Archive for November 23rd, 2011

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Sehr schwach – Schuldenkrise und Konjunktur (23. November 2011, 22:26 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Die wichtigsten US-Aktienindizes sind am Mittwoch belastet von der europäischen Schuldenkrise und weltweiten Konjunkturdaten sehr schwach aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones Industrial rutschte um 2,05 Prozent auf 11.257,55 Punkte ab. Damit hat der Index aufgrund des Feiertages am Donnerstag nur noch eine Chance, wenigstens einen Handelstag der laufenden Woche im grünen Bereich abzuschließen. Der breiter gefasste S&P 500 verlor am Mittwoch 2,21 Prozent auf 1.161,79 Punkte. An der Nasdaq gab der Composite um 2,43 Prozent auf 2.460,08 Punkte nach. Der Auswahlindex Nasdaq 100 fiel um 2,25 Prozent auf 2.166,54 Punkte. Eine Auktion einer neuen zehnjährigen Anleihe aus Deutschland war auf sehr schwache Nachfrage gestoßen. Zudem hat die EU-Kommission nun offiziell die Einführung der von Bundeskanzlerin Merkel weiter abgelehnten Eurobonds vorgeschlagen. Auch Konjunkturnachrichten wurden überwiegend negativ aufgenommen: So hatte sich die Stimmung der chinesischen Einkaufsmanager in der Industrie im November deutlich eingetrübt. Darüber hinaus waren im September die Auftragseingänge der Industrieunternehmen in der Eurozone unerwartet deutlich zurückgegangen. Frische US-Konjunkturdaten hatten derweil kein klares Bild geliefert.ALLE DOW-WERTE IM MINUS Branchenweit gehörten die als defensiv eingestuften Gesundheitsdienstleister zu den Werten, die noch mit die geringsten Verluste aufwiesen. Am stärksten nach unten wurden Rohstoff- und Finanzwerte getrieben. Vor dem Hintergrund des anstehenden Stresstests durch die US-Notenbank sorgten Anleger sich bei den Banken um die künftige Dividenden- und Aktienrückkaufpolitik, sagten Händler. Im Dow Jones endeten alle Werte im Minus. AT&T verloren 1,89 Prozent. Bei der geplanten Übernahme von T-Mobile USA durch den Telekomkonzern zeichnen sich weitere Probleme ab. Der Chef der Regulierungsbehörde FCC, Julius Genachowski, hatte am Dienstagabend beantragt, dass die geplante Übernahme von einem Richter der Behörde angehört wird. Die Aufseher bezweifeln die Angaben von AT&T, wonach der Schulterschluss das Hochgeschwindigkeitsinternet in ländliche Gebiete ausweite, das Netz für mobile Datennutzung verbessere und Arbeitsplätze schaffe. GROUPON RUTSCHEN ERSTMALS UNTER AUSGABEPREIS – NUR NOCH 17 DOLLAR Deere & Co. waren mit einem Plus von 3,89 Prozent einer der besten Werte im S&P 500. Der Landtechnikkonzern hatte dank eines deutlichen Umsatzanstiegs einen überraschend hohen Quartalsgewinn je Aktie erwirtschaftet. Zudem habe der Ausblick des Unternehmens auf das kommende Jahr die Erwartungen übertroffen, sagten Börsianer. Groupon rutschten erstmals unter ihren Ausgabepreis und gingen mit einem Minus von 15,50 Prozent auf 16,96 Dollar aus dem Handel. Der Ausgabepreis hatte Anfang November bei 20 Dollar gelegen. Einige Analysten erklärten in US-Medien den rapide absinkenden Kurs mit dem allgemeinen Zustand der amerikanischen Wirtschaft – und der Sorge, dass ein Unternehmen wie Groupon unter den ersten von einer Kaufzurückhaltung der Verbraucher leiden werde. Außerdem verwiesen sie auf wachsende Konkurrenz von Rivalen wie LivingSocial./he/stw

Aktien New York Schluss: Sehr schwach – Euro-Schuldenkrise und Konjunkturdaten (23. November 2011, 22:21 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Die wichtigsten US-Aktienindizes sind am Mittwoch belastet von der europäischen Schuldenkrise und weltweiten Konjunkturdaten sehr schwach aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones Industrial rutschte um 2,05 Prozent auf 11.257,55 Punkte ab. Damit hat der Index aufgrund des Feiertages am Donnerstag nur noch eine Chance, wenigstens einen Handelstag der laufenden Woche im grünen Bereich abzuschließen. Der breiter gefasste S&P 500 verlor am Mittwoch 2,21 Prozent auf 1.161,79 Punkte. An der Nasdaq gab der Composite um 2,43 Prozent auf 2.460,08 Punkte nach. Der Auswahlindex Nasdaq 100 fiel um 2,25 Prozent auf 2.166,54 Punkte. Eine Auktion einer neuen zehnjährigen Anleihe aus Deutschland war auf sehr schwache Nachfrage gestoßen. Zudem hat die EU-Kommission nun offiziell die Einführung der von Bundeskanzlerin Merkel weiter abgelehnten Eurobonds vorgeschlagen. Auch Konjunkturnachrichten wurden überwiegend negativ aufgenommen: So hatte sich die Stimmung der chinesischen Einkaufsmanager in der Industrie im November deutlich eingetrübt. Darüber hinaus waren im September die Auftragseingänge der Industrieunternehmen in der Eurozone unerwartet deutlich zurückgegangen. Frische US-Konjunkturdaten hatten derweil kein klares Bild geliefert./he/stw

Presse: Intesa Sanpaolo will Allianz-Manager Cucchiani an die Spitze holen (23. November 2011, 21:20 Uhr)

ROM (dpa-AFX) – Die italienische Großbank Intesa SanPaolo will laut einem Pressebericht möglicherweise den Allianz-Manager Enrico Cucchiani an ihre Spitze holen. Der Verwaltungsrat der Bank wolle den 61-jährigen Cucchiani, der im Vorstand des Münchner Versicherers bisher für Italien und andere europäische Staaten verantwortlich zeichnet, am Donnerstag für den Chefposten nominieren, berichtet die italienische Zeitung ‘La Repubblica’ am Mittwoch auf ihrer Internet-Seite. Der Vertrag des gebürtigen Mailänders bei der Allianz läuft noch bis 2012. Eine Allianz-Sprecherin wollte die Informationen am Mittwochabend nicht kommentieren. Der bisherige Intesa-Chef Corrado Passera hatte in der vergangenen Woche in der neuen Regierung unter Ministerpräsident Mario Monti den Posten des Ministers für Wirtschaftsentwicklung und Infrastruktur übernommen./stw/he

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 23.11.2011 (23. November 2011, 21:35 Uhr)

FRANKFURT (dpa-AFX) – Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 23.11.2011ANGLO AMERICAN LONDON – JPMorgan hat das Kursziel für Anglo American von 4.500 auf 3.500 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Overweight’ belassen. Aufgrund niedrigerer Eisenerz-Preiserwartungen habe er die Gewinnprognosen für die großen Bergbaukonzerne reduziert, schrieb Analyst Roger Bell in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Mittel- bis langfristig bleibe er wegen des hohen Nachfragewachstums für viele Rohstoffe allerdings optimistisch. Zudem seien Minenwerte für Anleger attraktiv, die über kurzfristige Kursschwankungen im Zuge der europäischen Schuldenkrise hinausblickten. Anglo American sei aufgrund der günstigen Bewertung und der am deutlichsten diversifizierten Gewinnströme sein Sektor-’Top Pick’.COMMERZBANK AG FRANKFURT – Equinet hat die Einstufung für Commerzbank nach Gerüchten über eine größer als bislang erwartete Kapitallücke auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 2,20 Euro belassen. Sollte die Commerzbank tatsächlich 5 statt der bisher erwarteten 2,9 Milliarden an zusätzlichem Eigenkapital benötigen, wäre dies eindeutig negativ, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Mittwoch. In diesem Fall dürfte die Bank eher weitere Staatshilfen anfordern, als eine Kapitalerhöhung vornehmen.DEUTSCHE BANK AG LONDON – Goldman Sachs hat Deutsche Bank nach der angekündigten strategischen Überprüfung der Vermögensverwaltungssparte auf ‘Neutral’ mit einem Kursziel von 39,00 Euro belassen. Im Grunde genommen stehe der Geschäftsbereich, abgesehen vom Fondverwalter DWS, damit zum Verkauf, schrieb Analyst Jernej Omahen in einer Studie vom Mittwoch. Dies sei ein rationaler Schritt, nachdem die Sparte keine bedeutenden Gewinne eingefahren habe. Je nach Verkaufspreis könnte sich eine Transaktion positiv auf die Kapitalisierung des Finanzkonzerns auswirken. Auch sei der Verkaufszeitpunkt wichtig, da die Banken ihre Rekapitalisierungspläne noch 2011 an die Europäische Bankenaufsicht übermitteln müssten.DEUTSCHE TELEKOM DÜSSELDORF – Die WestLB hat die Einstufung für Deutsche Telekom auf ‘Add’ mit einem Kursziel von 10,50 Euro belassen. Beim geplanten Verkauf von T-Mobile USA an AT&T spüre die Telekom stärkeren regulatorischen Gegenwind, schrieb Analyst Wolfgang Specht in einer Studie vom Mittwoch. Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Veräußerung des US-Mobilfunkgeschäfts bleibe niedrig.EON AG LONDON – Morgan Stanley hat die Einstufung für Eon auf ‘Overweight’ mit einem Kursziel von 18,50 Euro belassen. Der Versorger mache Fortschritte bei den Kostensenkungen, schrieb Analyst Bobby Chada in einer Studie vom Mittwoch. Er verwies dabei auf eine Unternehmensankündigung, wonach die erste Phase des Programms zur Effizienzsteigerung nun beendet sei.K+S FRANKFURT – Die Commerzbank hat K+S vor dem Hintergrund der von indischen Kalidünger-Importeuren geforderten fünfprozentigen Preissenkung auf ‘Add’ mit einem Kursziel von 48,00 Euro belassen. Auch wenn K+S keinen Standard-Kalidünger nach Indien liefere, könne das Unternehmen als ein weltweit eher kleinerer Kali-Produzent nur wenig Einfluss auf die Preise nehmen, schrieb Analyst Lutz Grüten in einer Studie vom Mittwoch. Bei einem einprozentigen Rückgang des Kalidüngerpreises könnte sein Kursziel um zwei Prozent sinken.MTU AERO ENGINES LONDON – Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien von MTU Aero Engines nach einer Investorenveranstaltung von 64,50 auf 62,50 (Kurs: 46,075) Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Conviction Buy’ belassen. Der Triebwerksproduzent sei in einer attraktiven Indutrie gut positioniert, schrieb Analyst David Perry in seiner Studie vom Mittwoch zur Begründung der beibehaltenen Kaufempfehlung. Hinzu kämen die niedrige Bewertung und überdurchschnittliche Renditen als positive Argumente für die Aktien.SOCIETE GENERALE HANNOVER – Die NordLB hat Societe Generale (SocGen) nach Zahlen zum dritten Quartal von ‘Kaufen’ auf ‘Verkaufen’ abgestuft und das Kursziel von 45,00 auf 13,50 Euro gesenkt. Die Bank habe die Markterwartungen verfehlt, schrieb Analyst Michael Seufert in einer Studie vom Mittwoch. Dabei seien hohe Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen durch Erträge aus der Abwertung eigener Schulden kompensiert worden. Diese nicht dauerhaften buchhalterischen Erträge färbten das Bild zu positiv. Aufgrund der eskalierenden Staatsschuldenkrise und verschärfter regulatorischer Auflagen dürfte es bei hohen Risikoabschlägen auf die Buchwerte von Bankaktien bleiben. Er befürchte weitere Kursverluste.SOLARWORLD AG HANNOVER – Die NordLB hat die Einstufung für Solarworld nach Zahlen zum dritten Quartal von ‘Halten’ auf ‘Verkaufen’ und das Kursziel von 6,00 auf 2,30 Euro gesenkt. Die Zahlen des Photovoltaikunternehmens hätten enttäuscht, schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Dienstag. Nach einem guten zweiten Quartal sei nun auch Solarworld in schwieriges Fahrwasser geraten. Wegen einer geringen Nachfrage sowie anhaltenden Preis- und Margendrucks habe er seine Gewinneinschätzungen für die kommenden Jahre deutlich reduziert.STANDARD CHARTERED LONDON – JPMorgan hat Standard Chartered in die ‘Analyst Focus List’ aufgenommen und die Einstufung auf ‘Overweight’ mit einem Kursziel von 1.800 Pence belassen. Die Pläne der europäischen Banken zum Abbau von Verschuldung und risikogewichteter Aktiva seien glaubwürdig, reichten aber nicht aus, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Vor diesem Hintergrund bevorzuge er für ein defensives Investment nach wie vor gut kapitalisierte Banken außerhalb der Eurozone. Dazu zähle auch Standard Chartered.SÜDZUCKER HANNOVER – Die NordLB hat Südzucker nach den vom Unternehmen angehobenen Jahreszielen von ‘Halten’ auf ‘Kaufen’ hochgestuft und das Kursziel von 23,00 auf 24,00 Euro erhöht. Die Kapazitätsstilllegungen in Europa aufgrund der neuen Zuckermarktordnung und der hohe Weltmarktpreis für Zucker hätten zu einer spürbaren Rentabilitätsverbesserung in der Zuckersparte geführt, schrieb Analyst Wolfgang Vasterling in einer Studie vom Dienstag. Da auch die Sparte CropEnergies zuletzt stark verbesserte Ergebnisse ausgewiesen habe, dürfte Südzucker das laufende Geschäftsjahr mit hervorragenden Zahlen abschließen.THOMAS COOK GROUP PLC LONDON – Morgan Stanley hat das Kursziel für Thomas Cook angesichts zunehmender Liquiditätsprobleme von 90,00 auf 25,00 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Equal-weight’ belassen. Er habe das Ziel gekappt, weil der Reiseveranstalter zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen die Gläubigerbanken um höhere Kredite bitte, schrieb Analyst Jamie Rollo in einer Studie vom Mittwoch. Anleger müssten sich darauf einstellen, dass Thomas Cook die Barmittel ausgehen könnten und es dann zu einer Kapitalerhöhung kommt.TUI AG FRANKFURT – Equinet hat die Einstufung für Tui angesichts zunehmender Liquiditätsprobleme beim Wettbewerber Thomas Cook auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 5,00 Euro belassen. Beim Reisekonzern Tui bestehe kein Finanzierungsrisiko, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Mittwoch. Allerdings könnte die von Thomas Cook ausgehende, negative Marktstimmung zunächst anhalten.

Devisen: Euro stabilisiert sich nach Talfahrt über 1,33 US-Dollar (23. November 2011, 20:59 Uhr)

NEW YORK (dpa-AFX) – Der Kurs des Euro hat sich am Mittwoch im US-Handel stabilisiert und ist über 1,33 Dollar geblieben. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,3329 US-Dollar. Im asiatischen Handel hatte der Euro allerdings noch 1,3531 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs später auf 1,3387 (Dienstag: 1,3535) Dollar festgesetzt. Experten machten vor allem die überraschend schwache Nachfrage bei einer Versteigerung zehnjähriger deutscher Staatsanleihen für die deutlichen Kursverluste beim Euro verantwortlich. ‘Im rezessiven Umfeld zeigt sich, dass auch Deutschland nicht mehr unbegrenzt Vertrauen an den Finanzmärkten genießt’, sagte David Kohl, Chefvolkswirt der Privatbank Julius Bär. Allerdings sei das enttäuschende Ergebnis bei der Auktion auch maßgeblich von technischen Faktoren beeinflusst und deshalb nicht überzubewerten. Für zusätzlichen Druck auf den Euro sorgten schwache Konjunkturdaten./he/stw

Freie Tankstellen begrüßen Regierungspläne zum Wettbewerb (23. November 2011, 20:14 Uhr)

BERLIN (dpa-AFX) – Die freien Tankstellen haben die Vorschläge der Bundesregierung zum Wettbewerb im Kraftstoffmarkt begrüßt. ‘Wir befürworten insbesondere die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums, die sogenannte Kosten-Preis-Schere dauerhaft im Kartellrecht zu verankern’, sagte der Geschäftsführer des MEW Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland, Steffen Dagger, am Mittwoch laut Mitteilung. Diese Regelung verbietet es Mineralölkonzernen, Benzin an freie Tankstellen zu einem höheren Preis abzugeben als sie selbst an ihren Tankstellen verlangen. Das bislang bis Ende 2012 befristete Verbot habe sich bewährt. Ebenso begrüße der Mittelstand die Ablehnung des österreichischen Modells zur Eingrenzung von Preisschwankungen. Es sei untauglich, die Kraftstoffpreise in Deutschland zu senken. Günstige Kraftstoffpreise werde es auch künftig nur geben, wenn die Wettbewerbsbedingungen verbessert werden. ‘Der Vorstoß des Bundeswirtschaftsministeriums ist deshalb richtig’, sagte Dagger. Der Mittelstand forderte darüber hinaus ein Verbot des Verkaufs nicht nur unter Einkaufspreis, sondern auch unter Herstellungskosten. Das sei notwendig, weil große Mineralölgesellschaften damit argumentierten, dass sie keine Einstandspreise hätten, weil sie ihre Kraftstoffe im eigenen Haus herstellten. ‘Dieses Schlupfloch ist nur durch den Bezug auf die Herstellungskosten zu schließen’, sagte Dagger. Eine solche Regelung würde den Wettbewerb im Tankstellenmarkt nachhaltig verbessern, weil eine Behinderung der freien Tankstellen durch marktstarke Wettbewerber deutlich erschwert würde./hgo/DP/stw

Umsätze an Terminbörse Eurex gestiegen (23. November 2011, 20:44 Uhr)

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Mittwoch gestiegen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 1.037.735 (Dienstag: 961.704) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 431.712 (424.463), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 606.023 (537.241). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,71 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Commerzbank (52.727/91.897), Deutsche Telekom (53.984/53.254) und BASF (13.921/29.168)./hi/DP/stw

ots.CorporateNews: Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: Unabhängigkeitskampf, Kommentar zur … (23. November 2011, 20:51 Uhr)

Börsen-Zeitung: Unabhängigkeitskampf, Kommentar zur EuropäischenZentralbank von Angela Wefers Frankfurt (ots) – Die Bundesregierung steht am Pranger: Kanzlerin Angela Merkel sperrt sich gegen Euroland-Bonds – gehebelt durch deutsche Haftung und Bonität – und den Einsatz der Europäischen Zentralbank (EZB) für mehr als blanke Geldwertstabilität: die Rettungdes Euro. Jenseits deutscher Grenzen sieht sich Berlin mit dem Vorwurf der Hegemonie mit neuen Mitteln konfrontiert. In Frankfurt hofft so mancher Banker auf Befreiung aus der Klammer der Märkte durch Merkel-Bonds oder den Austritt Deutschlands aus dem Euro. Davon ist Berlin aus wohlüberlegten Gründen weit entfernt. Die Kanzlerin steht zum Euro und zur EZB, ohne auch nur zu wanken. Im Bundestag stellte sie drei Dinge klar: Sie kämpft für die Unabhängigkeit der EZB, ist fest überzeugt, dass an deren Mandat nicht ein Quäntchen geändert werden darf, und sie zeigte unverblümt ihren Missmut über die Aktion ‘Euroland-Bonds’ der EU-Kommission. Gute Gründe lassen Merkel dies öffentlich untermauern. Europa steht vor einer Änderung der EU-Verträge. Merkel selbst betreibt dies, um über einen geschärften Stabilitätspakt mehr finanzpolitischen Zug in die Währungsgemeinschaft zu bringen, die sich erlaubt, zugleich mit nationaler Budgethoheit Fiskalpolitik zu betreiben. Wird der Vertrag dort geöffnet, könnte auch anderes zur Disposition stehen. Der Kanzlerin geht es um eine ursachengerechte und langfristige Lösung für die Euro-Krise: Verlorenes Vertrauen in Gläubigerstaaten mit hoher Verschuldung ist nur durch Etatdisziplin zurückzugewinnen. Mit wunderbarer Geldvermehrung – via Notenpresse oder Gemeinschaftsanleihen – kann dies allenfalls kurzfristig gelingen. Die Unabhängigkeit der Notenbank mit einem begrenzten Mandat zur Sorge für Geldwertstabilität ist gerade keine fixe Idee Deutschlands.Es geht um ökonomische Gewaltenteilung. Kaum jemand würde die Unabhängigkeit der Richter als Kontrollinstanz in einem Staat infragestellen oder der Legislativen. Die Unabhängigkeit der Notenbank von politischer Einflussnahme und die Sorge allein für die Geldwertstabilität sind nichts anderes. Die Deutschen sind gebrannt durch zwei Hyperinflationen in ihrer jüngeren Geschichte. Das macht sie besonders sensibel. Vor allem aber ist die unabhängige Notenbank einer der Bausteine des Wirtschaftssystems, die dieses Land in 60 Jahren zu der finanziellen Stärke zurückgeführt haben, die es heute in die unfreiwillige Rolle des Retters in der Not bringt. Das Geld fällt nicht vom Himmel. Es muss sorgsam gehütet werden: von einer unabhängigen Notenbank.Originaltext: Börsen-ZeitungDigitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/30377Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_30377.rss2Pressekontakt:Börsen-ZeitungRedaktionTelefon: 069–2732-0www.boersen-zeitung.de

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