NEW YORK (dpa-AFX) – Schlägt sich die Schuldenkrise in vielen europäischen Ländern schon auf die Industrieunternehmen durch? Der US-Aluminiumkonzern Alcoa hat im dritten Quartal eine schwache Nachfrage nach dem leichten Metall in Europa bemerkt. Der Kontinent bildet damit nach Angaben des aus Deutschland stammenden Konzernchefs Klaus Kleinfeld die absolute Ausnahme. ‘Die meisten Märkte wachsen weiterhin’, sagte Kleinfeld am Dienstag in New York. ‘Angesichts einer schwindenden Zuversicht in die Weltwirtschaft allerdings auf einem niedrigeren Niveau als im ersten Halbjahr’, schränkte er ein. Kleinfeld hielt dennoch unbeirrt an seiner Prognose fest, dass der Alumarkt in diesem Jahr um 12 Prozent wachsen wird. ‘Alcoa ist ein zuversichtliches Unternehmen in einer nervösen Welt.’UMSATZ STEIGT DEUTLICH – STARKE NACHFRAGE AUS CHINA Der Konzern konnte seinen Quartalsumsatz vor allem dank einer starken Nachfrage aus China um 21 Prozent auf 6,4 Milliarden US-Dollar (4,7 Mrd Euro) steigern. Der Gewinn verdreifachte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar auf unter dem Strich 172 Millionen Dollar. Damals hatte Alcoa aber noch unter den Spätfolgen der Rezession gelitten. Gegenüber dem Vorquartal halbierte sich der Gewinn jedoch. ‘Die Aluminium-Preise sind im dritten Quartal gefallen’, sagte Kleinfeld. Analysten hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet – dabei hatten sie ihre Erwartungen angesichts der wirtschaftlichen Turbulenzen in den vergangenen Wochen und Monaten bereits heruntergeschraubt. Nachbörslich fiel die Aktie um 5 Prozent./das/DP/he
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Alcoa registriert schwache Alu-Nachfrage in Europa – Gewinn enttäuscht (11. Oktober 2011, 22:47 Uhr)
ROUNDUP: Alcoa registriert schwache Alu-Nachfrage in Europa – Gewinn enttäuscht (11. Oktober 2011, 23:02 Uhr)
NEW YORK (dpa-AFX) – Schlägt sich die Schuldenkrise in vielen europäischen Ländern schon auf die Industrieunternehmen durch? Der US-Aluminiumkonzern Alcoa hat im dritten Quartal eine schwache Nachfrage nach dem leichten Metall in Europa bemerkt. Der Kontinent bildet damit nach Angaben des aus Deutschland stammenden Konzernchefs Klaus Kleinfeld die absolute Ausnahme. ‘Die meisten Märkte wachsen weiterhin’, sagte Kleinfeld am Dienstag in New York. ‘Angesichts einer schwindenden Zuversicht in die Weltwirtschaft allerdings auf einem niedrigeren Niveau als im ersten Halbjahr’, schränkte er ein. Kleinfeld hielt dennoch unbeirrt an seiner Prognose fest, dass der Alumarkt in diesem Jahr um insgesamt 12 Prozent wachsen wird. ‘Alcoa ist ein zuversichtliches Unternehmen in einer nervösen Welt.’UMSATZ STEIGT DEUTLICH – STARKE NACHFRAGE AUS CHINA Der Konzern konnte seinen Quartalsumsatz vor allem dank einer starken Nachfrage aus China im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar (4,7 Mrd Euro) steigern. Der Gewinn verdreifachte sich auf unterm Strich 172 Millionen Dollar. Damals hatte Alcoa aber noch unter den Spätfolgen der Rezession gelitten. Gegenüber dem Vorquartal halbierte sich der Gewinn. ‘Die Aluminium-Preise sind im dritten Quartal gefallen’, sagte Kleinfeld. Analysten hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet – dabei hatten sie ihre Erwartungen angesichts der wirtschaftlichen Turbulenzen in den vergangenen Wochen und Monaten bereits heruntergeschraubt. Nachbörslich fiel die Aktie um 5 Prozent. Vor allem die Autohersteller und Maschinenbauer hatten ihre Bestellungen zuletzt zurückgeschraubt, dagegen orderten die Zug- und Flugzeughersteller mehr Alu. Alcoa läutet traditionell die US-Berichtssaison ein, in der die Konzerne ihre Geschäftszahlen vorlegen. Börsianer schauen bei Alcoa auch noch aus einem anderen Grund besonders genau hin: Die Zahlen gelten wegen der breiten Verwendung von Aluminium als eine Art Indikator für die gesamte Wirtschaft. Die Autoindustrie setzt das leichte Metall etwa für Motorblöcke ein, die Flugzeughersteller bauen daraus Rumpf und Tragflächen./das/DP/he
Aktien New York Schluss: Dow gibt vor Slowakei-Abstimmung und Alcoa leicht nach (11. Oktober 2011, 22:28 Uhr)
NEW YORK (dpa-AFX) – Kurz vor dem Start der US-Berichtssaison hat der Dow Jones Industrial am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt und leicht im Minus geschlossen. Seit seinem vor sieben Tagen markierten Zwischentief hat der Leitindex um mehr als 9 Prozent zugelegt. Börsianern zufolge wogen die Sorgen um die europäische Schuldenkrise etwas schwerer als die Hoffnung auf erfreuliche Quartalszahlen, da die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms an der Slowakei zunächst zu scheitern droht. Erst nach Börsenschluss in den USA stand fest, dass die geplante Ausweitung des Euro-Rettungsschirms im slowakischen Parlament tatsächlich vorerst gestoppt wurde. Der Dow Jones pendelte in einem ruhigen Handel zwischen der Gewinn- und der Verlustzone, bevor er am Ende um 0,15 Prozent auf 11.416,30 Punkte nachgab. Der breiter gefasste S&P 500 notierte mit einem minimalen Plus von 0,05 Prozent auf 1.195,54 Punkte kaum verändert. Die Technologiewerte hingegen legten angesichts deutlicher Gewinne bei den Aktien von Research In Motion (RIM) und Apple relativ stark zu. So kletterte an der Nasdaq der Composite-Index um 0,66 Prozent auf 2.583,03 Punkte, und der Auswahlindex Nasdaq 100 verbesserte sich um 0,71 Prozent auf 2.294,92 Punkte. Die slowakische Regierung steht nach dem vorläufigen Stopp der Ausweitung des Euro-Rettungsschirms vor dem Aus, denn Premierministerin Iveta Radicova verband ihr politisches Schicksal mit der Euro-Entscheidung. Der Rettungsschirm könnte aber in einem zweiten Anlauf trotzdem vom Parlament beschlossen werden. Der sozialdemokratische Oppositionsführer und Ex-Premier Robert Fico hatte schon früher seine Zustimmung zur EFSF-Erweiterung mit einem Rücktritt der Regierung verknüpft./la/he
ROUNDUP Slowakei stoppt Erweiterung des Euro-Rettungsschirms (11. Oktober 2011, 22:25 Uhr)
BRATISLAVA (dpa-AFX) – Die Slowakei hat als erstes und einziges Euro-Land die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms vorläufig gestoppt. Zugleich zerbrach am Dienstag die Vier-Parteien-Regierung von Premierministerin Iveta Radicova. Sie hatte die Euro-Abstimmung mit der Vertrauensfrage verknüpft und war gescheitert. Das Aus für den Rettungsschirm bedeutet das Votum aber nicht: Über internationale Verträge kann in der Slowakei ein zweites Mal abgestimmt werden. Dies könnte noch in der laufenden Woche passieren, wie Außenminister Mikulas Dzurinda der dpa schon vor der Abstimmung sagte. Die Chancen, dass bei einem zweiten Wahlgang die Mehrheit erreicht wird, scheinen hoch: Der sozialdemokratische Oppositionsführer und Ex-Premier Robert Fico hatte wiederholt angekündigt, seine Partei – die größte im Parlament – könnte für die EFSF-Erweiterung stimmen. Als Bedingung hatte er aber immer wieder den Rücktritt der ‘unfähigen’ gegenwärtigen Regierung verlangt. Diese Bedingung ist mit der verlorenen Vertrauensabstimmung erfüllt.REGIERUNG AM ENDE Nur 55 der 150 stimmberechtigten Abgeordneten stimmten für die Ausweitung des Rettungsschirms und sprachen damit auch der Premierministerin das Vertrauen aus. Für einen Erfolg wäre aber eine Mehrheit von 76 der 150 stimmberechtigten Abgeordneten notwendig gewesen. Neun Abgeordnete votierten dagegen, 60 enthielten sich der Stimme. Die Gegner des Rettungsschirms hatten schon im Voraus angekündigt, die Abstimmung zu boykottieren. Gescheitert ist nun die Mitte-Rechts-Regierung der christlich-liberalen Premierministerin Radicova. Laut Verfassung bedeutet der Rücktritt des Premiers nämlich automatisch den Sturz der gesamten Regierung. Vorgezogene Neuwahlen sind aber nicht zwingend vorgesehen. Staatspräsident Ivan Gasparovic kann nach Annahme von Radicovas Demission einem anderen Politiker den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen. Theoretisch könnte er auch nochmals Radicova beauftragen. Üblicherweise gibt der Präsident aber dem Vorsitzenden der stärksten Parlamentspartei zuerst den Auftrag zur Regierungsbildung. Das ist der sozialdemokratische Oppositionsführer Robert Fico./ct/DP/he
dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 11.10.2011 (11. Oktober 2011, 21:35 Uhr)
FRANKFURT (dpa-AFX) – Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 11.10.2011ADIDAS PARIS – Cheuvreux hat Adidas nach einer Investorenveranstaltung in Russland auf ‘Outperform’ mit einem Kursziel von 57,00 Euro belassen. Trotz des schwierigeren Marktumfeldes zeigte sich Analyst Jürgen Kolb in einer Studie vom Dienstag mit Blick auf die Wachstumsperspektiven des Russland-Geschäfts zuversichtlich. Dank der Innovationskraft und großer Sportereignisse sollte die Umsatzentwicklung auch zu höheren Gewinnen führen.ADIDAS FRANKFURT – Equinet hat die Einstufung für Adidas nach einem Investorentag in Moskau auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 64,00 Euro belassen. Dass der Sportartikelkonzern seine Ziele in diesem Jahr nicht erreiche, halte er für recht unwahrscheinlich, schrieb Analyst Ingbert Faust in einer Studie vom Dienstag. Ungeachtet der ökonomischen Unsicherheiten dürfte 2012 für die Herzogenauracher ein starkes Jahr werden.ADIDAS PARIS – Exane BNP Paribas hat Adidas nach einer Investorenveranstaltung in Russland auf ‘Outperform’ mit einem Kursziel von 62,00 Euro belassen. Die Tagung habe seine Zuversicht gestärkt, schrieb Analyst Andreas Inderst in einer Studie vom Dienstag. Der Konzernchef Herbert Hainer habe nach dem starken ersten Halbjahr sowie angesichts des aktuell guten Geschäftsentwicklung die Gesamtjahresziele bestätigt. Zudem habe sich gezeigt, dass das Russland-Geschäft ein wichtiger Erfolgsfaktor des Sportartikelherstellers sei. Adidas dominiere den russischen Markt mit einem Anteil von rund 60 Prozent und wolle die Erlöse bis 2015 jährlich im zweistelligen Prozentbereich steigern.CELESIO FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für Celesio nach der Übernahme einer Mehrheit am brasilianischen Oncoprod auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 14,00 Euro belassen. Der zu 60 Prozent übernommene Pharmagroßhändler beliefere insbesondere private Spezialkliniken und Krankenhäuser und sei eine attraktive Ergänzung zum schon bestehenden Apothekengeschäft der brasilianischen Celesio-Tochter Panpharma, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Dienstag. Das neu erworbene Unternehmen dürfte nach seiner Schätzung eine überdurchschnittliche operative Gewinnmarge von rund vier Prozent aufweisen. Die Minderheitsanteile von 40 Prozent sollten zunächst bei den Firmengründern verbleiben.CELESIO DÜSSELDORF – Die WestLB hat die Einstufung für Celesio nach dem angekündigten Erwerb von 60 Prozent am brasilianischen Pharma-Großhändler Oncoprod auf ‘Add’ mit einem Kursziel von 13,00 Euro belassen. Er beurteile die Transaktion ausgesprochen positiv, schrieb Analyst Mark Belsey in einer Studie vom Dienstag. Sie zeige, dass Celesio an Akquisitionen in Schwellenländern interessiert sei und sie zudem auch stemmen könne.CONTINENTAL DÜSSELDORF – Das Bankhaus Lampe hat Conti nach einem Interview des Vorstandsmitgliedes Nicolai Setzer im ‘Handelsblatt’ auf ‘Kaufen’ mit einem Kursziel von 76,00 Euro belassen. Die guten Winterreifen-Vorverkaufszahlen stärkten seine Zuversicht, dass das Reifengeschäft von Continental auch diesen Winter stark verlaufen werde, schrieb Analyst Christian Ludwig in einer Studie vom Dienstag. Trotz der deutlich gestiegenen Rohstoffpreise sollte das operative Vorjahresergebnis (EBIT) der Reifensparte von 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2011 übertroffen werden.DELTICOM HAMBURG – Die Berenberg Bank hat das Kursziel für Delticom von 76,00 auf 88,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Buy’ belassen. Der Online-Reifenhändler könnte von strengeren regulatorischen Reifenbestimmungen in einigen europäischen Ländern profitieren, schrieb Analyst Lars Dannenberg in einer Studie vom Dienstag. Zudem sei das Unternehmen laut eigener Aussage dank des neuen Großlagers bestens auf das Winterreifengeschäft vorbereitet. Der Experte hat die Prognosen angehoben und hält Delticom für vergleichsweise unempfindlich gegenüber einer möglichen Wirtschaftskrise.DEUTSCHE BOERSE FRANKFURT – Equinet hat die Einstufung für Deutsche Börse auf ‘Accumulate’ mit einem Kursziel von 48,00 Euro belassen. Sollte die EU-Kommission bei ihrer Prüfung der angestrebten Fusion mit der NYSE Euronext tatsächlich das Derivate-Geschäft außen vor lassen, sei es wahrscheinlich, dass sie daran bestimmte Bedingungen knüpfe wie etwa einen Teilverkauf des Derivategeschäfts, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Dienstag. Dadurch verliere die Fusion für Aktionäre an Attraktivität. Das Papier des deutschen Börsenbetreibers sei jedoch auch als eigenständiges Unternehmen attraktiv bewertet, begründete der Experte die Anlageempfehlung.DEUTSCHE BOERSE FRANKFURT – Independent Research hat Deutsche Börse auf ‘Halten’ mit einem Kursziel von 44,00 Euro belassen. Die europäischen Wettbewerbshüter bezögen laut einer Agenturmeldung nun auch den börslichen Derivatehandel bei der Überprüfung der angestrebten Fusion mit der NYSE Euronext ein, schrieb Analyst Matthias Engelmayer in einer Studie vom Dienstag. Hier nähmen die Derivatetöchter Eurex und Liffe mit einem kombinierten Marktanteil von teilweise über 90 Prozent eine dominierende Stellung ein. Wegen der großen Bedeutung des Derivatehandels für die kombinierte Gruppe wäre die Auflage einer Veräußerung von Eurex oder Liffe ein KO-Kriterium für die Transaktion. Allerdings rechne er nach wie vor mit einem erfolgreichen Abschluss der Fusion, wenngleich mit hohen Auflagen.DEUTSCHE LUFTHANSA LONDON – Merrill Lynch hat die Aktien der Lufthansa um zwei Stufen von ‘Buy’ auf ‘Underperform’ abgestuft und das Kursziel von 14,00 auf 6,40 (Kurs: 9,790) Euro mehr als halbiert. Er habe seine Prognosen aktualisiert und rechne nur noch mit einem operativen Ergebnis im Gesamtjahr von 518 Millionen Euro nach bislang 900 Millionen, schrieb Analyst Mark Manduca in einer Studie vom Dienstag. DEUTSCHE POSTBANK ZÜRICH – Die UBS hat das Kursziel für Postbank von 24,00 auf 22,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf ‘Neutral’ belassen. Nachdem der Großaktionär Deutsche Bank zusätzliche Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen angekündigt habe, rechne er bei der Postbank nun auch mit entsprechenden Wertberichtigungen, schrieb Analyst Philipp Zieschang in einer Studie vom Dienstag. Im dritten Quartal könnten 250 Millionen Euro abgeschrieben werden. Daher habe er die Gewinnprognosen je Aktie für 2011 um 77 Prozent, für die beiden folgenden Jahre aber nur geringfügig reduziert.FMC ZÜRICH – Die Credit Suisse hat das Kursziel für die Aktie des Dialyse-Spezialisten FMC von 58,00 auf 59,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Outperform’ belassen. Das neue Ziel berücksichtige die jüngsten Akquisitionen und Währungseffekte, schrieb Analyst Christoph Gretler in einer Studie vom Dienstag. Die jüngste Kursschwäche sei übertrieben und eröffne Anlegern eine ausgezeichnete Kaufgelegenheit.FRAPORT LONDON – JPMorgan hat das Kursziel für Fraport von 60,00 auf 54,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf ‘Neutral’ belassen. Der Airport-Sektor werde im Vergleich zu den Fluggesellschaften noch immer mit einem Aufschlag gehandelt, schrieb Analystin Elodie Rall in einer Branchenstudie vom Dienstag. Rezessionsszenarien seien in den Kursen noch nicht berücksichtigt. Sie bevorzugt vorerst Flughafenbetreiber mit robustem Verkehrsprofil und niedrigeren Investitionsanforderungen gegenüber wachtsumsgetriebenen und kapitalintensiven Airports. Zu ersteren zählten der Flughafen Zürich und Aeroports de Paris, zu letzteren der Flughafen Wien sowie Fraport.GEA HAMBURG – Die Berenberg Bank hat das Kursziel für Gea von 34,00 auf 28,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Buy’ belassen. Wegen des gestiegenen Risikos einer Rezession habe er die Gewinnprognosen reduziert, schrieb Analyst Stephan Klepp in einer Studie vom Dienstag. Dank seiner Endmärkte sollte der Spezialanlagenbauer aber zu den robusteren Unternehmen im Sektor zählen und die Gewinne weiter kräftig steigern. Daher sei auch mit einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung zu rechnen.GERRESHEIMER PARIS – Cheuvreux hat das Kursziel für Gerresheimer von 40,00 auf 38,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Outperform’ belassen. Die Analysten verwiesen in einer Studie vom Dienstag auf die guten Aussichten für den Geschäftsbereich Plastic Systems, der im kommenden Jahr 30 Prozent und im Jahr 2013 50 Prozent des Gewinnwachstums vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ausmachen sollte. Das Aufwärtspotenzial zum reduzierten Kursziel betrage noch immer 29 Prozent.GOOGLE LONDON – Merrill Lynch hat Google vor Zahlen zum dritten Quartal auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 740,00 US-Dollar belassen. Die Aussagen der Werbekunden des Internetkonzerns ließen auf eine starke Geschäftsentwicklung schließen, schrieb Analyst Justin Post in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Bei Erlösen von 7,22 Milliarden US-Dollar dürfte ein über den Markterwartungen liegender Gewinn je Aktie von 8,99 US-Dollar erzielt worden sein. Wegen des Unternehmenswachstums und der attraktiven Bewertung bleibe es beim Kaufvotum.IBM PARIS – Die Societe Generale (SocGen) hat IBM vor Zahlen zum dritten Quartal auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 167,00 US-Dollar belassen. Der IT-Konzern dürfte saisonalbedingt solide Resultate vorlegen und die Gesamtjahresziele bestätigen, schrieb Analyst Richard Nguyen in einer Studie vom Dienstag. Bei einem Umsatz von 25,4 Milliarden US-Dollar sollte ein Gewinn je Aktie von 3,17 US-Dollar erzielt worden sein. Beides liege leicht unter den Markterwartungen.INFINEON PARIS – Exane BNP Paribas hat Infineon nach August-Umsatzzahlen für den Halbleitersektor auf ‘Outperform’ mit einem Kursziel von 9,50 Euro belassen. Wie erwartet seien die Erlöse der Halbleiterunternehmen auf rund 24 Milliarden US-Dollar gesunken, schrieb Analyst Jerome Ramel in einer Branchenstudie vom Dienstag. Die Absatzzahlen hätten nach wie vor geschwächelt, während die Preise robust gewesen seien. Insgesamt bleibe er vorsichtig für die Branche. Die Entwicklung im Schlussquartal könnte die Anleger enttäuschen. Die zu hohen Markterwartungen für 2011 und 2012 könnten sinken. Infineon bleibe derweil sein Sektor-’Top Pick’.K+S DÜSSELDORF – Das Bankhaus Lampe hat K+S nach einer Investorenveranstaltung auf ‘Kaufen’ mit einem Kursziel von 55,00 Euro belassen. Der Dünger- und Salzproduzent habe sich positiv zum gegenwärtigen Geschäftsumfeld geäußert, schrieb Analyst Marc Gabriel in einer Studie vom Dienstag. Der Experte sah keinen Grund für die schwache Entwicklung der Aktien im Vergleich zu den Wettbewerberpapieren seit Jahresanfang.LUFTHANSA LONDON – Merrill Lynch hat Lufthansa um zwei Stufen von ‘Buy’ auf ‘Underperform’ abgestuft und das Kursziel von 14,00 auf 6,40 Euro mehr als halbiert. Die neue Nordwest-Landebahn am Frankfurter Flughafen sei nachteilig für die Lufthansa, schrieb Analyst Mark Manduca in einer Studie vom Dienstag. Entweder kaufe die Fluggesellschaft die neuen Kapazitäten, was die Durchschnittserlöse belasten würde, oder sie nehme einen wachsenden Wettbewerb insbesondere durch Airlines aus dem Nahen Osten in Kauf. Vor diesem Hintergrund sowie wegen der vorsichtigen Managementäußerungen zum kurzfristigen Buchungstrend habe er die Gewinnprognosen für 2011 und 2012 deutlich reduziert.MAN HAMBURG – Die Berenberg Bank hat das Kursziel für MAN nach angekündigten Produktionskürzungen beim Wettbewerber Scania von 120,00 auf 85,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Buy’ belassen. Die Einschnitte wegen der schwächeren Nachfrage in Europa und dem Mittleren Osten seien ein negatives Signal, schrieb Analyst Stephan Klepp in einer Studie vom Dienstag. Er habe die Umsatzprognosen für die Nutzfahrzeugsparte von MAN reduziert. Nach den zuletzt deutlichen Kursverlusten bleibe er aber beim Kaufvotum.MCDONALDS ZÜRICH – Die UBS hat McDonalds auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 96,00 US-Dollar belassen (Kurs: 89,83 Dollar). Infolge der Aufwertung des Dollar gegenüber dem Euro und dem britischen Pfund dürften sich die positiven Wechselkurseffekte weniger deutlich auf die Gewinnentwicklung niederschlagen als bisher erwartet, schrieb Analyst David Palmer in einer Studie vom Dienstag. Daher habe er die Ergebnisschätzungen für 2011 und 2012 leicht reduziert. METRO ZÜRICH – Die Schweizer Großbank UBS hat Metro von ‘Buy’ auf ‘Neutral’ abgestuft und das Kursziel von 36,00 auf 32,00 Euro gesenkt. Analyst Benjamin Peters begründete die Abstufung in einer Studie vom Dienstag alleine mit der Unsicherheit um die Nachfolge des Konzernchefs Eckhard Cordes. Eine Lösung sei schwer abzuschätzen, zumal wohl auch der Aufsichtsrat überrascht worden sei. Ein zusätzliches Risiko sei der mögliche Abschied von Finanzvorstand Olaf Koch, dessen Vertrag im Herbst kommenden Jahres auslaufe.METRO LONDON – Goldman Sachs hat die Aktie von Metro von ‘Buy’ auf ‘Neutral’ abgestuft und das Kursziel von 47,40 auf 38,30 Euro gesenkt. Die Unsicherheit über die Nachfolge von Vorstandschef Eckhard Cordes könnte den Aktienkurs in den kommenden Monaten belasten, schrieb Analyst Franklin Walding in einer Studie vom Dienstag. Der Markt werde versuchen, zu beurteilen, wie die weitere Strategie des Handelskonzerns aussehen könnte. Angesichts des schwächeren Nachfrageumfelds in Europa gab sich Walding zudem vorsichtiger bezüglich des Erfolgs beim Restrukturierungsprogramm ‘Shape 2012′.SALZGITTER LONDON – Die Citigroup hat das Kursziel für Salzgitter von 66,00 auf 64,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Buy’ belassen. Er habe seine Prognosen für den Stahlkonzern an die aktuellen Stahlpreise angepasst, schrieb Analyst Anindya Mohinta in einer Studie vom Dienstag.SAP ZÜRICH – Die Credit Suisse hat die Einstufung für SAP vor Zahlen zum dritten Quartal auf ‘Outperform’ mit einem Kursziel von 52,00 Euro belassen. Die starke Dynamik aus dem zweiten Quartal dürfte sich fortgesetzt haben, schrieb Analyst Philip Winslow in einer Studie vom Dienstag. Die Pipeline des Software-Konzerns sei auch mit Blick auf das Schlussquartal als robust anzusehen.SIEMENS HAMBURG – Die Berenberg Bank hat das Kursziel für Siemens von 115,00 auf 97,90 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Buy’ belassen. Der Industriekonzern habe bei der Neuausrichtung des Portfolios große Fortschritte gemacht und sei auf Wachstum getrimmt, schrieb Analyst William Mackie in einer Studie vom Dienstag. Allerdings würden die Geschäftsperspektiven für 2012 und 2013 durch die trüben Konjunkturaussichten belastet. Vor diesem Hintergrund habe er die Prognosen für Investitionsgüterunternehmen wie Siemens reduziert.SIEMENS ZÜRICH – Die Credit Suisse hat die Einstufung für Siemens vor Zahlen auf ‘Outperform’ mit einem Kursziel von 74,00 Euro belassen. Nach den Enttäuschungen im dritten Geschäftsquartal dürfte das vierte wieder normaler verlaufen sein, schrieb Analyst Simon Smith in einer Branchenstudie vom Dienstag. Smith erwartet, dass sich der Aktienkurs im gegenwärtigen Umfeld in einer Spanne von 61,00 bis 74,00 Euro bewegen wird. Bei einer Wirtschaftserholung rechnet er mit einem Kurs zwischen 83,00 und 92,00 Euro. Die Finanzposition des Münchener Technologiekonzerns hält der Experte für außergewöhnlich stark.STARBUCKS ZÜRICH – Die UBS hat Starbucks auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 47,00 US-Dollar belassen. Die verkaufsflächenbereinigte Umsatzdynamik dürfte auch im Schlussquartal des Geschäftsjahres hoch geblieben sein, schrieb Analyst David Palmer in einer Studie vom Dienstag. Daher habe er die verkaufsflächenbereinigte Erlösprognose für das Schlussviertel 2010/11 angehoben. Seine Gewinnprognose je Aktie liege wegen höherer Kostenschätzungen aber nach wie vor bei 0,37 US-Dollar und damit über den Markterwartungen.STMICROELECTRONICS AMSTERDAM – Die ING hat das Kursziel für STMicroelectronics vor Zahlen von 6,30 auf 5,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf ‘Hold’ belassen. Der Chipproduzent leide unter dem schwächelnden Konsumklima und dem Geschäft mit dem kränkelnden Handy-Hersteller Nokia , schrieb Analyst Niels de Zwart in einer Studie vom Dienstag. Im abgelaufenen dritten Quartal dürfte das Unternehmen nur das untere Ende der eigenen Prognosebandbreite erreicht haben. Der Ausblick auf das Schlussviertel dürfte verhalten sein. Da er 2012 mit fast keinem Wachstum mehr rechne, habe er die Gewinnschätzungen sowie das Kursziel reduziert.SUEDZUCKER DÜSSELDORF – Das Bankhaus Lampe hat Südzucker nach Halbjahreszahlen der Konzerntochter CropEnergies auf ‘Kaufen’ mit einem Kursziel von 33,00 (Kurs: 21,620) Euro belassen. Der Biosprit-Hersteller habe mit den Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr seine Erwartungen insgesamt erfüllt, schrieb Analyst Marc Gabriel in einer Studie vom Dienstag. Der operative Gewinn habe zwar etwas enttäuscht, dies sei aber auf gestiegene Rohstoffkosten sowie einen Rückgang der Ethanol-Produktion zurückzuführen. Letztere habe auf Jahressicht um fünf Prozent abgenommen. SÜDZUCKER FRANKFURT – Die Commerzbank hat Südzucker nach Zahlen der Konzerntochter CropEnergies zum zweiten Geschäftsquartal auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 22,40 Euro belassen. Der zur Südzucker-Gruppe gehörende Hersteller von Bioethanol habe weitgehend im Rahmen seiner Erwartungen abgeschnitten, schrieb Analyst Dennis Schmitt in einer Studie vom Dienstag. Der Südzucker-Konzern selbst werde am 13. Oktober seine Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal bekannt geben.SYMRISE DÜSSELDORF – Das Bankhaus Lampe hat Symrise nach Umsatzzahlen des Wettbewerbers Givaudan auf ‘Kaufen’ mit einem Kursziel von 24,00 Euro belassen. Das beschleunigte organische Umsatzwachstum sowie die durchgesetzten Preiserhöhungen seien gute Zeichen für Symrise, schrieb Analyst Heiko Feber in einer Studie vom Dienstag. Seine aktuelle Prognose eines organischen Erlösanstiegs um 2,5 Prozent im dritten Quartal bei dem Hersteller von Duftstoffen und Aromen könnte zu niedrig sein. Vorerst habe er die Schätzungen aber nicht geändert.TEXAS INSTRUMENTS PARIS – Exane BNP Paribas hat Texas Instruments nach August-Umsatzzahlen für den Halbleitersektor auf ‘Underperform’ mit einem Kursziel von 30,00 US-Dollar belassen. Wie erwartet seien die Erlöse der Halbleiterunternehmen auf rund 24 Milliarden US-Dollar gesunken, schrieb Analyst Jerome Ramel in einer Branchenstudie vom Dienstag. Die Absatzzahlen hätten nach wie vor geschwächelt, während die Preise robust gewesen seien. Insgesamt bleibe er vorsichtig für die Branche. Die Entwicklung im Schlussquartal könnte die Anleger enttäuschen und die zu hohen Markterwartungen für 2011 und 2012 könnten sinken.THYSSENKRUPP LONDON – Die Citigroup hat die Einstufung für ThyssenKrupp auf ‘Buy’ mit einem Kursziel von 40,00 Euro belassen. Er habe seine Gewinnprognosen für den Stahlkonzern gesenkt und an die aktuellen Stahlpreise angepasst, schrieb Analyst Anindya Mohinta in einer Studie vom Dienstag. Auch das neue Stahlwerk in den USA dürfte wegen der schwächeren Nachfrage erst einmal nicht ganz so hohe Gewinne abwerfen.TUI FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung von Tui nach angeblichen Unstimmigkeiten bei den Verkaufsrechten von Anteilen an Hapag-Lloyd auf ‘Hold’ mit einem Kursziel von 6,00 Euro belassen. Laut einem Artikel der ‘Financial Times Deutschland’ dürfte sich der zwischen Tui und dem Hamburger Konsortium Albert Ballin entbrannte Rechtsstreit darum handeln, ab wann der Reisekonzern sein restliches Aktienpaket an der Reederei verkaufen dürfe, schrieb Analyst Johannes Braun in einer Studie vom Dienstag. Er vermute aber, dass das Konsortium nur versuche, die Transaktion zu verschieben. Die größte Unsicherheit bleibe indes die Bestimmung eines angemessenen Kaufpreises.TUI DÜSSELDORF – Das Bankhaus Lampe hat die Aktien der Tui AG nach einem Pressebericht über Unstimmigkeiten zwischen Tui und Hapag Lloyd über den Verkaufszeitpunkt für die Tui-Beteiligung an der Reederei auf ‘Halten’ mit einem Kursziel von 5,50 Euro belassen. Der Touristikkonzern wolle Fortschritte bei der Beteiligungsveräußerung machen, schrieb Analyst Sebastian Hein in einer Studie vom Dienstag. Allerdings rechne er wegen des gegenwärtig schwierigen Marktumfeldes nicht mit einer kurzfristigen Lösung.VOLKSWAGEN VORZUGSAKTIEN HANNOVER – Die NordLB hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen nach September-Absatzzahlen von 130,00 auf 125,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Kaufen’ belassen. Der Autobauer habe erneut einen Rekord verzeichnet, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Dienstag. Insgesamt sollte 2011 beim Absatz, den Erlösen sowie den Gewinnen zum Rekordjahr werden. Wegen der Konjunktureintrübung dürfte das starke Wachstum sich 2012 aber nicht halten lassen.VOSSLOH ZÜRICH – Die UBS hat das Kursziel für Vossloh nach einer Gewinnwarnung von 95,00 auf 75,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Neutral’ belassen. Angesichts der Warnung habe er die Gewinnprognosen je Aktie für 2011 und 2012 um bis zu 30 Prozent reduziert, schrieb Analyst Sven Weier in einer Studie vom Dienstag. Anders als der Verkehrstechnologiekonzern halte er die Probleme im China-Geschäft nicht für vorübergehend, sondern für strukturell. Daher dürften die Erlöse in dieser Sparte nach einer Erholung 2012 im folgenden Jahr wieder fallen.WACKER CHEMIE FRANKFURT – Die Commerzbank hat das Kursziel für Wacker Chemie deutlich von 170,00 auf 90,00 Euro nahezu halbiert, aber die Einstufung auf ‘Buy’ belassen. Mit Blick auf den sich abzeichnenden allgemeinen Nachfragerückgang bei Chemieprodukten habe sie nun auch ihre Schätzung für den Gewinn je Aktie (EPS) 2012 für den Hersteller von Spezialchemikalien um 33 Prozent auf 9,99 Euro reduziert, schrieb Analystin Lauren Licuanan in einer Studie vom Dienstag. Trotz der zu erwartenden deutlichen Verlangsamung der Geschäftsentwicklung im Bereich Siltronic rechne sie aber fest damit, dass Wacker die hohe operative Gewinnmarge von über 40 Prozent bei den Polysilicon-Produkten auch in schwierigen Zeiten verteidigen werde.WACKER NEUSON ZÜRICH – Die UBS hat das Kursziel für Wacker Neuson nach einer Investorenveranstaltung von 13,00 auf 10,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf ‘Neutral’ belassen. Wegen der schwächelnden europäischen Bauindustrie sowie der Konjunkturabkühlung zweifle er mittlerweile stärker an der Erreichbarkeit der für 2012 und 2013 gesteckten Margenziele, schrieb Analyst Sven Weier in einer Studie vom Dienstag. Daher habe er die Gewinnprognosen für die beiden kommenden Jahre reduziert. Sinkende Markterwartungen seien allerdings in den Kurs eingepreist. Im Jahr 2011 dürfte der Baumaschinenproduzent die eigenen Prognosen sowie die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertreffen./he
GESAMT-ROUNDUP: Aus Slowakei droht Nein zu Euro-Rettungsschirm (11. Oktober 2011, 21:35 Uhr)
BRATISLAVA (dpa-AFX) – Hoffen und Bangen in den Euroländern: Die Reform des Euro-Rettungsschirms drohte auf der Zielgeraden vorerst zu scheitern. Vor dem entscheidenden Votum der Slowakei am Dienstagabend hatte Premierministerin Iveta Radicova für die Erweiterung des Rettungsschirms EFSF im Parlament keine Mehrheit. Eine zweite Abstimmung in den kommenden Tagen ist aber möglich. Am späten Dienstagabend zeichnete sich nicht ab, wann es zur Abstimmung kommen könnte. Kurz nach 21.00 Uhr standen noch mindestens zehn Redner auf der Liste, immer mehr Abgeordnete verlangten das Wort. Unterdessen konnte Griechenland im Kampf gegen den drohenden Staatsbankrott auf dringend benötigte Milliardenkredite von EU, EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) hoffen. Deren Experten-Troika geht davon aus, dass Anfang November frisches Geld für Athen fließt.VOTUM ÜBER DIE EFSF-ERWEITERUNG MIT DER VERTRAUENSFRAGE VERBUNDEN Vor der entscheidenden Abstimmung in Bratislava hatte Premierministerin Radicova das Votum über die EFSF-Erweiterung mit der Vertrauensfrage verbunden. Weil sowohl der neoliberale Koalitionspartner SaS als auch die sozialdemokratische Opposition der Regierungschefin die Gefolgschaft versagten, steuert die slowakische Regierung auf ihr Ende zu. Sollte das Parlament dem Rettungsschirm nicht zustimmen und Radicova das Vertrauen entziehen, könnte das slowakische Parlament aber kurzfristig ein zweites Mal abstimmen – möglicherweise würde die Opposition dann der Reform zustimmen. Eine Abstimmungsniederlage in der Vertrauensfrage würde nach slowakischer Verfassung automatisch den Sturz der gesamten Regierung bedeuten. Aus Sicht von Außenminister Mikulas Dzurinda würde Radicova dann die Verhandlungen zu einer neuen Regierungsbildung führen. Ferner ging Dzurinda davon aus, dass eine zweite Abstimmung über den EFSF noch diese Woche dank der Stimmen der Opposition eine Mehrheit finden könnte.OPPOSITION VERKNÜPFT EFSF-ZUSTIMMUNG MIT RÜCKTRITT DER REGIERUNG Im Unterschied zu nationalen Gesetzen darf im slowakischen Parlament über internationale Verträge auch ein zweites Mal abgestimmt werden. Oppositionsführer und Ex-Premier Robert Fico hatte seine Zustimmung zur EFSF-Erweiterung mit einem Rücktritt der Regierung verknüpft. ‘Warten wir ab, was passiert.’ In einem eindringlichen Appell hatte Radicova am Morgen noch einmal für ein Ja zur EFSF-Erweiterungen geworben. In der Abstimmung gehe es um die Zukunft der Slowakei in Europa. Mit dem Votum entscheiden die Abgeordneten über eine Nachbesserung des EFSF. Damit der Rettungsfonds tatsächlich Notkredite von 440 Milliarden Euro ausreichen kann, soll der Garantierahmen auf 780 Milliarden Euro erhöht werden. Mit dieser Bürgschaft sichern die Euro-Länder, dass sich der EFSF-Fonds günstig selbst Geld borgen kann.ZWEITSTÄRKSTE REGIERUNGSPARTEI GEGEN STABILISIERUNGSMECHANISMUS ESM Schon vor der Boykott-Ankündigung hatte sich die zweitstärkste Regierungspartei SaS von Parlamentspräsident Richard Sulik stets gegen die bedingungslose Erweiterung des Schirms gesperrt. Die SaS fordert, dass die Slowakei sich nicht am Stabilisierungsmechanismus ESM beteiligt, der dem EFSF ab 2013 folgen soll. Der geplante gestärkte EFSF-Fonds erhält mehr Geld und neue Instrumente, um schneller reagieren zu können. So kann er künftig auch Anleihen kriselnder Staaten kaufen – sowohl von Regierungen als auch von Investoren. Angeschlagene Länder können zudem vorsorglich Kredite erhalten. Auch können Euro-Länder Geld bekommen, um ihre Finanzinstitute in einer Schieflage stützen zu können.WICHTIGE DETAILS NOCH ZU KLÄREN Sollte in Bratislava eine Zustimmung erreicht werden, ist die Erweiterung des Rettungsschirms beschlossene Sache. Danach müssen aber noch wichtige Details zur Arbeitsweise und Nutzung des Fonds geklärt werden – etwa bei Finanzspritzen für angeschlagene Banken. Ein Gesamtpaket – wie von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsident Nicolas Sarkozy am Wochenende beraten – soll bis Ende des Monats geschnürt sein. Die Slowakei ist das einzige Euro-Land, dass der Erweiterung des Rettungsschirms noch nicht zugestimmt. Ohne grünes Licht aus Bratislava können auch die 16 anderen Euro-Länder die Erweiterung des EFSF nicht umsetzen.TROIKA: GRIECHENLAND ERREICHT DEFIZITZIEL 2011 NICHT In Brüssel hatten die Finanzkontrolleure der Troika mitgeteilt, dass vor der Zahlung der Milliardenkredite an Griechenland die Euro-Finanzminister und der IWF den aktuellen Überprüfungsbericht noch billigen müssten. Eine klare Aussage, wonach sie die Auszahlung befürwortet, machte die Troika allerdings nicht. Die Expertengruppe hatte zuvor die Bücher in Athen geprüft. Demnach werde ein Wirtschaftsaufschwung nun erst für das übernächste Jahr erwartet. Es sei nicht mehr damit zu rechnen, dass die Regierung des Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou im laufenden Jahr das gesetzte Defizitziel von 7,6 Prozent der Wirtschaftsleistung erreiche.TRICHET: ‘SYSTEMISCHE DIMENSION’ EZB-Präsident Jean-Claude Trichet warnte vor dem EU-Parlament derweil, die Krise der Eurozone habe eine ‘systemische Dimension’ erreicht, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Schon in der ersten Finanzmarktkrise ab 2008 machte der Begriff der ‘systemrelevanten’ Banken die Runde. Damit war gemeint, dass bestimmte Institute so wichtig für die Finanzwirtschaft sind, dass ihr Ausfall das gesamte System beschädigen würde. Ein Schuldenschnitt für Griechenland wird derweil immer offener diskutiert: Der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, sagte in der Sendung ‘ZIB2′ des ORF am Montagabend, man dürfe nicht glauben, dass ein Schuldenschnitt genüge. Er plädierte dafür, eine Staatspleite in der Eurozone ‘mit aller Gewalt’ zu verhindern. Über einen Umfang des Schuldenschnitts wollte Juncker nicht spekulieren./ct/DP/he
EFSF-Ausweitung scheitert vorerst im slowakischen Parlament (11. Oktober 2011, 22:19 Uhr)
BRATISLAVA (dpa-AFX) – Die geplante Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF ist am Dienstagabend im slowakischen Parlament vorerst gestoppt worden. Damit ist die Regierung von Premierministerin Iveta Radicova ebenfalls gescheitert. Radicova hatte das Votum mit der Vertrauensfrage verbunden. Eine weitere Abstimmung über den Rettungsfonds in den kommenden Tagen ist aber möglich./ct/DP/he
ROUNDUP: EFSF-Ausweitung scheitert vorerst im slowakischen Parlament (11. Oktober 2011, 22:21 Uhr)
BRATISLAVA (dpa-AFX) – Die geplante Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF ist am Dienstagabend im slowakischen Parlament vorerst gestoppt worden. Damit ist die Regierung von Premierministerin Iveta Radicova ebenfalls gescheitert. Radicova hatte das Votum mit der Vertrauensfrage verbunden. Eine weitere Abstimmung über den Rettungsfonds in den kommenden Tagen ist aber möglich. Nur 55 der 150 stimmberechtigten Abgeordneten stimmten für die Ausweitung des Rettungsschirms und sprachen damit auch der Premierministerin das Vertrauen aus. Für einen Erfolg wäre aber eine Mehrheit von 76 der 150 stimmberechtigten Abgeordneten notwendig gewesen. Neun Abgeordnete votierten dagegen, 60 enthielten sich der Stimme. Die Gegner des Rettungsschirms hatten schon im Voraus angekündigt, die Abstimmung zu boykottieren./ct/DP/he

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