Mehr als 2.000 Menschen bei Montags-Demo am Frankfurter Flughafen – Bald Klage? (06. Februar 2012, 20:41 Uhr)

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FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) – Wieder Montags-Demo im Terminal: Mehr als 2.000 Menschen haben am Abend am Frankfurter Flughafen gegen die wachsende Lärmbelastung in der Region protestiert. Die Polizei sprach von rund 2.200 Teilnehmer und einem friedlichen Verlauf. Zu der bisher größten Demonstration am vergangenen Samstag waren weit mehr als 6.000 Menschen gekommen. Das Bündnis aus mehr als 60 Initiativen im gesamten Rhein-Main-Gebiet fordert ein Gesamtkonzept, um den Fluglärm zu reduzieren. Seit Mitte November protestieren die Fluglärmgegner montags im Flughafen. Unterdessen wollen mehrere hessische und rheinland-pfälzische Kommunen und Bürgerinitiativen Ernst machen und nach Angaben der Gemeinde Trebur (Kreis Groß-Gerau) gegen die neuen Flugrouten am Frankfurter Flughafen klagen. Die Klage solle spätestens Dienstag oder Mittwoch eingereicht werden, teilte eine Sprecherin der Gemeinde mit. Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) fordert vom Gesetzgeber bundeseinheitliche Regelungen gegen Fluglärm. ‘Nicht nur die Menschen im Rhein-Main-Gebiet, sondern alle Regionen, wo es Fluglärm gibt, müssen geschützt werden’, sagte sie der ‘Allgemeinen Zeitung’ (Mainz/Dienstagsausgabe). Lemke sagte außerdem, Fluglärm werde zunehmend ein Thema für Unternehmen in der Region. ‘Wenn die Menschen nicht mehr schlafen können, dann merken das auch die Betriebe, weil ihre Mitarbeiter nicht mehr konzentriert arbeiten können.’ Kommende Woche soll es bei der Montags-Demo am Flughafen lustig zugehen: Der Verein ‘Lebenswertes Mainz und Rheinhessen – Gegen Fluglärm und Ausbau des Frankfurter Flughafens’ will am 13. Februar die Demonstration als Kinderfasching veranstalten. Wie Vereinssprecher Klaus Dienes am Montag berichtete, werden dazu auch zwei Mainzer ‘Schwellköpp’ erwartet – in denen aber Erwachsene stecken sollen. Kinder und Schulklassen seien eingeladen, mit bunten Kostümen zu kommen. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) dämpfte unterdessen Hoffnungen auf weniger Lärm im südlichen Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen. In der unmittelbaren Einflugschneise zur neuen Landebahn werde es trotz aller Bemühungen um Lärmschutz nicht leiser, sagte DFS-Sprecher Axel Raab am Montag in einem Livechat bei hr-online. ‘Tatsächlich können die Anflugrouten über dem Bereich von Sachsenhausen nicht verändert werden. Das ist so, das bedauern wir, aber wir können es nicht ändern und wollen auch niemandem etwas vormachen.’/rae/DP/he

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