2011 fast 2,3 Millionen Patienten behandelt – das entspricht einem Zuwachs von 12 Prozent. Rhön beschäftigt mehr als 39.000 Mitarbeiter./ep/uvo/he

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