HAMBURG – Kurz vor dem Euro-Krisengipfel nimmt die Europäische Zentralbank (EZB) die Regierungen der Eurozone in die Pflicht. Falls die Entscheidung der Regierungen im Streit um die Griechenland-Rettung zu einem teilweisen Zahlungsausfall oder einem Zahlungsausfall führe, ´müssten die Regierungen dafür sorgen, dass dem Euro-System Sicherheiten bereitgestellt werden, die es akzeptieren kann´, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet der ´Financial Times Deutschland´ (Montagausgabe). Das Euro-System umfasst die EZB und die 17 nationalen Euro-Zentralbanken.
Hintergrund ist, dass die Regierungen derzeit Lösungen wie einen Schuldenschnitt für Griechenland diskutieren, die zu einem Zahlungsausfall oder zu einem teilweisen Zahlungsausfall führen könnten. Für diesen Fall hat die EZB angekündigt, sie werde griechische Staatsanleihen nicht länger als Sicherheiten im Austausch gegen Liquidität für griechische Banken akzeptieren. Das könnte den Zusammenbruch des griechischen Bankensystems zur Folge haben.
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EZB nimmt Euro-Staaten bei Rettung Griechenlands in die Pflicht (17. Juli 2011, 18:59 Uhr)
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