Archive for June 6th, 2011

Aktien New York Schluss: Schwacher Wochenstart – S&P 500 fällt auf März-Stand (06. Juni 2011, 22:27 Uhr)

NEW YORK – Anhaltende Konjunktursorgen haben die wichtigsten US-Indizes auch zu Beginn der neuen Handelswoche belastet. Für Mollstimmung sorgte auch das Chartbild des S&P-500, nachdem der marktbreite Index unter sein Tief vom April auf das Niveau von Ende März abgetaucht ist. Das Kursbarometer verlor letztlich 1,08 Prozent auf 1.286,17 Punkte. Der Dow-Jones-Index verlor 0,50 Prozent auf 12.089,96 Punkte.

Am Freitag hatte der Leitindex nach schwachen Arbeitsmarktdaten bereits die fünfte Woche im Minus beendet. Eine derart lange Negativserie gab es zuletzt Mitte 2004. An der Technologiebörse Nasdaq rutschte der Nasdaq Composite um 1,11 Prozent auf 2.702,56 Punkte, während der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,78 Prozent auf 2.274,48 Punkte absackte.

US-Anleihen: Leichter in längeren Laufzeiten (06. Juni 2011, 21:40 Uhr)

NEW YORK – Die US-amerikanischen Staatsanleihen haben in den längeren Laufzeiten zu Wochenbeginn leichter tendiert. Zweijährige Anleihen verharrten bei 100 5/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,421 Prozent. Fünfjährige Anleihen standen bei 100 24/32 Punkten. Ihre Rendite betrug 1,593 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen büßten 2/32 Punkte ein auf 101 3/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,995 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren verloren 16/32 Punkte auf 102 2/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 4,252 Prozent.

Marktteilnehmer sprachen von ruhigem Handel ohne Nachrichtenimpulse. Leicht belastet hätten im Wochenverlauf bevorstehende Auktionen neuer Anleihen im Volumen von 66 Milliarden US-Dollar./ag/stw

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 06.06.2011 (06. Juni 2011, 21:35 Uhr)

FRANKFURT – Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 06.06.2011

AIR BERLIN PLC

FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für Air Berlin auf ´Hold´ mit einem Kursziel von 2,90 Euro belassen. Er halte die von Konzernchef Joachim Hunold bekräftigten Gewinnziele nach wie vor für ambitioniert, schrieb Analyst Johannes Braun in einer Studie vom Montag. Gerade auf der europäischen Kurzstrecke stehe Air Berlin in einem harten Wettbewerb mit der Lufthansa . Es sei daher auch schwierig, höhere Treibstoffkosten an die Kunden weiterzureichen.

BASF SE

EHEC-Sondertreffen der EU-Landwirtschafsminister (06. Juni 2011, 21:22 Uhr)

LUXEMBURG – Die EU-Agrarminister wollen bei ihrem heutigen EHEC-Sondertreffen (Dienstag/14.00) über mögliche Hilfen für Bauern entscheiden. Das Treffen war am Montag kurzfristig einberufen worden. Eigentlich wollten die Agrarminister erst in knapp zwei Wochen zusammenkommen, um über Entschädigungen für europäische Obst- und Gemüsebauern zu entscheiden.

Die EU-Kommission arbeite bereits an einem Vorschlag für Ausgleichszahlungen, sagte der Sprecher von EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos. ´Wir hoffen, dass wir eine grundsätzliche Einigung finden können.´ Details müssten dann aber noch ausgearbeitet werden. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will an dem Treffen in Luxemburg teilnehmen./ddo/DP/stw

Islands Ex-Regierungschef wegen Finanzkrise vor Gericht (06. Juni 2011, 21:21 Uhr)

REYKJAVIK/KOPENHAGEN – Gegen Islands Ex-Ministerpräsident Geir Haarde wird heute (Dienstag) ein Prozess wegen Mitverantwortung für die schwere Finanzkrise 2008 eröffnet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 60-jährigen Konservativen grobe Pflichtverletzung im Amt vor, weil er nach Informationen über den drohenden Zusammenbruch der größten isländischen Banken nichts unternommen haben soll.

Haarde drohen bis zu zwei Jahren Haft. Islands Parlament Althing hat erstmals überhaupt von der Möglichkeit in der Verfassung Gebrauch gemacht, ein ´Reichsgericht´ wegen Verletzung der ´Ministerverantwortung´ einzrusetzen. Der während der Finanzkrise zurückgetretene Regierungschef bestreitet alle Vorwürfe. Nach der Verlesung der Anklageschrift will sich das Gericht bis Herbst vertagen. Der Zeitpunkt der Urteilsverkündung ist noch völlig offen./tbo/DP/stw

Wieder Proteste gegen Sparmaßnahmen in Griechenland (06. Juni 2011, 21:21 Uhr)

ATHEN – Tausende Griechen sind in Athen erneut gegen den harten Sparkurs der griechischen Regierung auf die Straße gegangen. Die Zahl der Demonstranten am Montag war aber deutlich kleiner als am Vortag, als mehr als 100.000 Menschen den Platz vor dem Parlament gefüllt hatten. Aufgerufen zu den Protesten hatte vor allem die Bewegung der ´Empörten Bürger´, die sich über das Internet organisiert.

Auch am Montag riefen die Demonstranten ´Diebe, Diebe´ in Richtung des Parlaments. Einige Demonstranten machten auch die EU und Bundeskanzlerin Merkel verantwortlich für ihre Misere. Auch Touristen waren unter den Demonstranten und informierten sich über die Lage im Land. Die Proteste verliefen friedlich. Die Organisatoren erklärten, ´solange es geht´ gegen die Sparmaßnahmen demonstrieren zu wollen./tt/DP/stw

U-Boot-Kauf: Parlament in Athen sieht Bestechungsverdacht erhärtet (06. Juni 2011, 21:15 Uhr)

ATHEN/MÜNCHEN – Bestechungsvorwürfe gegen den früheren griechischen Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos im Zusammenhang mit einem Kauf deutscher U-Boote sieht ein Untersuchungsausschuss des Parlaments in Athen als erhärtet an. Das Ergebnis der Untersuchung wurde am Montagabend dem Parlamentspräsidenten vorgelegt, wie der griechische Rundfunk (NET) berichtete. Das Parlament soll nun in den kommenden Wochen entscheiden, ob der Ex-Minister sich vor Gericht verantworten muss. Tsochatzopoulos sagte im Fernsehen, die Beschuldigungen seien falsch. Die Justiz werde den Fall klären.

Athen hatte im Jahre 2000 vier U-Boote des Typs 214 im Wert von 2,85 Milliarden Euro in Deutschland gekauft. Laut deutschen Ermittlern soll die ehemalige MAN-Tochter Ferrostaal Bestechungsgelder in Millionenhöhe gezahlt haben. Das griechische Parlament ermittelte aufgrund von Informationen, die der Athener Staatsanwaltschaft von den Kollegen in München übermittelt wurden.

RWE-Chef Großmann schickt Brief an Merkel (06. Juni 2011, 21:13 Uhr)

HAMBURG – Im Streit über den Atomausstieg hat sich RWE-Chef Jürgen Großmann persönlich an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt. In seinem Schreiben vom Sonntag gehe es im Kern um die Befürchtung, dass die Atomkonzerne ihre Reststrommengen nicht mehr ausnutzen könnten, nachdem die Bundesregierung für jeden einzelnen Reaktor ein definitives Abschaltdatum festgelegt habe, sagte eine RWE-Sprecherin am Montagabend der dpa. Sie bestätigte damit einen Bericht der ´Financial Times Deutschland´ (Dienstag).

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