Archive for March 22nd, 2011

Aktien Lateinamerika Schluss: Lateinamerikas Börsen uneinheitlich

MEXIKO-STADT – Die größeren lateinamerikanischen Börsen haben sich am Dienstag uneinheitlich entwickelt. Im brasilianischen São Paulo stieg der Aktien-Index Bovespa um 888,72 Zähler (1,33 Prozent) auf 67.578,33 Punkte. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires verlor der Merval-Index 10,61 Zähler (0,34 Prozent) auf 3321,54 Punkte. Der IPC-Index an der Börse in Mexiko-Stadt gewann 506,85 Zähler oder 1,31 Prozent auf 35.925,35 Punkte hinzu./fs/DP/ksb

ERDBEBEN/ROUNDUP: Erdstoß der Stärke 6 erschüttert Nordostjapan

TOKIO – Zwölf Tage nach der Erdbebenkatastrophe in Japan hat erneut ein heftiger Erdstoß die Region erschüttert. Der staatliche Wetterdienst registrierte am Mittwoch um 7.12 Uhr Ortszeit (23.12 Uhr MEZ) das Beben mit einer Stärke von 6,0. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgelöst, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Das Beben war auch in der Präfektur Fukushima zu spüren, wo am Atomkraftwerk Fukushima Eins immer noch eine Kernschmelze droht.

Bei dem Erdbeben der Stärke 9,0 waren am 11. März nach offiziellen Angaben mindestens 9200 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 13.780 Menschen würden noch vermisst./pz/DP/ksb

ERDBEBEN: Heftiger Erdstoß erschüttert Nordostjapan

TOKIO – Ein heftiger Erdstoß hat am Mittwochmorgen (Ortszeit) den Nordosten von Japan erschüttert. Eine Tsunami-Gefahr bestehe nicht, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Am 11. März kam es vor der Nordostküste der japanischen Hauptinsel Honshu zum Erdbeben der Stärke 9,0, der die Tsunami-Katastrophe auslöste. Dabei kamen nach offiziellen Angaben mindestens 9200 Menschen ums Leben. Mehr als 13.780 Menschen würden noch vermisst./pz/DP/ksb

LIBYEN/ROUNDUP 2: Deutschland steigt aus Nato-Operationen im Mittelmeer aus

BERLIN/BRÜSSEL – Nach dem Eingreifen der Nato in den Libyen-Konflikt hat die Bundesregierung alle deutschen Kräfte aus den Bündnisoperationen im Mittelmeer zurückgezogen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag, zwei Fregatten und zwei Boote mit insgesamt 550 Soldaten würden wieder unter nationale Führung gestellt. Die etwa 60 bis 70 deutschen Soldaten, die bisher an einer Aufklärungsmission mit Awacs-Flugzeugen im Mittelmeerraum teilgenommen haben, werden abgezogen.

Die Nato hatte zuvor nach langem Zögern mit einem Marine-Einsatz zur Umsetzung des vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Waffenembargos gegen Libyen begonnen. ´Da das Waffenembargo auch eine exekutive Komponente vorsieht, die notfalls mit Waffengewalt durchzusetzen ist, hat Deutschland erklärt, sich an keiner solchen Aktion zu beteiligen´, sagte der Sprecher. Ob die deutschen Schiffe umgehend das Mittelmeer verlassen werden, war zunächst unklar.

US-Richter stoppt Googles Bücherpläne

NEW YORK – Googles hochtrabende Pläne, weitere Millionen Bücher in digitaler Form anzubieten, haben einen Dämpfer erhalten. Ein US-Richter hat am Dienstag einen Vergleich zwischen dem Internetkonzern sowie amerikanischen Autoren und Verlegern gekippt. Danach hätte Google im Gegenzug für die Zahlung von 125 Millionen Dollar das Recht gehabt, in den USA registrierte Bücher einzuscannen und ohne Rückfrage beim Rechteinhaber online zu stellen.

´Der Vergleich würde einfach zu weit gehen´, schrieb der New Yorker Richter Denny Chin am Dienstag in seiner Urteilsbegründung. ´Google bekäme mit der Vereinbarung einen deutlichen Vorsprung gegenüber seinen Konkurrenten.´ Zudem sieht der Richter die Gefahr, dass die Vereinbarung gegen internationales Recht verstößt, weil auch in den USA angemeldete ausländische Bücher darunter fielen.

ERDBEBEN: Adobe senkt wegen Japan-Beben Umsatzprognose für 2. Quartal

SAN JOSE – Der US-Softwarehersteller Adobe Systems schraubt wegen des Erdbebens in Japan seine Umsatzprognose für das zweite Quartal herunter. Der Microsoft-Konkurrent teilte am Dienstag mit, dass er wegen des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds in Japan mit 50 Millionen Dollar weniger Umsatz rechne als bisher. Japan sei Adobes zweitgrößter Absatzmarkt. Es werde nun für das zweite Jahresviertel ein Umsatz von 970 Millionen bis 1,02 Milliarden Dollar angepeilt, der Gewinn je Aktie werde ohne Sonderposten zwischen 47 und 54 Cent erwartet.

Im ersten Geschäftsquartal (bis 4. März) erzielte Adobe einen Umsatz von 1,03 Milliarden Dollar nach 859 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 58 Cent./ksb

LIBYEN/GESAMT-ROUNDUP: Neue Luftangriffe – Libyen bietet Feuerpause an

TRIPOLIS/BRÜSSEL – Nach schweren Luftangriffen der Koalition auf Ziele in Libyen hat die Führung in Tripolis am Dienstagabend einen Waffenstillstand angekündigt. Der libysche Ministerpräsident Al Baghdadi Ali al-Mahmoudi informierte darüber den UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Die internationale Kritik an dem Militäreinsatz nahm indessen weiter zu, die russische Regierung bot eine Vermittlung in dem Konflikt in Nordafrika an. Nach Tagen des Zögerns wird nun auch die Nato aktiv: Das Bündnis begann am Dienstag mit einem Marineeinsatz zur Umsetzung des vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Waffenembargos gegen Libyen. Die Bundesregierung zog daraufhin alle deutschen Kräfte aus den Bündnisoperationen im Mittelmeer zurück.

LIBYEN/ROUNDUP/Ban Ki Moon: Libyen kündigt erneut Waffenstillstand an

TUNIS/PARIS – Nach dem Eingreifen der Nato in den Libyen-Konflikt hat die Regierung in Tripolis nach Angaben von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erneut einen Waffenstillstand angekündigt. Ban berichtete am Dienstagabend in Tunesien auf einer Pressekonferenz, der libysche Ministerpräsident Al Baghdadi Ali al-Mahmoudi habe ihn angerufen und darüber informiert. Über die Auswirkung dieser Ankündigung auf die Fronten in Libyen lagen zunächst keine Berichte vor.

Die libysche Führung hatte schon am vergangenen Freitag, wenige Stunden nach Verabschiedung der UN-Resolution zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen, eine sofortige Feuerpause angekündigt. Trotz dieser Ankündigung setzten die Truppen von Diktator Muammar al-Gaddafi ihre Angriffe gegen die Aufständischen unvermindert fort.

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