Archive for July 17th, 2011

dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN – Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende (17. Juli 2011, 20:35 Uhr)

Japan und Nordafrika belasten Lufthansa-Gewinn

FRANKFURT – Flugausfälle wegen der Japan-Katastrophe und den Unruhen in Nordafrika haben das Geschäft der Lufthansa deutlich belastet. ´Das hat uns einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag beim Vorsteuergewinn gekostet. Das können wir im weiteren Jahresverlauf nicht mehr aufholen´, sagte Finanzvorstand Stephan Gemkow der ´Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung´. Für das zweite Quartal kündigte Gemkow dennoch einen Gewinn an. Die Zahlen werden am 28. Juli präsentiert.

Teyssen: Eon als Ganzes sucht keinen Partner

GESAMT-ROUND/Griechenland-Rettung: Scharfer Streit über Schuldenerlass entbrannt (17. Juli 2011, 19:22 Uhr)

BERLIN/BRÜSSEL – Der Streit über die richtigen Rettungsmaßnahmen für Griechenland ist kurz vor dem Euro-Sondergipfel voll entflammt. Wissenschaftler und Politiker meldeten sich zu Wort, die einen Erlass griechischer Schulden für zwingend halten. Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz sagte dem ´Focus´, er halte einen Schuldenschnitt letztlich ´für unausweichlich´, jedoch dürfe daraus kein ´Desaster´ für die Euro-Zone werden. Auch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann und Altkanzler Helmut Kohl schalteten sich in die Debatte ein.

ROUNDUP: Murdoch-Vertraute Rebekah Brooks in Polizeihaft (17. Juli 2011, 19:08 Uhr)

LONDON – In der Abhör- und Bestechungsaffäre um den Medienmogul Rupert Murdoch hat die Polizei ein neues Kapitel aufgeschlagen: Mit Rebekah Brooks (43) ist erstmals eine Top-Managerin des Murdoch-Imperiums in Polizeihaft genommen worden. Brooks war erst am Freitag als Vorstandsvorsitzende von Murdochs britischer Verlagsholding News International zurückgetreten. Sie gilt als eine der engsten Vertrauten des Medienzaren. Die Londoner Polizei bestätigte am Sonntag ihre Festnahme.

EZB nimmt Euro-Staaten bei Rettung Griechenlands in die Pflicht (17. Juli 2011, 18:59 Uhr)

HAMBURG – Kurz vor dem Euro-Krisengipfel nimmt die Europäische Zentralbank (EZB) die Regierungen der Eurozone in die Pflicht. Falls die Entscheidung der Regierungen im Streit um die Griechenland-Rettung zu einem teilweisen Zahlungsausfall oder einem Zahlungsausfall führe, ´müssten die Regierungen dafür sorgen, dass dem Euro-System Sicherheiten bereitgestellt werden, die es akzeptieren kann´, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet der ´Financial Times Deutschland´ (Montagausgabe). Das Euro-System umfasst die EZB und die 17 nationalen Euro-Zentralbanken.

Hintergrund ist, dass die Regierungen derzeit Lösungen wie einen Schuldenschnitt für Griechenland diskutieren, die zu einem Zahlungsausfall oder zu einem teilweisen Zahlungsausfall führen könnten. Für diesen Fall hat die EZB angekündigt, sie werde griechische Staatsanleihen nicht länger als Sicherheiten im Austausch gegen Liquidität für griechische Banken akzeptieren. Das könnte den Zusammenbruch des griechischen Bankensystems zur Folge haben.

Allianz-Finanzchef versteht Angst vor Transferunion nicht (17. Juli 2011, 18:37 Uhr)

BERLIN – Der Allianz- Finanzchef Paul Archleitner hat im Falle einer Umschuldung Griechenlands vor ´unbeabsichtigten Nebenwirkungen´ gewarnt. ´Zudem schafft man damit auch einen Präzedenzfall. Dann würden auch andere Länder mit ihren Problemen kommen – ganz nach dem Motto: Schuldenverzicht ist leichter, als selbst zu sparen´, sagte Achleitner der ´Welt´ (Montag).

Der Finanzchef des Versicherungskonzerns schlägt deswegen einen europäischen Anleiheversicherer vor, bei dem ein Teil des Ausfallsrisikos neuer griechischer Anleihen über Kredite des europäischen Rettungsfonds abgesichert werden. Diese Versicherung ließe sich auch auf Staatsanleihen von anderen EU-Staaten ausdehnen.

Merkel: Gelder der Sparer sind sicher (17. Juli 2011, 18:31 Uhr)

BERLIN – Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ungeachtet der verschärften Euro-Krise ihre Zusage bekräftigt, dass Gelder und Spareinlagen deutscher Bürger sicher seien. ´Den Worten von damals ist nichts hinzuzufügen´, sagte die Kanzlerin am Sonntag im ARD- Sommerinterview in Berlin. Merkel hatte diese Zusage 2008 zu Beginn der Euro-Krise gegeben.

Der Euro sei ´Teil der europäischen Identität´. Das Ziel sei jetzt, Schulden abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. ´Wir brauchen den Euro in Deutschland´, sagte die Kanzlerin. Es gebe in Europa eine unterschiedliche Wirtschaftskraft. ´Wir wollen, dass viele Länder ihre Reformen selbst durchführen.´

Presse: Staatsschuldenkrise belastet Schweizer Unternehmen (17. Juli 2011, 17:56 Uhr)

DÜSSELDORF – Schweizer Unternehmen sind laut einer Analyse des ´Handelsblatts´ (Montagausgabe) die großen Verlierer der Schuldenkrise im Euroraum und in den USA. Weil Anleger weltweit den Franken als Fluchtwährung bevorzugten, sei die Währung gegenüber dem Dollar und dem Euro so viel wert wie noch nie, berichtete die Zeitung. In zwölf Monaten stieg der Franken zum Euro demnach um 20 Prozent.

Insgesamt rechnen die Analysten der internationalen Finanzhäuser laut dem Bericht damit, dass die Nettogewinne der 20 größten Schweizer Unternehmen in diesem Jahr um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken. Anfang des Jahres hätten die Prognosen noch bei 11,4 Prozent Wachstum gelegen. Solch ein Verfall zeichnet sich sonst nur bei den griechischen Unternehmen ab.

WDH/Presse: Thomas Cook will Immobilien verkaufen – mehr als 200 Mio. Pfund (17. Juli 2011, 17:39 Uhr)

LONDON – Europas zweitgrößter Reisveranstalter Thomas Cook will sich laut einem Pressebericht von einer Reihe Immobilien trennen. Die für Verkäufe vorgesehenen Vermögenswerte hätten einen Wert von mehr als 200 Millionen Pfund (227 Mio Euro), berichtet die britische ´Sunday Times´ ohne Quellen zu nennen. Das Unternehmen suche unter anderem Käufer für einige Hotels und ein Büro in Europa, sowie einen Anteil an der National Air Traffic Services Ltd, hieß es weiter. Thomas Cook musste erst kürzlich seine Gewinnprognose wegen der Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten zurückschrauben. Die Aktie war daraufhin mit einem Kursrückgang um mehr als ein Viertel regelrecht abgestürzt./stb

Powered by WordPress