LONDON (dpa-AFX) – Der US-Ölkonzern Exxon Mobil arbeitet laut einem Pressebericht an der milliardenschweren Übernahme des Ölförderers Gulf Keystone Petroleum (GKP). Die Amerikaner bewerteten das Unternehmen mit rund sieben Milliarden britischen Pfund (8,3 Mrd Euro), berichtet der ‘Independent’ am Sonntag in seiner Online-Ausgabe. Das Gebot solle sich auf etwa acht Pfund je Aktie belaufen. Exxon Mobil soll bei GKP bereits angeklopft haben. Das Unternehmen ist im kurdischen Nordirak aktiv. GKP kommt dem Bericht zufolge derzeit lediglich auf eine Marktkapitalisierung von 1,5 Milliarden Pfund. GKP-Chef Todd Kozel sehe den Unternehmenswert aber bei einer möglicherweise zweistelligen Milliardensumme. GKP lehnte eine Stellungnahme auf Nachfrage der Zeitung ab. Exxon rief nicht zurück./stw
Archive for December 18th, 2011
Presse: Exxon Mobil arbeitet an Übernahme des Ölförderers GKP (18. Dezember 2011, 18:55 Uhr)
Post-Konkurrent DPD will Position bei Geschäftskunden ausbauen (18. Dezember 2011, 19:39 Uhr)
HAMBURG (dpa-AFX) – Nach einem Wachstum von voraussichtlich sechs Prozent in diesem Jahr will der Paket- und Expressdienstleister DPD auch 2012 kräftig investieren. ‘Auch wir bewerten die Konjunkturentwicklung im nächsten Jahr vorsichtig. Für unser Geschäft rechnen wir aber weiterhin mit einem ordentlichen Wachstum’, sagte DPD-Geschäftsführer Arnold Schroven der ‘Financial Times Deutschland’ (Montag). In zusätzliche Kapazitäten und die Erweiterung des Zustellnetzes sollen 90 Millionen Euro fließen. ‘Wir werden unsere Spitzenposition bei Geschäftskunden verteidigen und weiter ausbauen’, sagte der Manager. Der Gesamtmarkt für Express- und Paketdienste hat in diesem Jahr laut Branchenschätzungen um knapp fünf Prozent zugelegt. DPD hätte demnach Marktanteile gewonnen. Der Paketdienstleister, der zu mehr als 83 Prozent der französischen Post gehört, wird in diesem Jahr den Angaben zufolge etwa 320 Millionen Sendungen befördern. Die Deutsche Post hat zwar schon allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres doppelt so viele Pakete zugestellt, liefert sich aber gerade im Privatkundengeschäft einen scharfen Preiskampf mit dem Konkurrenten Hermes./stw
Presse: Magna Steyr baut Infiniti-Modell auf Basis der Mercedes A-Klasse (18. Dezember 2011, 18:31 Uhr)
RÜSSELSHEIM (dpa-AFX) – Der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna Steyr will laut einem Pressebericht das Einstiegsmodell der Nissan-Premiummarke Infiniti auf Basis der Mercedes A-Klasse entwickeln. Das berichtet die Fachzeitschrift ‘Automotive News Europe’ am Sonntag unter Berufung auf ‘hochrangige Quellen’ der beteiligten Unternehmen. Der Abschluss des Fertigungsauftrags für das Magna-Stammwerk in Graz werde für Anfang 2012 erwartet. Offiziell wollen die Unternehmen die Pläne auf Nachfrage der Zeitschrift nicht bestätigen. Der Nobel-Nissan soll ab 2014 dem Bericht zufolge auf der sogenannten MFA-Architektur von Mercedes-Benz aufbauen, die auch für die A- und B-Klasse Familie zum Einsatz kommt. Daimler trete als Lieferant von vormontierten ‘Komplettteilen’ auf und zündee damit die nächste Stufe der Allianz mit Renault-Nissan, die im April 2010 begonnen wurde. Laut ‘Automotive News Europe’ könnten pro Jahr nach internen Planungen rund 50.000 bis 60.000 Einheiten des Wagens in Graz für den globalen Export produziert werden. Sie würden mit Mercedes 4- und 6-Zylinder Diesel- und Benzinmotoren ausgerüstet. Damit solle das neue Infiniti-Kompaktmodell gegen den 1er BMW und den Audi A3 positioniert werden./stw
ProSiebenSat.1 erwartet 2012 keine Krise in der TV-Werbung (18. Dezember 2011, 18:22 Uhr)
FRANKFURT (dpa-AFX) – Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 erwartet für das kommende Jahr keine Krise in der Fernsehwerbung. Im als ausgereizt geltenden frei empfangbaren Fernsehen seien konzernweit bis zum Jahr 2015 zusätzliche Erlöse von mindestens 250 Millionen Euro drin, sagte Finanzvorstand Axel Salzmann der ‘Börsen-Zeitung’ (Samstag). ‘Wenn wir es schaffen, auch in Deutschland mehr Produkte ins Fernsehen zu holen, ist das eine echte Wachstumschance.’ Die konjunkturelle Eintrübung macht dem Manager nicht so große Sorgen, dass er für 2012 mit einer Krise rechnen würde. Das laufende Geschäftsjahr dürfte nach einem ‘zufriedenstellenden’ vierten Quartal mit einem Rekordergebnis abgeschlossen werden, sagte er. Messlatte ist das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen aus dem fortgeführten Geschäft, das im vorigen Jahr 791 Millionen Euro betragen hatte. ProSiebenSat.1 hatte zur Jahresmitte ihre Benelux-Geschäft für 1,2 Milliarden Euro verkauft und einen Buchgewinn von 325 Millionen Euro erzielt. Dies entspricht ungefähr 1,50 Euro je Aktie. Die Effekte der Benelux-Transaktion sollen allerdings nicht in die Berechnung der Dividende einfließen. Zur Ausschüttung kommen 80 bis 90 Prozent des um Sondereffekte bereinigten Überschusses aus dem fortgeführten Geschäft. Salzmann hält es für möglich, dass der Konzern seine Erlöse bis 2015 im mittleren einstelligen Bereich steigern kann. Im Digital- und Produktionsgeschäft seien zweistellige Wachstumsraten drin./stw
Warnhinweis für Eli-Lilly-Arznei Strattera (18. Dezember 2011, 17:45 Uhr)
BAD HOMBURG/MÜNCHEN (dpa-AFX) – Die deutsche Tochter des US-Pharmakonzerns Eli Lilly hat Ärzte über Nebenwirkungen des Medikaments Strattera unterrichtet. Eine Sprecherin von Lilly Deutschland bestätigte am Samstag eine entsprechende Meldung des Nachrichtenmagazins ‘Focus’. Nach dieser wurden die Mediziner über das Risiko eines ‘klinisch bedeutsamen’ Anstiegs von Blutdruck und Herzfrequenz durch Strattera informiert. Das Mittel ist gegen Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom bei Kindern und Erwachsenen zugelassen. Anfang Dezember seien 30.000 Ärzte informiert worden, sagte die Sprecherin. Anlass sei eine Datenanalyse gewesen. Sie erklärte, Warnhinweise seien seit der Zulassung des Mittels in der Fachinformation für Ärzte und Apotheker enthalten. Sie seien nun noch einmal deutlich gemacht worden. Verunsicherten Patienten riet das Unternehmen, sich mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen. Außerdem seien auf der Internet-Seite des Unternehmens weitere Informationen zu finden. ‘Focus’ zufolge besagen Studien, dass das Medikament bei sechs bis zwölf Prozent der Anwender des Medikamentes zu deutlich schnellerem Herzschlag führte. Ärzte müssen jetzt entsprechende Werte ihrer Strattera-Patienten messen und festhalten. Der Wirkstoff Atomoxetin war früher bereits durch psychische Nebenwirkungen aufgefallen./fvb/DP/stw
ROUNDUP: Freier Welthandel in der Sackgasse – WTO beklagt Protektionismus (18. Dezember 2011, 17:51 Uhr)
GENF (dpa-AFX) – Die Verhandlungen über einen freien Welthandel stecken tiefer denn je in der Sackgasse – zehn Jahre nach dem Beginn der so genannten Doha-Runde. Auch der 8. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO gelang es nicht, den Stillstand zu überwinden, wie ihr Vorsitzender am Samstagabend bei der Abschluss-Sitzung konstatierte. ‘Ich bedauere das sehr’, sagte Nigerias Handelsminister Olusegun Aganga, der das Treffen in Genf seit Donnerstag geleitet hatte. Als zusätzlicher Hemmschuh erweisen sich die zunehmend schlechten Aussichten für die Weltkonjunktur im Zuge der europäischen Schuldenkrise. Statt Zölle und Subventionen abzubauen, würden viele Länder wieder in den Protektionismus verfallen. Aganga rief – wie auch WTO-Generaldirektor Pascal Lamy – dazu auf, solche Maßnahmen rückgängig zu machen und keine neuen Hindernisse für den internationalen Austausch von Waren und Dienstleistungen zu errichten. Nach früheren Angaben Lamys verhindert Protektionismus in vielen Ländern Wachstum und koste die Weltwirtschaft dadurch jedes Jahr rund 800 Milliarden Dollar. WTO-Chef Lamy appellierte erneut, die Liberalisierung des Welthandels als einen potenziell sehr wichtigen Beitrag zur Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu verstehen. In der vorigen Woche hatte die Chefin des Internationalen Währungsfonds IWF, Christine Lagarde die aktuelle Situation sogar mit den 1930er Jahren verglichen und darauf hingewiesen, dass während der Großen Depression Rückzug, Protektionismus und Isolation die internationale Politik bestimmt hätten. In europäischen Diplomatenkreisen hieß es, wenigstens sei es bei der WTO-Ministerkonferenz gelungen, ‘die Tür offen zu halten’ für weitere Bemühungen um einen Erfolg der Verhandlungen. Mehr habe man von den Beratungen der mehr als 150 WTO-Mitgliedstaaten eigentlich auch kaum erhoffen können. Die so genannte Doha-Runde war 2001 in der Hauptstadt des Scheichtums Katar gestartet worden und hätte eigentlich schon vor Jahren abgeschlossen sein sollen. Nach wie vor umstritten sind Erleichterungen des Marktzugangs für Industriegüter und Dienstleistungen westlicher Länder in Schwellenländern wie China und Indien. Entsprechende Forderungen werden dort gekontert mit dem Ruf, den in Aussicht gestellten Abbau von Agrarsubventionen in den EU-Staaten und den USA wahrzumachen. Deutschland und die anderen EU-Staaten warben bei der Konferenz dafür, die Bemühungen um die Liberalisierung des Welthandels und die Wiederbelebung der Doha-Runde nicht aufzugeben. Nach Einschätzung von EU-Diplomaten wird dies ‘im Grundsatz’ von der Mehrheit der Konferenzteilnehmer unterstützt. ‘Unsere wichtigste Aufgabe ist es, Wege aus der Sackgasse zu finden’, sagte der deutsche Delegationsleiter Jochen Homann, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. ‘Wir können Doha nicht einfach beiseite schieben und ignorieren.’ Auch Deutschland rufe alle WTO-Mitglieder auf, neue Anstrengungen zur Wiederbelebung der Doha-Runde zu unternehmen. Als einziger echter Lichtblick wurde auf der WTO-Konferenz die Aufnahme Russlands in die Welthandelsorganisation präsentiert. Nach 18 Jahre dauernden, oft komplizierten Verhandlungen war Moskau am Freitag als 154. Mitglied bestätigt worden. Zehn Jahre nach dem Beitritt Chinas ist Russland die letzte der großen Volkswirtschaften und das letzte G20-Land, das Mitglied der Handelsorganisation wird. Das Parlament in Moskau muss den Beitritt noch ratifizieren. Am Samstag wurden auch Montenegro und Samoa in die WTO aufgenommen./bur/DP/stw
Cameron profitiert in Umfragen von Haltung auf EU-Gipfel (18. Dezember 2011, 16:00 Uhr)
LONDON (dpa-AFX) – Die Verweigerungshaltung von Großbritanniens Premier David Cameron auf dem EU-Gipfel in Brüssel hat seiner Konservativen Partei hervorragende Umfrageergebnisse beschert. Camerons Tories lagen in einer heute veröffentlichten Umfrage bei 41 Prozent. Die oppositionelle Labour-Partei verbuchte dagegen nur 39 Prozent. Die europafreundlichen Liberaldemokraten kamen auf 10 Prozent. Es scheine, als profitiere Cameron von einem Europa-Effekt, hieß es bei den Meinungsforschern. Es sei die zweite Umfrage in Folge, in der die Konservativen die Führung übernommen hätten, nach mehr als einem Jahr Labour-Dominanz./tbr/DP/stw
ROUNDUP: Cameron profitiert in Umfragen von Haltung auf EU-Gipfel (18. Dezember 2011, 16:33 Uhr)
LONDON (dpa-AFX) – Die Verweigerungshaltung von Großbritanniens Premierminister David Cameron auf dem EU-Gipfel in Brüssel hat seiner Konservativen Partei hervorragende Umfrageergebnisse beschert. Camerons Tories lagen in einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage des Instituts Yougov im Auftrag der Boulevardzeitung ‘The Sun’ bei 41 Prozent. Die oppositionelle Labour-Partei verbuchte dagegen nur 39 Prozent. Die europafreundlichen Liberaldemokraten kamen auf 10 Prozent. ‘Es scheint, als profitiere Cameron von einem Europa-Effekt’, sagte Yougov-Chef Peter Kellner. Es sei die zweite Umfrage in Folge, in der die Konservativen die Führung übernommen hätten, nach mehr als einem Jahr Labour-Dominanz in den Umfragen. Die Konservativen hätten die Stimmenzuwächse vor allem am rechten Rand erzielt und der rechtspopulistischen Partei UKIP Wasser abgegraben. 58 Prozent der Befragten finden die Haltung Camerons, seine Unterschrift unter einen neuen EU-Vertrag für strikte Haushaltsdisziplin zu verweigern, richtig. Etwa ein Drittel möchte innerhalb eines Jahres ein Referendum, bei dem das britische Volk über die weitere Mitgliedschaft in der Europäischen Union entscheiden soll./dm/DP/stw

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