Archive for March 20th, 2011

ROUNDUP 2: Telekom gibt in den USA auf – Mobilfunksparte geht an AT&T

(Neu: Weitere Details)

BONN/DALLAS – Die Deutsche Telekom zieht die Reißleine und beendet das lange als Hoffnungsträger bezeichnete Engagement als Mobilfunkbetreiber in den USA. Einst Ertragsgarant geriet die Sparte gegen die Konkurrenz ins Hintertreffen und geht nun für rund 28 Milliarden Euro (zirka 39 Mrd Dollar) an den US-Telekomkonzern AT&T . Die Amerikaner zahlen 18 Milliarden Euro davon in bar, wie beide Unternehmen am Sonntag in Bonn und Dallas mitteilten. Die Telekom steckt davon 13 Milliarden Euro in den Abbau von Schulden. Mit weiteren fünf Milliarden Euro will sie eigene Aktien zurück kaufen.

ROUNDUP: AT&T kauft Telekom US-Mobilfunkgeschäft für 28 Milliarden Euro ab

NEW YORK/BONN – Die Telekom hat ihr zuletzt schwächelndes US-Mobilfunkgeschäft nach knapp zehn Jahren an den Konkurrenten AT&T verkauft. AT&T zahlt für T-Mobile USA rund 28 Milliarden Euro (rund 39 Mrd Dollar) in bar und Aktien, wie die Unternehmen am Sonntag mitteilten. Die Telekom hatte zuletzt ihren US-Mobilfunker auf den Prüfstand gestellt. Die Nummer vier im amerikanischen Mobilfunk-Markt verlor Kunden, und drohte, hinter die Konkurrenz zurückzufallen. Viele Nutzer beschweren sich über unzureichende Netzabdeckung und wanderten zu den größeren Anbietern ab. Ende 2010 hatte T-Mobile USA rund 34 Millionen Kunden.

ERDBEBEN/GESAMT-ROUNDUP: Guter Tag in Japan – Block 2 hat Strom

TOKIO – Der Kampf auf Leben und Tod gegen die Kernschmelze am japanischen Atomkraftwerk Fukushima zahlt sich aus. Technikern gelang es am Wochenende, die Reaktorblöcke 5 und 6 der havarierten Atomanlage zu kühlen und zu stabilisieren. Zudem sank die Temperatur in allen Abklingbecken nach Informationen der Nachrichtenagentur Kyodo. Sorge bereitete aber weiter die Kühlung des Blocks 3, wo die Brennstäbe aus hochgiftigen Plutonium-Uran-Mischoxiden (MOX) sind. Auch am Block 2 gelang es, Stromkabel zu legen. Große Sorgen bereiten dem Land immer mehr verstrahlte Lebensmittel.

LIBYEN/ROUNDUP: Angriffe gegen Libyen ohne Nato – Streit über Kommando

BRÜSSEL – Auch einen Tag nach Beginn des Militärschlags einzelner Staaten gegen Libyen bleibt die Nato außen vor. Bei mehreren Sondersitzungen konnten sich die ständigen Nato-Botschafter am Sonntag in Brüssel nicht auf ein Mandat zur Überwachung der Flugverbotszone in Libyen einigen. Mehrere Länder hätten Bedenken, berichteten Diplomaten. Die Gespräche über eine Beteiligung des Militärbündnisses sollen die ganze Nacht durch andauern. Diplomaten sprachen von einer tiefen Spaltung der Allianz. Ob sich die Nato bald auf eine gemeinsame Linie einigen könne, sei offen.

Telekom verkauft US-Mobilfunkgeschäft für 28 Milliarden Euro an AT&T

BONN/DALLAS – Die Telekom hat ihr zuletzt schwächelndes Mobilfunkgeschäft in den USA für rund 28 Milliarden Euro (39 Mrd Dollar) an den US-Telekomkonzern AT&T verkauft. Die Amerikaner zahlen 18 Milliarden Euro davon in bar, wie beide Unternehmen am Sonntag in Bonn und Dallas mitteilten. Den Rest begleicht AT&T in eigenen Aktien. Die Telekom wird damit bis zu acht Prozent des US-Branchenführers erhalten und größter Minderheitsaktionär von AT&T werden.

Der amerikanische Konzern hat sich das Recht vorbehalten, den Baranteil zu erhöhen und dafür weniger eigene Aktien herzugeben. Die Deutschen werden jedoch mindestens fünf Prozent der Anteile erhalten. Die Telekom selbst will mit dem größten Teil des Geldes die Schulden reduzieren – 13 Milliarden Euro sollen dafür verwendet werden. Zudem sollen für fünf Milliarden Euro eigene Aktien zurückgekauft werden./ksb/zb

DGAP-Adhoc: Deutsche Telekom AG (deutsch)

Deutsche Telekom AG: Deutsche Telekom verkauft T-Mobile USA für 39 Mrd. U.S.-Dollar an AT&T

Deutsche Telekom AG / Schlagwort(e): Verkauf

20.03.2011 19:39

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch
die DGAP – ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Die Deutsche Telekom und AT&T geben heute bekannt, dass AT&T
die Tochter T-Mobile USA der Deutschen Telekom für 39 Mrd.
U.S.-Dollar kauft. Dem haben die Gremien beider Unternehmen
heute zugestimmt. Die Deutsche Telekom erhält 25 Mrd. U.S.-
Dollar als Barzahlung und 14 Mrd. U.S.-Dollar in Aktien der
AT&T. AT&T hat dabei das Recht, den Baranteil des Kaufpreises
um bis zu 4,2 Mrd. U.S.-Dollar zu erhöhen mit einer
entsprechenden Reduzierung der Aktienkomponente. Die Deutsche
Telekom wird mit den bis zu 8 Prozent Aktien an AT&T (auf
Basis aktueller Kurse) zum größten Minderheitsaktionär des US-
Branchenführers.

ERDBEBEN: IAEA sorgt sich um radioaktiv verseuchte Lebensmittel in Fukushima

WIEN – Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA sorgt sich um radioaktiv verseuchte Lebensmittel aus der Region um das Atomkraftwerk Fukushima Eins. Nach den der UN-Behörde in Wien vorliegenden Messungen japanischer Behörden liegen vor allem die Werte von radioaktivem Jod 131 in Milch und Blattgemüse teils weit über der für den Verzehr geeigneten Norm. Die Situation im halb zerstörten Atomkraftwerk selbst hat sich nach Einschätzung der UN-Behörde seit Samstag aber leicht zum Positiven verändert.

Rund um das Atomkraftwerk Fukushima gäben die Werte in einigen Lebensmitteln momentan Anlass zu Besorgnis, sagte der IAEA-Experte Graham Andrew am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Wien. Japan prüfe nach Informationen der IAEA weiterhin ein Verkaufsverbot von bestimmten Lebensmitteln aus der Region.

Lokführer und Deutsche Bahn verhandeln wieder

FRANKFURT – In ihrem festgefahrenen Tarifstreit wollen sich die Lokführergewerkschaft GDL und die Deutschen Bahn wieder an einen Tisch setzen. Morgen (Montag/11.00) soll in Frankfurt verhandelt werden. Damit werden die Gespräche über einen Rahmentarifvertrag für Lokführer nach mehr als sechs Wochen Unterbrechung fortgesetzt. Die Deutsche Bahn hatte der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nochmals ein umfassendes Tarifangebot übermittelt. Daraufhin hatten die Lokführer weitere Streiks ausgesetzt.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer will einheitliche Tarifstandards für etwa 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr durchsetzen. Sie fordert Löhne auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn sowie einen Aufschlag von fünf Prozent. Bei der Deutschen Bahn (DB) sind knapp 20.000 Lokführer beschäftigt./ben/DP/ksb

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