Deutsche Autobauer kritisieren Freihandelsabkommen mit Südkorea (03. Juli 2011, 19:03 Uhr)

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BERLIN – Der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) kritisiert das zum Monatswechsel in Kraft getretene EU-Freihandelsabkommen mit Südkorea. Es sei ein ´schwerwiegender strategischer Fehler´ gewesen, für südkoreanische Hersteller Zollrückerstattungen für Importe aus Drittstaaten zuzulassen, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann dem Handelsblatt (Montag). ´Das passt nicht in das ordnungspolitische Konzept des Freihandels.´

Die vereinbarte Zollrückerstattung bedeutet, dass die Produzenten für importierte Kfz-Teile aus China faktisch keinen Zoll bezahlen müssen, wenn das Fahrzeug in den Export nach Europa geht. In den Augen europäischer Hersteller sorgt das für Wettbewerbsverzerrungen, denn sie müssen umgekehrt gleichwohl zahlen. ´Ich hoffe, dass Handelskommissar Karel De Gucht diese Fehler bei Indien, Malaysia und den Mercosur-Staaten nicht machen wird´, sagte Wissmann mit Blick auf weitere geplante Freihandelsverträge.

Wissmann kritisierte, dass sich Indien in den Gesprächen mit der EU weigere, die Zölle auf Autos und Autoteile signifikant zu senken, obwohl das Land deutlich mehr Fahrzeuge in die EU exportiere als umgekehrt. ´Es kann nicht sein, dass in den Verhandlungen mit Indien alle anderen Probleme gelöst werden sollen, aber man im Automobilsektor nicht einmal mit Übergangsregeln das Ziel anstrebt, bei den Zolltarifen mittelfristig auf null zu kommen´, sagte der VDA-Präsident./enl

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