FRANKFURT – Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 17.05.2011
AIXTRON
FRANKFURT – Die Investmentbank Equinet hat die Aixtron-Aktie nach einem Großauftrag von Samsung auf ´Accumulate´ mit einem Kursziel von 34,00 (Kurs: 27,990) Euro belassen. Das Auftragsvolumen für den auf Leuchtdioden-Anlagen spezialisierten Maschinenbauer kalkulierte Analyst Adrian Pehl in einer Studie vom Dienstag auf vermutlich über 20 Millionen Euro und über 10 Anlagen.
BMW
ZÜRICH – Kepler hat BMW in die ´European Short List´ aufgenommen und die Einstufung auf ´Reduce´ mit einem Kursziel von 56,00 Euro belassen. Die gute geografische Aufstellung und die neue Modellpalette seien übermäßig eingepreist, begründete Analyst Michael Raab den Schritt in einer Studie vom Dienstag. Wegen der Kosten für die Verkaufsstarts der neuen Modelle dürfte die Margen- und Free-Cashflow-Dynamik in der zweiten Jahreshälfte nachlassen. Auch langfristig sei das hohe Margenniveau der ersten sechs Monate nicht aufrechtzuerhalten. Nur so ließe sich der aktuelle Kurs aber rechtfertigen.
BNP PARIBAS
LONDON – Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat BNP Paribas von ´Equal-weight´ auf ´Overweight´ hochgestuft und das Kursziel von 63,70 auf 67,90 Euro angehoben. Angesichts der makroökonomischen Unsicherheiten sei die gute Kapitalausstattung der französischen Bank, der starke Cashflow und die im Vergleich mit Wettbewerbern sehr guten Finanzierungskosten das positive Argument, schrieb Analyst Thibault Nardin in einer Studie vom Dienstag. Das wiege schwerer als die geringen langfristigen Wachstumsaussichten. Das Chance-Risiko-Verhältnis erscheine sehr gut im Vergleich zu Wettbewerbern.
BOUYGUES
ZÜRICH – Kepler hat Bouygues nach Zahlen zum ersten Quartal auf ´Buy´ mit einem Kursziel von 43,00 Euro belassen. Die operativen Ergebnisse des Mischkonzerns hätten enttäuscht, schrieb Analyst Josep Pujal in einer Studie vom Dienstag. Daher dürfte das Interesse der Anleger an den Papieren trotz der starken Bilanz und der attraktiven Bewertung kaum steigen. Die Geschäftsdynamik sei nach wie vor verhalten. Kurstreiber sehe er daher nicht.
CELESIO
FRANKFURT – Die Commerzbank hat Celesio nach einem Interview des Konzernchefs Fritz Oesterle in der ´Börsen-Zeitung´ auf ´Add´ mit einem Kursziel von 20,00 Euro belassen. Die in Aussicht gestellte Konsolidierung des brasilianischen Arzneimittelmarktes mittels Übernahmen kleinerer Wettbewerber über die Tochter Panpharma sei vernünftig, schrieb Analyst Volker Braun in einer Studie vom Dienstag. Derweil zweifle er an dem angekündigten zweistelligen Wachstum der Anzahl der Pharmavertreter bei der Tochter Pharmexx. Hier würde er eine Verschlankung der Aktivitäten vorziehen.
DEUTSCHE BANK
DÜSSELDORF – Die WestLB hat Deutsche Bank nach einer Analystenveranstaltung auf ´Buy´ mit einem Kursziel von 53,00 Euro belassen. Konzernchef Josef Ackermann halte mittelfristig ein Vorsteuerergebnis von mindestens elf Milliarden Euro möglich, schrieb Analyst Georg Kanders in einer Studie vom Dienstag. Zudem sei das Verlustrisiko deutlich gesunken. Diese Äußerungen unterstrichen seine positive Einschätzung der Papiere der Deutschen Bank.
DEUTSCHE BOERSE
ZÜRICH – Kepler hat Deutsche Börse nach dem Rückzug der Nasdaq OMX und der ICE aus dem Bieterwettstreit um die NYSE Euronext auf ´Reduce´ mit einem Kursziel von 58,00 Euro belassen. Das Risiko einer kostspieligen Übernahmeschlacht sei dadurch gesunken, schrieb Analyst Dirk Becker in einer Studie vom Dienstag. Dennoch bleibe er vorsichtig und warne vor zu großer Euphorie, so lange die geplante Übernahme der NYSE Euronext durch die Deutsche Börse noch nicht in trockenen Tüchern sei.
DEUTSCHE BOERSE
DÜSSELDORF – Die WestLB hat Deutsche Börse nach dem Rückzug der Nasdaq OMX und der ICE aus dem Bieterwettstreit um die NYSE Euronext auf ´Neutral´ belassen. Die Chancen auf eine Übernahme des US-amerikanischen Börsenbetreibers durch die Deutsche Börse seien dadurch deutlich gestiegen, schrieb Analyst Christoph Bossmann in einer Studie vom Dienstag. Ein Zusammenschluss berge ein beachtliches Synergiepotenzial, das zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht in die Bewertung der Papiere einbezogen werden sollte. Es fehle noch die Zustimmung der Aufsichtsbehörden, und die Aktionäre der NYSE Euronext könnten eine Aufstockung der Kaufofferte verlangen.
DEUTSCHE BOERSE
FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Aktie der Deutschen Börse von ´Add´ auf ´Buy´ hochgestuft und das Kursziel von 58,00 auf 66,00 Euro angehoben. Er rechne nach dem Rückzug von Nasdaq OMX und ICE mit keinem weiteren Gegengebot für die NYSE Euronext. Daher habe er nun die zu erwartenden Synergien durch den Zusammenschluss des deutschen Börsenbetreibers mit der NYSE in sein Modell eingearbeitet, schrieb Analyst Roland Pfänder in einer Studie vom Dienstag. Die Synergien bezifferte Pfänder auf acht Euro je Aktie.
EADS
FRANKFURT- Das Bankhaus Lampe hat das Kursziel für EADS nach Zahlen zum ersten Quartal von 23,50 auf 26,00 Euro angehoben und das Anlageurteil auf ´Kaufen´ belassen. Die von dem Luft- und Raumfahrtunternehmen gemeldeten Umsatzzahlen hätten seine Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Sebastian Hein in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Auch beim Ergebnis hätten sich die Preisverbesserungen und der verbesserte Produktmix bei der Tochter Airbus positiv ausgewirkt. Im Hinblick auf die bevorstehende Luftfahrtausstellung in Paris erwarte er weiter positive Nachrichten zu den Auftragseingängen.
HANNOVER RUECK
LONDON – Barclays hat Hannover Rück von ´Equal Weight´ auf ´Overweight´ hochgestuft und das Kursziel auf 45,70 Euro belassen. Nach der im Vergleich zum europäischen Sektormittel unterdurchschnittlichen Kursentwicklung seit Jahresbeginn sehe er eine günstige Kaufgelegenheit, schrieb Analyst Andy Broadfield in einer Branchenstudie vom Dienstag. Er bleibe mit Blick auf die Entwicklung der Rückversicherungsprämien zwar vorsichtig, doch sei das Chance-Risiko-Verhältnis der Papiere angesichts der niedrigen Bewertung und zumindest kurzfristig möglicher Prämiensteigerungen attraktiv.
SALZGITTER
FRANKFURT – Die Commerzbank hat Salzgitter nach einer positiv verlaufenen Telefonkonferenz zum Auftaktquartal auf ´Hold´ mit einem Kursziel von 57,00 Euro belassen. Das aktuelle Umfeld und die Perspektiven für den Stahlkonzern seien solide, schrieb Analyst Ingo-Martin Schachel in einer Studie vom Montag. Derweil schienen die Gesamtjahresziele des Unternehmens das gesamte Potenzial der Beteiligung Aurubis nicht ausreichend widerzuspiegeln. Vor diesem Hintergrund halte er seine leicht über den Unternehmensschätzungen liegenden Prognosen für 2011 für angemessen.
SAP
ZÜRICH – Die Schweizer Großbank UBS hat SAP nach dem Auftakt der SAPPHIRE-Konferenz auf ´Buy´ mit einem Kursziel von 49,00 Euro belassen. Am ersten Tag der Kundenkonferenz sei der Nachrichtenfluss noch dünn, der Eindruck der Teilnehmer indes ein durchaus positiver gewesen, schrieb Analyst Michael Briest in einer Studie vom Dienstag. Mit Blick auf die neue Datenanalyse-Software HANA habe der Softwarekonzern den vorgesehenen Zeitplan bestätigt. Zudem habe SAP im Mobilfunkgeschäft mit 40 geplanten Applikationen bis zum Jahresende unzweifelhaft den Zeitgeist getroffen. Allerdings seien die Produktzyklen in diesem Bereich lang und der Wettbewerb hart.
SKY DEUTSCHLAND
LONDON – Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Sky Deutschland von 4,00 auf 4,20 Euro angehoben und die Einstufung auf ´Overweight´ belassen. Die Abonnentenzahlen des Bezahlsenders hätten sich im ersten Quartal solide entwickelt, schrieb Analyst Patrick Wellington in einer Studie vom Dienstag. Sky Deutschland zeige auch dank des HD-Angebots ermutigende Trends. Am Markt sei bekannt, dass die Gewinnschwelle beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ab einer Abonnentenzahl von drei Millionen erreicht werde. Sky konzentriere sich darauf, diese Schwelle möglichst schnell zu erreichen.
THYSSENKRUPP
ZÜRICH – Die Schweizer Großbank UBS hat ThyssenKrupp nach einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen auf ´Buy´ mit einem Kursziel von 35,00 Euro belassen. Der neue Vorstandschef Heinrich Hiesinger setze für sämtliche Ausgliederungen und Börsengänge im Zuge der Umstrukturierung des Edelstahlbereichs mindestens eine Vorbereitungszeit von 18 Monaten an, schrieb Analyst Saurabh Kothari in einer Studie vom Dienstag. Verkäufe im Stahl- oder Komponentengeschäft könnten indes schneller abgewickelt werden. Mit dem Konzernumbau sollen die Schulden verringert und die Position in Schwellenländern insbesondere in Asien gestärkt werden. Ungeachtet dessen habe Thyssen sein Umsatzziel für das zweite Halbjahr dank voller Auftragsbücher bestätigt.
THYSSENKRUPP
PARIS – Die französische Großbank Societe Generale hat ThyssenKrupp von ´Buy´ auf ´Hold´ abgestuft und das Kursziel auf 34,00 Euro belassen. Die meisten positiven Nachrichten seien bei den Aktien des Stahlkonzerns bereits eingepreist, schrieb Analyst Alain William in einer Studie vom Dienstag. Der Plan sich im Zuge des Umbaus von 10 Milliarden Euro Umsatz zu trennen, die Abhängigkeit vom Edelstahlgeschäft zu reduzieren und sich stärker auf das Automobilgeschäft zu fokussieren sei zwar positiv, aber nicht ohne Risiken. Der Umbauprozess werde länger dauern als erwartet.
THYSSENKRUPP
FRANKFURT – Die Deutsche Bank hat das Kursziel für ThyssenKrupp von 39,00 auf 45,00 Euro angehoben und die Einstufung auf ´Buy´ belassen. Angesichts des geplanten Umbaus dürfte der Stahlkonzern in eine neue Ära aufbrechen, schrieb Analyst Bastian Synagowitz in einer Studie vom Dienstag. Die in der Vergangenheit zu Recht von Investoren kritisierte Kapitalverwendung bei Thyssen sollte sich im Zuge dessen verbessern. Das Unternehmen dürfte sich mehr darauf konzentrieren, das Verhältnis zwischen Investitionen in Wachstumsprojekte und Ausschüttungen an die Anteilseigner auszubalancieren. Mit der Ausgliederung der Edelstahlsparte dürfte der Umbau indes nicht beendet sein und er rechne mit weiteren Ver- und Zukäufen.
TOGNUM
FRANKFURT – Die Commerzbank hat das Kursziel für Tognum nach einer Erhöhung des Übernahmeangebotes durch das Bieterduo Daimler und Rolls-Royce von 24,00 auf 26,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf ´Hold´ belassen. Das Kursziel spiegele das neue Angebot wider, schrieb Analystin Yasmin Moschitz in einer Studie vom Dienstag. Da das Management des Motorenbauers angekündigt habe, die Kaufofferte anzunehmen, dürfte die Transaktion gelingen.
VODAFONE
DÜSSELDORF – Die WestLB hat die Aktie von Vodafone nach Zahlen zum Schlussquartal 2010/11 auf ´Reduce´ mit einem Kursziel von 145,00 (Kurs: 171,90) Pence belassen. Der weltgrößte britische Mobilfunkkonzern habe solide, leicht über den Markterwartungen liegende operative Resultate erzielt, schrieb Analyst Wolfgang Specht in einer Studie vom Dienstag. Unterdessen enttäuschten die Unternehmensziele für 2011/12 etwas. Hier zeigten sich die ersten Folgen der jüngsten Beteiligungsverkäufe in Form fehlender Cashflow- und Gewinnbeiträge. Das jährliche Steigerungsziel für die Dividende wurde indes gehalten.
/he

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