WOCHENAUSBLICK: Aktienmärkten geht etwas der Schub aus (20. Februar 2012, 05:50 Uhr)

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FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Schub am deutschen Aktienmarkt dürfte in der kommenden Woche nach Einschätzung von Experten etwas nachlassen. Nachdem der Leitindex zuletzt die 6.800-Punkte-Marke wieder mehrmals übersprungen hatte, sehen zahlreiche Marktbeobachter inzwischen die Gefahr von Rücksetzern steigen. Seit Ende Dezember ist der deutsche Leitindex beinahe ungebremst um gut 21 Prozent geklettert. Am Rosenmontag wird zunächst das Euro-Sorgenkind Griechenland abermals die Themenlage bestimmen. Die EU-Finanzminister werden wohl endgültig darüber entscheiden, ob Athen das zweite Rettungspaket von mindestens 130 Milliarden Euro bekommen wird. Zudem scheine sich eine Einigung beim Forderungsverzicht privater Gläubiger anzubahnen. Sollten weitere Hilfsmaßnahmen für das marode Land gewährt werden, dürften Aktienmarkt-Akteure erst einmal aufatmen. Die Landesbank Berlin (LBB) bemerkt jedoch, dass ein freundlicherer Verlauf der Schuldenkrise und eine aufgehellte Konjunktursicht teilweise bereits in den Kursen eingepreist seien. Die Auftriebskräfte an den Aktienmärkten hätten vorerst an Einfluss verloren.WEBERBANK VERZEICHNET NACHLASSENDE DYNAMIK Auch die Experten der Weberbank sehen mittlerweile am Aktienmarkt eine nachlassende Dynamik. Solange aber beim Dax die Unterstützung der 6.400-Punkte-Marke gehalten werde, bleiben sie optimistisch. Der Commerzbank zufolge müssten nun vor allem die Gewinnerwartungen steigen, damit es weiter deutlich aufwärts geht. Bislang gebe es dafür aber keine Anzeichen, was auch an der laufenden Berichtssaison liege. Das Frankfurter Institut rechnet daher mit einer kurzfristigen Seitwärtsbewegung beim Dax. Börsenbrief-Autor Hans A. Bernecker schätzt die Marktlage beim deutschen Leitindex derzeit als überkauft ein. Charttechnisch tue sich der Dax derzeit schwer. Gleichwohl sei der langfristige Trend absolut intakt und gewinne zunehmend an Kontur, so der Börsenfachmann.ZAHLEN GEBEN WEITEREN AUFSCHLUSS ÜBER ZUSTAND DER WIRTSCHAFT Von den Unternehmen mit Zahlenvorlage stehen die beiden Fresenius-Konzerne im Fokus sowie aus dem Finanzsektor die Commerzbank und die Allianz . Außerdem kommen Zahlen von der Deutschen Telekom und vom weltgrößten Chemiekonzern BASF . Die Geschäftsdaten der Dax-Konzerne werden zeigen, ‘wie man den Zustand der deutschen Wirtschaft börsenseitig einschätzen muss’, schreibt Bernecker. Die Commerzbank spiele dabei mit Sicherheit wieder eine wichtige Rolle./ajx/ag/tw — Von Achim Jüngling, dpa-AFX —

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