Archive for January 16th, 2012

Pecik erhöhte bei Telekom Austria auf über 20 Prozent (16. Januar 2012, 22:24 Uhr)

WIEN (dpa-AFX/APA) – Der österreichische Investor Ronny Pecik hat sein Engagement bei der Telekom Austria AG weiter ausgebaut. Direkt und indirekt verfügt seine RPR Privatstiftung zwar wie bisher über 15,018 Prozent der Telekom-Aktien, zusätzlich hält die Stiftung aber indirekt schon Call-Optionen über weitere 5,100 Prozent, die bis 18. Juni jederzeit ausgeübt werden können. Damit hält die RPR Privatstiftung direkt und indirekt 20,118 Prozent, teilte die österreichische Telekomgesellschaft am Montagabend mit. Am 25. November war das Überschreiten der 15-Prozent-Schwelle bei der Telekom Austria durch Pecik bekannt geworden. Dieses Paket war damals rund 540 Millionen Euro wert. Seither sind rund 5 Prozent hinzugekommen. Die Meldung, dass Pecik mehr als 20 Prozent hält, war schon vor Weihnachten erwartet worden. Hauptaktionär der Telekom ist mit 28,42 Prozent die Staatsholding ÖIAG. In einem Zeitungsbericht hatte Pecik Anfang Dezember angekündigt, er wolle bei der Telekom vier Aufsichtsratssitze haben und bei den Vorstandsbesetzungen mitreden. Der Vorstand solle auf drei bis vier Mitglieder aufgestockt werden, hieß es. Noch vor der für 23. Mai geplanten ordentlichen Aktionärsversammlung wolle der Investor eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, um die personellen Wünsche in die Wege zu leiten, schrieb ‘Die Presse’ damals. Anfang September war Pecik mit Hilfe seines ägyptischen Geldgebers Naguib Sawiris erstmals groß bei der Telekom Austria eingestiegen./sp/dru/APA/ck

ROUNDUP: Juncker sieht keinen Engpass bei Euro-Rettung (16. Januar 2012, 22:31 Uhr)

LUXEMBURG/BRÜSSEL (dpa-AFX) – Auch nach der Herabstufung durch die Ratingagentur Standard & Poor's sehen die Euro-Länder keinen Engpass bei der Kreditvergabe an taumelnde Schuldensünder. Darauf hat der Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, in einer am Montagabend verbreiteten Mitteilung hingewiesen. 'Die Entscheidung von S&P wird die Ausleihkapazität des EFSF von 440 Milliarden Euro nicht verringern', schrieb der Vorsitzende der 17 Euro-Finanzminister. Der Rettungsfonds verfüge über ausreichend Geld, um die laufenden und geplanten Hilfsprogramme – für Portugal, Irland und Griechenland – zu stemmen.

 

Devisen: Eurokurs am Abend kaum verändert – S&P stuft EFSF ab (16. Januar 2012, 22:16 Uhr)

FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Kurs des Euro hat sich bis zum Montagabend kaum mehr verändert. Nachdem er sich im Tagesverlauf von seinen am Freitag erlittenen Verlusten erholte, notierte er am Abend bei 1,2663 US-Dollar und damit kaum verändert im Vergleich zum Nachmittag. In den USA war der Handel wegen eines Feiertages geschlossen. Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hatte an diesem Abend wie von zahlreichen Marktteilnehmern bereits erwartet die Kreditwürdigkeit des Euro-Rettungsfonds EFSF herabgestuft. Vor dem Wochenende hatte sie in einem Rundumschlag die Kreditwürdigkeit einer Reihe von Euro-Ländern gesenkt. Im frühen Handel hatte der Euro nur bei 1,2626 Dollar notiert. Im Zuge der ersten Meldungen über den S&P-Rundumschlag war er am Freitag bis auf 1,2624 Dollar gefallen – den niedrigsten Stand seit 16 Monaten. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2669 (Freitag: 1,2771) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7893 (0,7830) Euro./ck

Tausende protestieren wieder gegen Frankfurter Fluglärm (16. Januar 2012, 21:11 Uhr)

FRANKFURT (dpa-AFX) – Zum ersten Mal im neuen Jahr haben am Montag wieder tausende Menschen im Frankfurter Airport gegen den Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet protestiert. Nach Angaben der Organisatoren kamen zu der Demonstration im Terminal des Flughafens rund 5.500 Teilnehmer – das wären so viele wie noch nie zuvor. Die Polizei sprach dagegen von rund 2.700 Teilnehmern. Die Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie ‘Stop Fluglärm – Hört unsere Stimmen!’ oder ‘Ihr tretet unsere Gesundheit mit Füßen’. Schon vor Weihnachten hatten sich regelmäßig mehrere tausend Demonstranten zu lautstarken Protesten im Terminal 1 versammelt. Zu den sogenannten Montagsdemonstrationen aufgerufen hat das ‘Bündnis der Bürgerinitiativen’, das sich gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens wehrt und ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22.00 und 6.00 fordert. Ziel sei es, ‘den Lärmterror am Himmel in der gesamten Region zu beenden’. Im vergangenen Oktober war die neue Landebahn am Frankfurter Flughafen eröffnet worden. Seitdem hat der Streit über Fluglärm an Schärfe gewonnen. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel hat Mitte Oktober ein vorläufiges Nachtflugverbot verfügt, bis das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein endgültiges Urteil fällt. Die hessische Landesregierung will mit einer Klage in Leipzig Ausnahmen erlauben. Im März soll darüber verhandelt werden./hus/DP/ck

ots.CorporateNews: Westfalen-Blatt / Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum … (16. Januar 2012, 21:32 Uhr)

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum ThemaRatingagenturen: Bielefeld (ots) – Die Rolle von Ratingagenturen in Frage zu stellen, ist angebracht. Es ist mehr als merkwürdig, wenn das eine Institut Frankreich das Top-Rating entzieht und das andere die Spitzenbewertung beibehält. Da darf bezweifelt werden, dass Fakten den Ausschlag gegeben haben. Hinter dieser Entscheidung jedoch eine Verschwörung der angelsächsischen Finanzwirtschaft zu vermuten, geht ein wenig zu weit. Schließlich wertete Standard & Poor’s im August 2011 auch die USA ab. Das passt nicht zur Theorie der bewussten Kleinhaltung Europas im Vergleich zu den USA. Es sollte vielmehr die Frage gestellt werden, warum es immer die eine Agentur ist, die als einzige die USA und Frankreich abstuft. Sie ist es auch, die den EFSFherunterstuft. Die Debatte um Ratingagenturen lenkt letztlich nur davon ab, dass es auf EU-Ebene im Schneckentempo voranzugehen scheint. Es ist einfacher, den Schwarzen Peter abzugeben, als klare Regeln durchzusetzen. Diese wären jedoch hilfreicher als jede Rüge. Und die Gesetzgeber sollten nicht vergessen, dass sie selbst es waren, die die Agenturen in eine so mächtige Rolle gebracht haben.Originaltext: Westfalen-BlattDigitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2Pressekontakt:Westfalen-BlattNachrichtenleiterAndreas KoleschTelefon: 0521 – 585261

RBS verkauft Flugzeug-Leasinggeschäft an Sumitomo Mitsui (16. Januar 2012, 21:49 Uhr)

LONDON (dpa-AFX) – Die Royal Bank of Scotland (RBS) verkauft ihr Flugzeug-Leasinggeschäft an Sumitomo Mitsui. Die Geschäftssparte werde für rund 7,3 Milliarden Dollar an die japanische Großbank verkauft, teilte die größtenteils verstaatlichte britische Großbank am Dienstagabend in London mit. Der Verkauf ‘ist ein weiterer Beweis unserer Fortschritte, die Nicht-Kerngeschäftsbereiche des Portfolios zu reduzieren und die Gruppe in eine Position der Stärke zurückzuführen’, sagte der Finanzdirektor der RBS-Gruppe, Bruce van Saun. Die RBS Aviation Capital mit Sitz in Dublin (Irland) ist die weltweit fünftgrößte Leasinggesellschaft. Zu ihren Kunden zählen etwa die Air China, BMI und Easyjet ./ck

Draghi plädiert für Distanz zu Rating-Bewertungen (16. Januar 2012, 21:01 Uhr)

STRAßBURG (dpa-AFX) – EZB-Präsident Mario Draghi hat im EU-Parlament für mehr Abstand zu Bewertungen von Ratingagenturen plädiert. Man sollte weiterfunktionieren und den Bewertungen nicht so hohes Gewicht einräumen, sagte Draghi am Montag im Europaparlament in Straßburg. Regulatoren, Investoren und Banken sollten unabhängiger von diesen Bewertungen sein, sagte der Italiener. In der Europäischen Zentralbank EZB herrsche bereits seit einigen Jahren diese Einstellung. Draghi sprach nicht als EZB-Präsident, sondern in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des europäischen Ausschusses für Systemrisiken mit Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses des EU-Parlaments. In der vergangenen Woche hatte die Ratingagentur Standard & Poor’s neun Länder der Euro-Zone herabgestuft und Frankreich und Österreich das Top-Rating AAA entzogen. Am Montagabend stufte S&P als Folge auch den Rettungsfonds EFSF ab, und zwar von der Bestnote ‘AAA’ auf ‘AA+’./pkl/DP/ck

RATING/ROUNDUP: S&P straft auch Euro-Rettungsfonds EFSF ab (16. Januar 2012, 20:34 Uhr)

LONDON/LUXEMBURG/BERLIN (dpa-AFX) – Ende der Erstklassigkeit: Nach Frankreich und Österreich hat auch der milliardenschwere Euro-Rettungsfonds EFSF die höchste Kreditwürdigkeit verloren. Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s stufte am Montagabend die Bonität von Bestnote ‘AAA’ auf ‘AA+’ zurück und begründete den Schritt damit, dass französische und österreichische Anleihen ihre Top-Bonität verloren hätten. Anleger orientieren sich an dieser Einstufung und könnten künftig deshalb etwas höhere Zinsen für ESFS-Anleihen verlangen. Diesen Schritt hatten die Finanzmärkte nach der Abstufung von neun Euro-Staaten, die für den Fonds bürgen, am Freitag durch S&P erwartet. Die europäischen Börsen und Finanzmärkte hatten insgesamt gelassen auf die Neubewertung reagiert, allerdings waren die Handelsplätze in den USA am Montag geschlossen. Frankreich besorgte sich zu sehr günstigen Zinsen frisches Kapital.REGLING: FONDS WEITER HANDLUNGSFÄHIG EFSF-Chef Klaus Regling unterstrich in Luxemburg, dass der Fonds weiter handlungsfähig sei und über ausreichende Mittel verfüge, den Verpflichtungen nachzukommen. Außerdem sei der Fonds nur durch eine der drei großen Agenturen abgestuft worden. Die Bundesregierung betonte bereits vor der Herabstufung, die Finanzierung des Fonds sei sicher. Seine Ausstattung müsse nicht vergrößert werden. Nachdem Frankreich und Österreich am Freitag die Topnote bei S&P verloren hatten, spielen nur noch vier Euro-Staaten – neben Deutschland die Niederlande, Finnland und Luxemburg – in der ersten Liga. Möglicherweise kommen auf den Fonds für das leicht höher eingeschätzte Risiko auch leicht höhere Zinszahlungen an Investoren in EFSF-Anleihen zu. Um das zu verhindern, müsste entweder der Umfang möglicher Hilfskredite reduziert werden oder die Euro-Länder müssten den Fonds mit höheren Garantien absichern. Spannung verspricht, zu welchen Konditionen sich der der EFSF an diesem Dienstag finanzieren kann.BUNDESREGIERUNG: AM EFSF-VOLUMEN MUSS SICH NICHTS ÄNDERN Aus Sicht der Bundesregierung muss sich durch den Bonitätsverlust nichts am Volumen des EFSF ändern. ‘Es gibt (…) keinerlei Handlungsbedarf’, erklärte die Regierungssprecher in Berlin. Schon gar nicht beim dauerhaften Rettungsschirm ESM, der bereits im Juli und damit ein Jahr früher starten soll, und wegen seiner anderen Finanzierungsstruktur mit Barkapital robuster aufgebaut ist. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht keine Notwendigkeit für höhere Absicherungen. ‘Für das, was der EFSF in den nächsten Monaten an Aufgaben hat, reicht der Garantierahmen bei weitem aus’, sagte er im Deutschlandfunk. Das S&P-Urteil zweifelt Schäuble aber an. ‘Ich glaube nicht, dass Standard & Poor’s wirklich begriffen hat, was wir in Europa schon auf den Weg gebracht haben.’KOMMISSIONSSPRECHER: ‘EIGENARTIGER ZEITPUNKT’ Auch die EU-Kommission lässt kein gutes Haar an dem Schritt. ‘Ich denke, die Ratingagenturen sollten die beispiellosen Maßnahmen der Regierungen besser miteinrechnen’, kritisierte Binnenmarktkommissar Michel Barnier. Ein Kommissionssprecher monierte, der Entzug der Bestnote käme zu einem ‘eigenartigen’ Zeitpunkt, da es vergangene Woche gute Nachrichten gegeben habe. Aufatmen in Frankreich: Trotz des ‘AAA’-Verlustes konnte sich die zweitgrößte Euro-Volkswirtschaft 8,59 Milliarden Euro frisches Geld an den Finanzmärkten leihen. Die Zinsen für kurzfristige Geldmarktpapiere sanken sogar im Vergleich zur letzten Versteigerung. Die erste richtige Nagelprobe kommt allerdings am Donnerstag, wenn Paris mehr als neun Milliarden Euro bei Investoren einsammeln will. Dann geht es um Anleihen mit einer längeren Laufzeiten, die mehr Vertrauen in die langfristige Bonität eines Landes erfordern. Die Ratingagentur Moody’s kündigte an, Frankreich vorerst nicht herabzustufen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen Moody’s-Bericht berichtete. Eine Entscheidung werde im Rahmen einer Neubewertung der Eurostaaten bis Ende März fallen. Die dritte große US-Ratingagentur Fitch hatte am vergangenen Dienstag bekanntgegeben, es sei binnen Jahresfrist nicht mit einem Verlust der Spitzenbonitätsnote ‘AAA’ zu rechnen.SCHWERE WOCHE FÜR GRIECHENLAND Eine weitere schwere Woche steht Griechenland ins Haus: Die internationalen Finanzinspekteure prüfen wieder einmal den Fortschritt bei Sparmaßnahmen. Zudem gehen die Verhandlungen mit den Gläubigern über den Schuldenschnitt in die entscheidende Phase. Die Gespräche mit dem Internationalen Bankenverband IIF sollten wohl am Mittwoch fortgesetzt werden, hieß es im Finanzministerium. Ein Abschluss steht aber noch in den Sternen: ‘Wir hoffen bis zum Ende dieser Woche. Sicher ist aber nichts.’ Vor allem Hedgefonds weigern sich Berichten zufolge, bei der Umschuldung mitzumachen./mmb/hoe/DP/jsl/ck — Von Max-Morten Borgmann und Andreas Hoenig, dpa

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